Kritik seit JahrenNicht nur die Coronakrise macht Kindergärten zu schaffen

Die Pandemie wirkt wie ein Brennglas auf die Probleme, über die das das Personal in Kindergärten und Krippen seit Jahren klagt: Zu große Gruppen, zu wenig Pädagoginnen, schlechte Bezahlung. Jetzt kommt noch das Ansteckungsrisiko dazu.

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Wenig Personal in großen Gruppen: Nicht nur in Zeiten der Pandemie ist das ein Problem © Monkey Business - stock.adobe.co
 

Oft liegt der Fokus auf den Schulen, doch auch die Kindergärten haben mit Problemen zu kämpfen. Aktuell trifft sie die Coronakrise: Da sie es mit sehr kleinen Kindern zu tun haben, die den Körperkontakt - trösten, beim Anziehen helfen etc. - brauchen, fühlen sich Pädagoginnen und Betreuer oft nicht ausreichend vor einer möglichen Ansteckung mit dem Virus geschützt.

Kommentare (7)
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na ja..

karin666 bringts auf den Punkt.

Nur eine vervollständigung zum Punkt"Eltern":
die wollen nämlich, dass alles der KiGa erledigt: reden lernen sauber werden,
werte vermitteln usw.
Viele Eltern glauben nämlich, dass ihre Aufgabe mit dem 3. Geburtstag des
Sprößlings endet. und von 0-3 war dafür ja schon die Kinderkrippe zuständig.
Ab 6 sind dann die Lehrer gefordert. Und wenn dann die Erwartungen nicht erfüllt werden, soll der Rechtsanwalt dem Schulpersonal sagen, wo es lang geht!

mocoro
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Auf die Kinder achten

Kindergartenkinder zu testen wäre ein Wahnsinn. Man kann nicht alles dem Virus unterwerfen. Die phsychischen Folgen für die Kinder sind nicht absehbar, deswegen muss man versuchen in diesen herausfordernden Zeiten einen möglichst normalen Betrieb für die Kinder sicherzustellen.
Kinder sind eine der schwächsten Gruppen in unserer Gesellschaft und diese müssen geschützt werden.

karin666
4
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Wahnsinn???

Können Sie mir bitte erklären, warum es ein „Wahnsinn“ wäre Kindergartenkinder zu testen?? Welche PSYCHISCHE Folgen die Kinder hätten?

karin666
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Kein Wunder

Das wenig bis gar keiner mehr diesen Beruf aktiv betreibt bzw. nach vielen Jahren der Berufstätigkeit wieder aussteigt. Es sind nicht nur die schlechten Arbeitsbedingungen wie zb.; schlechte Bezahlung, unzureichende Ausgangsbedingungen ...
NEIN; auch die Eltern machen einem den Job immer unvorteilhafter. Man kann den - teilweise mehr als fordernden Eltern - nicht mehr gerecht werden, weil viele den Bezug zur Realität verloren haben. Des Weiteren wollen die meisten am Besten eine 24/7 Betreuung. Außerdem ist es auch schwer heutzutage ein tolles Team und gute Mitarbeiter kennenzulernen. Da wird mal hier gemobbt und dort das gemacht ... Es kommt nicht von ungefähr, dass dieser Beruf seit Jahren in Verruf ist. Sind ja eh nur „KindergärtnerInnen", sagen die meisten. NEIN, alle diese tollen Leute, für die in der Coronazeit eben NICHT geklatscht wird, wo sich viele KEIN Gehör verschaffen, wo etliche Infektionen stattfinden aber keiner was sagt, wo man an seine Grenzen geht weil die Institutionen keine Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung setzen !!!!! All das sind DIPL. ELEMENTARPÄDAGOGEN !!!!!!!!

walkingmarie
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Seit Jahrzehnten (!)

...hat sich an der unerträglichen Situation der Kindergartenpädagoginnen absolut nichts geändert.
Die Bezahlung ist unter jeder Kritik und die Belastungen werden durch die miserablen Rahmenbedingungen in keiner Weise erträglicher gemacht. ( „Sind ja nur Frauen und Kinder um die es hier geht“)
Es ist erbärmlich wie mit dieser so wichtigen sozialen Bildungsbasis umgegangen wird, die zudem Systemrelevant ist!!

sheena2
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Nicht getestet

Es ist schlichtweg ein Witz dass Kindergartenkinder nicht getestet werden. Auch in der Apotheke und in der Teststrasse werden Kinder unter 6 nicht getestet.
Warum weiss kein Mensch!
Ich würde meine Kinder lieber von einem Profi testen lassen als selber herumzudocktern. Aber die Kleinen sind der Politik völlig egal und wir Eltern auch!
Denn nicht nur KindergärtnerInnen sind betroffen und ärgern sich zu Recht sondern auch Eltern Großeltern und Geschwisterkinder.

wahlnuss
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Dies ist alles so scheinheilig!

Jedes Jahr beginnen viele Jugendliche in fünf Ausbildungsstätten der Steiermark ihre Ausbildung zur Kindergartenpädagogin. Warum verweigern nach 5-jähriger Schulung diese jungen Frauen die Arbeit in einem KIndergarten? Wofür, wie und worauf wurden sie vorbereitet? Sind die Auswahlkriterien für die Anforderungen der heutigen Zeit noch zeitgemäß? Während andere Maturanten/-innen ab diesem Alter mit einer pädagogischen Ausbildung beginnen, sollen diese junge Frauen mit 19 Jahren aus-gebildet sein? 25 Kinder mit einer Pädagogin und einer Assistentin, mit einem Einstiegsgehalt, das genau der Wertvorstellung entspricht. Wer soll denn das bezahlen? Niemand fragt, wieviel eine Schule kostet und keine Gemeinde muss sich überlegen, wie sie die Heizkosten und das Gehalt der Lehrerinnen berappen kann. Es ist verlogen und scheinheilig, weil der pädagogische Wert erst halt im Alter von 6 Jahren beginnt. "Es wäre ein guter Zeitpunkt, jetzt etwas zu verbessern?" Nein! ´´Es ist bereits Jahre zu spät!