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Prozess verloren, 460.000 Euro wegBetrogener Sparer verklagt die Republik Österreich

Ein Grazer verlor 460.000 Euro, weil sein Bankberater das Geld heimlich verspekulierte. Den Schadenersatzprozess gegen die Bank und eine Klage gegen seinen Anwalt hat er verloren. Nun folgt Menschenrechts-Beschwerde gegen Justiz.

Horst Raggam © Simon Möstl
 

Der unglaubliche Fall jenes Sparers, der durch einen Bankangestellten um sein Vermögen gebracht wurde, beschäftigt weiter auf vielen Ebenen die Justiz. Jüngster Akt: Der Betrogene - es handelt sich um den Pensionisten Horst Raggam aus Graz - hat beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg Beschwerde gegen Österreich eingebracht. Er klagt sein Recht auf „persönliche Anhörung“ ein. Diese sei ihm vom Obersten Gerichtshof (OGH) in einem Revisionsverfahren verweigert worden.

Kommentare (11)

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Ichweissetwas
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unterm Kopfpolster...

wäre sicherer gewesen, als bei irgendeiner Bank!

jg4186
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„freie Hand“

Sehr Schade für den Herrn Raggam, er hat offensichtlich viel Geld verloren.
Nur: Wenn er seinem Betreuer „freie Hand“ gelassen hat, muss man auch zur Kenntnis nehmen, dass dies passieren kann. Alle wollen immer nur gewinnen mit Spekulationen - wenn man veliert, ist es die große Katastrophe.
Wer hätte wen verklagt, wenn Hr. Raggam viel Geld gewonnen hätte durch das Geschick seines Betreuers - wer hätte diesen Gewinn dann bezahlt? Was ist gerecht bei Spekulationen?

Mein Graz
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@jg4186

Naja, es ist schon sehr eigenartig:
Der ehemalige Mitarbeiter gibt alles zu und wird verurteilt.
Die Bank behauptet etwas anderes als der ehemalige MA und bekommt Recht, obwohl auch der Betroffene stets bekannt gibt, dem MA keine "freie Hand" gegeben zu haben - und für den angeblichen mündlichen Vertrag wird es keine Zeugen geben.

Griesson
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Tja, die Volksbank...

... hat die nicht erst vor einigen Jahren selbst zig tausende Menschen mit diesen Partizipationsscheinen in die Irre geführt und deren Einlagen zum Davonvliegen gebracht? Mit V wie Vlügeln.

Nichtmal die FMA hat seinerzeit Einwände oder Strafen ausgesprochen. Pfui!

wieringer
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Rechtsstreit

Herr Raggam tut mir sehr leid. Man braucht sehr starke Nerven um gegen eine Institution zu klagen. Meistens zieht man den Kürzeren, als normaler Staatsbürger. Er hat sein Leben lang gespart und dann soetwas. Furchtbar.

Pelikan22
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Und da streit ma in a n Untersuchungsausschuss ....

und den einfa chen Bürger lässt man im Regen stehen. A Sauerei von unserer Justiz!

Zuckerpuppe1978
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Gerechtigkeit

... hat in Österreich/EU wenig mit Recht zu tun.
Ein Bauer muss lebenslang eine Rente für einen "Kuhunfall" bezahlen.
Eine Vergewaltigung einer alten Frau durch Migranten wurde als LEICHTE Körperverletzung eingestuft.
Österreich soll als Hochsteuerland und Nettozahler schon wieder zur Kassa gebeten werden. Schuldenunion wird es in der EU nicht geben.
Österreichs Politikspitze gibt auf geltende Gesetze (Coronalregeln) allgemein recht wenig, aber Bettler und Bürger werden mit voller Härte abgestraft.
Meinungsfreiheit wird mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln verhindern versucht.
Pensionsantrittsalter ist Geschlechterspezifisch
Wehr - bzw. Zivildienst ist Geschlechterspezifisch
Verdienst ist Geschlechterspezifisch
Sozialsystem: OGK darf alle Migranten versorgen; die anderen Kassen nicht. Der Bürger darf sich keine Versicherung nicht aussuchen - Verzerrung des Wettbewerbs und damit Übervorteilung der Allgemeinheit.
Frauen- u. kein Männerministerium (Geschlechterabhängige Ministerien)
Quoten- nicht Qualifikationsbesetzung
Nutztiere sind Dinge vor dem Gesetz keine Lebewesen.
Privateigentum wird per Gesetz Reglementiert?
...
Da könnte man den ganze Tag weitermachen.
Damit tut mir dieser Mitbürger sehr leid, aber das wird an der Tatsache nichts ändern, dass er leider ein Österreicher ist und damit keine Gerechtigkeit erlangen wird können.
Eine Bank im Anstand hätte das einfach bezahlt. Heutzutage wird man schon von seiner Hausbank bestohlen und darf nur mehr Danke sagen.

zweigerl
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Casino-Kapitalismus

Ist es das Österreichersein? Es gab schon Urteile zugunsten von Casino-Losern, die ihren Einsatz wegen einer eigenen "Persönlichkeitsstörung" zurückgefordert haben. Geht's noch? Der verlotterte Casino-Kapitalismus mit seinen unmoralischen Gewinnmargen betrifft wohl auch diese "freie Hand"-Vereinbarung. Der bedauernswerte Bankkunde ist Opfer eines Systems, und der beherzte Menschenrechtsgerichtshofpetent (womit EU-Einrichtungen alles befasst werden!) dürfte diesen letzten verzweifelten Versuch auch nicht kostenlos machen.

MoritzderKater
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@Zuckerpuppe...

Danke für die Auflistung und es ist erschreckend, was da alles zusammenkommt.
Selbst, wenn man in keinem der Fälle betroffen ist, denkt man gar nicht wie ungerecht dieses Leben hier in Österreich ist.
Eines der (angeblich) reichsten !!!! Länder und geht mit Recht so schändlich um :-(((

Trieblhe
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@Zuckerpuppe

Ich meine auch, eine Bank mit Anstand hätte das einfach bezahlt.

Sam125
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Zuckerpuppe1978

Danke endlich spricht jemand Klartext! Gut gemacht und ja,man könnte auch noch eine lange Liste der Ungleichheiten und der gegenseitigen Diskrimnierung von Frauen und Männern anfertigen! Und da werden die Männer durch das NEUE GENDERN auf einmal diskriminiert! Daher auch eine Bitte hört endlich wieder mit dem unseeligen und Sprache verschandelten GENDERN auf!!