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Zug(un)glück"Ich hab mir schon gedacht, jetzt ist es aus"

Es grenzt an ein Wunder: Marcel M. (20) aus Bad Schwanberg wurde 200 Meter von einem Zug mitgeschleift und überlebte.

Unfall auf Eisenbahnkreuzung in Freidorf
Der 20-Jährige kam aus diesem Wagen fast unverletzt heraus © FF Freidorf
 

Es kommt nicht oft vor, dass eine Polizeimeldung den Titel „Zug(un)glück“ trägt. Aber alle, die vorigen Samstag an der Unfallstelle in Freidorf an der Laßnitz (Frauental an der Laßnitz, Bezirk Deutschlandsberg) im Einsatz waren – und das waren viele: Rotes Kreuz, Feuerwehr, Polizei –, waren sich einig: Dass jemand diesen Unfall überlebt hat, grenzt an einer Wunder.

Oder ist schlichtweg eins.

Es war gegen 19 Uhr. Marcel M. (20) aus Hohlbach (Bad Schwanberg) war auf der Heimfahrt von der Arbeit. Er ist kaufmännischer Angestellter, war früher bei einem Supermarkt in Deutschlandsberg angestellt – seit einigen Wochen arbeitet er in einer Filiale derselben Kette in Preding. Die Strecke kennt er, den unbeschrankten, aber mit einer Lichtanlage gesicherten Bahnübergang auch.

Doch die Sonne stand tief, blendete, erzählt er. „Ich schaue immer auf die Ampel normalerweise, aber weil mich die Sonne so geblendet hat, habe ich es nicht gesehen, dass sie rot ist. Und darum bin ich nicht stehen geblieben.“ Und dann war sie auch schon da, die GKB-Garnitur Richtung Eibiswald.

Was ihm in diesem Augenblick durch den Kopf gegangen ist? „Ich hab nicht gewusst, was ich denken soll, es ist so schnell gegangen. Ich weiß, er hat mich ewig lang mitgeschleift – dann bin ich ausgestiegen und hab erst realisiert, was passiert ist, dass das ein Zug war.“

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Danke für Ihr Verständnis.

petera
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Da hatte der Marcel ziemliches Massl.

Das nächste Mal bitte stehen bleiben, wenn man sich nicht sicher ist. Der Zug bleibt nie stehen ;-)

gildaheubrandner
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Und die anderen?

Auch ich habe mir gedacht: wie geht's wohl dem Lokführer und den Zugfahrgästen?! Es freut mich, dass der Lenker so glimpflich davongekommen ist, aber... ein paar Sätze zu den unschuldig Beteiligten fehlen!

homerjsimpson
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Aus so einer Sache eine rührselige Geschichte zu machen....

... ohne an die Betroffenen zu denken (und er ist "Verursacher", nicht Betroffener). Versteh ich nicht....

homerjsimpson
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Er hat eine Ampel einfach ignoriert. Und damit Leben gefährdet.

Seines, das des Zuglenkers (Trauma) und das der Fahrgäste (Sturzverletzungen bei Bremsung). Wieso wird das im Artikel überhaupt nicht angesprochen? Wenn ich bei einer Ampel nicht sehe, ob rot ist, muss ich stehen bleiben und mir Übersicht verschaffen. Ende. Er trägt da die volle Schuld, und ja er kann froh sein dass er noch lebt und dass "nur" Sachschaden entstanden ist.

DearReaders
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Übersehen,

nicht ignoriert. Ja, rechtlich ist die Sache eindeutig. Aber derartiges kann jedem passieren, mit allen Konsequenzen. Vielleicht ist das ein Weckruf für viele, für den Betroffenen auf jeden Fall!

homerjsimpson
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Er sagt "übersehen".... reine Schutzbehauptung.

Wenn ich zu einer Ampel schaue (immer wie er meint), und ich sehe nicht ob rot ist, dann muss ich stehen bleiben. Ein Zug ist auch schwer zu übersehen, im Übrigen. Also wie viel kann er wirklich geschaut haben?

petera
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Einschränkend muss man sagen,

dass der Zug an diesem Übergang wirklich sehr schwer zu sehen ist, da er in einem spitzen Winkel hinter Häusern daher kommt.

Aber nichts desto trotz - wenn die Sonne tief steht muss man notfalls stehen bleiben, statt zu hoffen, dass eh nichts daher kommt.