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Pro und KontraSoll man die Almen sperren?

Heuer mehr als je zuvor wollen die Menschen hinauf auf die Almen. Die Nutzungskonflikte zwischen Bauern und Besuchern nehmen zu. Genügen die Verhaltensregeln oder braucht es Betretungsverbote, zumindest zeitweise?

 Kühe und Wanderer - haben beide auf der Alm Platz?
Kühe und Wanderer - haben beide auf der Alm Platz? © APA/BARBARA GINDL
 

PRO

Besuchern der Almen ist gar nicht bewusst, dass sie unentgeltlich fremden Grund in Anspruch nehmen. Die ausgeschilderten Verhaltensregeln sind gut gemeint, aber wirkungslos. Deshalb ist temporäres Absperren notwendig, meint Franz Bergler, Alminspektor in der Steiermark.

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Danke für Ihr Verständnis.

ma12
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HaHa

.. und vor allem Großstädter, die glauben die Viecher sind für sie zum streicheln auf den Berg gebracht. Diese Komiker wundern sich sicher, dass die Kühe nicht lila sind.

Willi128
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Die Aussage

" Die Bewirtschaftung der Almen ist die Grundlage für eine einzigartige Symbiose zwischen Tourismus und Landwirtschaft." stimmt meiner Meinung nicht ganz. Die Bewirtschaftung der Almen ist in 1. Linie Grundlage für die Landwirtschaft und erst in 2. Linie Grundlage für den Tourismus, denn für Touristen ist die Alm nicht Lebensgrundlage und er ist "Gast" auf fremdem Eigentum und er sollte sich auch wie ein "Gast" benehmen. Schuldzuweisungen gegenüber Besitzern von Tieren = Gastgebern erscheinen mir mehr als fragwürdig und eine Herabwürdigung des Gastgebers "Bauern".

SoundofThunder
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Überall Schilder aufstellen:

Betreten auf eigene Gefahr! Der Landwirt haftet nicht für eventuelle Schäden und Verletzungen.Wer das Schild passiert stimmt dem Haftungsausschluss zu!

FB4
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Warum

soll ich, der seit Jahren mit Hunden auf die Alm geht, nie Probleme hatte, sich immer entsprechend verhielt, jetzt nicht mehr auf die Alm gehen dürfen.
Vielleicht sollten wir darüber nachdenken ob unsere so hoch geschätzte liberale Erziehung doch so ganz richtig ist, bzw. ob wir geistig in der Lage sind damit umzugehen.
Sollte sich jeder selbst beantworten!!! Wenn’s halt geht.
Vielleicht shauen wir uns nur einmal den derzeitigen Zustand der Welt an, ist das normal????
Richtig ist nur „was ich für richtig erachte“
Nachdenken, auch wenn’s schwer fällt!!!!!!

Patriot
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@FB4: Selbst beantworten funktioniert vielfach leider nicht!

Dazu würde man Hirn benötigen. Das fehlt aber vielfach!
Dumme Menschen müssen Angst vor Strafe haben. Nur das funktioniert!

FB4
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Leider

ist das so und der Beweis wird jeden Tag aufs Neue geliefert.

langsamdenker
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Auf den Straßen stehen so Taferln mit Zahlen drauf

die haben ja auch einen Sinn. Aber die werden offenbar nicht einmal gelesen.

Wenn die menschliche Intelligenz es nicht zulässt sich in der "Natur" so zu bewegen, dass es ohne Katastrophen abgeht, dann hat die menschliche Intelligenz dort auch nix verloren.
Auf den Straßen funktionierts auch nur deswegen halbwegs, weil gestraft wird und weil die heutigen Autos die Insassen mit technischer Intelligenz vor der menschlichen "Intelligenz" schützen.

pesosope
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Was hier scheinbar viele Poster vergessen und die Landwirte gerne beiseite schieben

Almen befinden sich nicht im Besitz von Landwirten, sie gehören niemanden (oder dem Staat bzw. der Allgemeinheit wenn man so will) und sind auch nicht zu kaufen oder zu verkaufen. Das es immer wieder 1 Prozent dumme Menschen gibt, die dort Unsinn machen, ist klar, aber warum sollen 99 Prozent dafür die Konsequenzen tragen

Kathrin1009
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@pesosope

Puh, das tut schon fast weh so einen Blödsinn zu lesen. Almen sind im Privatbesitz, nur weil das Betreten erlaubt ist, handelt es sich nicht um Allgemeingut. Bitte ein bissl nachdenken bevor man so einen Unsinn von sich gibt.

pesosope
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Kathrin

Ich mach Ihnen einen Vorschlag, weil Sie das ja so genau wissen: Sie versuchen eine Alm zu kaufen oder Sie ermitteln einen Landwirt, der seine Alm verkaufen kann
Sollten Sie da etwas finden, seien Sie sicher, ich kaufe, und Sie bekommen eine Provision

Kathrin1009
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Bitte einfach googeln

Mehr als 2/3 der Almen sind im Privatbesitz. Dass sie keine zum Kauf finden hat damit rein gar nichts zu tun.....

langsamdenker
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Falls einmal auf eine Alm wandern pesosope

Sie irren sich bei den Besitzern KOMPLETT. Vergessens das mit "Staat bzw. der Allgemeinheit"

Guckst du almwirtschaft.com - da werden Sie geholfen

crawler
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Sollte man sich

nicht besser informieren bevor man solche Behauptungen aufstellt?

tannenbaum
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Die

meisten Almen befinden sich in Besitz der Bundesforste, und damit dem Steuerzahler, wenn’s auch vielen nicht passt! Die Bauern und Agrargemeinschaften glauben nur, die Almen gehören ihnen, weil sie die Weiderechte haben! Wenn Erzherzog Johann noch leben würde, würde er die Nützungsrechte in erster Linie den Mountainbikern und Schifahrer zusprechen und erst nachrangig der Beweidung! Der Unfug, dass der Bauer für Unfälle haftet gehört natürlich abgeschafft!

migs
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.

Weiss nicht wo sie das her haben - unserer Agrargemeinschaft gehört die Alm sehr wohl !!! siehe Grundbuchsauszug - das heisst Eigentümer sind die Mitglieder der Agrargemeinschaft und sonst niemand !!!

pesosope
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migs

das mag stimmen, aber ihr dürft dort nichts verkaufen, müsst das Wegerecht aufrecht erhalten, müsst alles hegen und pflegen und, was wohl der wichtigste Punkt ist, ihr habt (es gibt natürlich Ausnahmen) für das Grundstück nichts bezahlen müssen oder irre ich mich da?

jaenner61
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oh tannenbaum oh tannenbaum

was glauben sie, wie lange es die almen noch in dieser form geben würde, wenn nicht die bauern eben auch durch die von ihnen kritisierte beweidung dafür sorgen würden, dass das so ist! binnen weniger jahre würden die almen zuwachsen, also bitte erst informieren und dann sprechen bzw schreiben.

pesosope
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crawler

über was informieren?
Noch einmal, damit Sie es vielleicht verstehen, die Almen gehören nicht den Bauern, sondern überwiegend dem Staat (Bundesforste, Alpenverein usw.) Österreich!!!!
Und jene Gebiete, die den Bauern "gehören" (zugeordnet sind, denn gekauft hat sie ja kein Landwirt) unterliegen ganz klarer, gesetzlicher Vorgaben und darunter auch die Wegefreiheit!
Und falls Sie das noch immer nicht verstehen, dann empfehle ich Ihnen sich vorzustellen, dass jemand zB den Schöckl als sein Eigentum betrachtet und keinen Menschen mehr rauflässt

Kathrin1009
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Abgesehen davon pesosope

dass sie falsch informiert sind, ist es auch völlig egal wer der Eigentümer ist, niemand will die Haftung für das fahrlässige Verhalten von Menschen übernehmen, die ohne Sinn und Verstand auf seinem Grund herumrennen.
Haben Sie mittlerweile erkannt dass ihre Ansicht einfach falsch ist?

pesosope
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Kathrin

nein, es ist nicht völlig egal, denn wenn jemand Besitzer ist, dann haftet er auch für die Unfälle auf seinem Grund und Boden. Wenn Sie zB einen Hund auf Ihrem Grundstück haben, wo ein Wegerecht besteht - und das ist ja auf allen Almen gesetzmäßig seit 1976 festgelegt - dann haften Sie voll, wenn dieser Hund jemanden verletzt oder Sie können nachweisen, dass sicher verwahrt war und selbst dann werden Sie mithaften.

reschal
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Besitzverhältnisse

18% sind in öffentlichem Besitz (15% Bundesforste, 2% Landesforste, 1% Gemeindewälder), der Rest ist Privatbesitz!

pesosope
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reschal

das ist ja der Irrtum in Österreich. Diese rund 60% Privatbesitz (natürlich gibt es darunter auch einige Ausnahmen) wurden nie vom jeweiligen Landwirt gekauft oder per Grundbuch übernommen, sie wurden meines Wissens nach nur zur Nutzung mit Auflagen (zb Wegerecht) übergeben. Und da ist schon ein riesengroßer Unterschied

migs
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nochmal auch für "pesosope" - die Eigentumsverhältnisse sind sehr wohl im Grundbuch geregelt...

.

Kathrin1009
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Was ist denn ihre Intention?

Privateigentum anderer wollen sie nicht akzeptieren, haften soll bitte wer anders für den Blödsinn den sie veranstalten, mich wundert ja nichts mehr. Ich hoffe ich bleibe vor realen Begegnungen mit ihnen verschont. Sie sind schlicht im Unrecht - auch wenn sie es mich kapieren.

pesosope
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Kathrin

habe ich irgendwo geschrieben, dass ich Privateigentum nicht akzeptiere? Habe ich irgendwo etwas über Haftungen geschrieben?
Wenn Sie richtig lesen könnten, dann würden Sie erkennen, dass es mir nur um das gesetzliche Wegerecht auf Almen geht und es nicht sein kann, dass 99% für die Dummheit (oder vielleicht auch das Pech) von 1% der Wanderer büßen sollen. Und, mir ist es auch darum gegangen, dass die Almen den Landwirten nicht im klassischen Sinn gehören, weil sie ja nie gekauft, sondern "nur" zur Bewirtschaftung übergeben wurden und ihnen daher auch keine Entscheidung über die Nutzung obliegt. Ich glaube zu erkennen, dass Sie eine Landwirtin sind und, wie so viele andere auch, keinen Sinn mehr für das tatsächliche Recht haben und nur mehr die eigene Berufung als Maß aller Dinge sehen

Patriot
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Eigenverantwortung kannst vergessen!

Dazu bräuchte es Menschen, die ein Hirn haben.
Nur mit saftigen Strafen ist den Idioten, nicht nur auf der Alm, beizukommen!

Shiba1
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...Gerade die jüngste Tik Tok Challenge,

oder dass Eltern ihre Kinder auf Kühe setzen, zeigt nicht, dass mehr Information nötig ist; die gibt es ja. Es zeigt, wie vertrott...t die Leute sind und dass nichts anderes als zeitweilige Sperren helfen - kombiniert mit kräftigen Strafen.

helmutmayr
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Das wäre einfach zu regel

Nicht der Bauer haftet sondern der Wanderer ist für sich selbst verantwortlich. Damit wäre die Sache einfach. Wer den Kühen zu Nahe kommt oder diese gar reizt, der kann eben niedergetrampelt werden. Almrisiko das jeder selber in der Hand hat.

mobile49
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um das eigene haus bauen sie hohe zäune

aber die grundstücke fremder menschen werden nicht respektiert.
dann kommt man auch noch mit "förderung"!
ich wäre neugierig, wieviele menschen "keine" förderung für irgendetwas beansprucht haben.
ausserdem, lassen alle "geförderten" jeden X-beliebigen ihre "geförderten"güter betrampeln?
sicher nicht, aber andere sollen sich das bieten lassen?

ich habe übrigens noch nie eine förderung beantragt!
auch mein grundstück ist nicht eingezäunt, aber ich respektiere den besitz anderer trotzdem!
nur um etwaigen verdächtigungen entgegenzutreten!

berndhoedl
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man ist schon immer auf Berge gegangen

und es hat immer funktioniert, nur in der heutigen Zeit eben nicht.
Deswegen trotzdem die Almen nicht sperren, aber ganz einfach unbelehrbare Idioten ausforschen und scharf bestrafen.
Es gibt ja ohnehin als Beweisführung social media Bilder, welche die Trotteln ja unentwegt posten müssen.
Also harte Strafen aussprechen und Basta.
Aber nicht nur 100 Euro - gleich einmal Einkommensangepasst die Höhe die richtig wehtut.

Zuckerpuppe1978
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Das Problem ist nicht die Beweisführung,

sondern die Rechtsunsicherheit.
Nach dem OGH Urteil verklagt jeder den armen Bauern, der ja nix dafür kann, dass da zwei Rindviecher auf freier Wiese sich treffen. Das Nutztier reagiert eben nicht logisch, aber der Wandersmann auch nicht. Da Gewinnt halt der Stärkere, weil schlauer ist keiner von den Beiden.

Marmorkuchen1649
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Es wird leider..

Betretungsverbote geben müssen, da viele Menschen den Almtieren nicht mit dem entsprechenden Respekt begegnen.

vati60
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Almen für jedermann

Es müssen keine Verbote ausgesprochen werden. Wer auf eine Alm geht muß dass auf eigene Gefahr machen. Wenn einer einen Klettersteig besteigt macht er dass auch auf eigene Gefahr.

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