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Vorwurf der IG-MilchEnnstal Milch soll Marktstellung missbrauchen

Der Milchbauern-Verein IG-Milch wirft der steirischen Molkerei Ennstal Milch KG vor, ihre marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen um den Wettbewerb durch Direktvermarktung auszuschalten. Dagegen wollen sich die Milchbauern nun mit einer neuerlichen Anzeige bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) und beim Kartellgericht wehren.

Ennstal Milch © photoinstyle/Masser
 

Schwere Vorwürfe gegen die Ennstal Milch KG: Die IG-Milch, eine österreichweit tätige Interessensgemeinschaft von Milchbauern, wirft der obersteirische Molkerei vor, dass sie ihre marktbeherrschende Stellung missbrauche und ihren Wettbewerb durch Direktvermarktung ausschalte. Ennstal Milch wird neuerlich bei der BWB und beim Kartellgericht angezeigt.

Stein des Anstoßes ist ein Rundschreiben der Ennstal Milch, in dem den Milchbauern Preisabschläge angedroht werden, wenn die von ihnen angelieferten Milchmengen zu stark von den vereinbarten Mengen abweichen.

Konkret heißt es in dem Rundschreiben unter anderem:

  1. "Regelmäßigkeit der Anlieferung: Anlieferungen in einem Monat unter 50 % der Höchstanlieferung des entsprechenden Monats werden als Unregelmäßigkeit eingestuft. In solchen Fällen wird ein Abzug von 5 ct/kg auf die gesamte Monatsmenge durchgeführt.
  2. Höchstmenge für die Direktvermarktung: Es dürfen max. 60.000 kg Milch (ab 80.000 kg Maßnahmen) verarbeitet werden. Wird diese Höchstmenge überschritten erfolgt als Maßnahme ein Abzug von 10 ct/kg auf die gesamte Jahresmenge (wurde bereits ein Abzug für unregelmäßige Lieferung einbehalten wird dieser gegenverrechnet). Auch die Feststellung der verarbeiteten Milchmenge wird gemeinsam durch die Hofberater mit dem Lieferanten getroffen. ..."

Laut IG-Milch-Obmann Ewald Grünzweil und Ernst Halbmayr, Projektleiter von "A faire Milch", stellt sich die Ennstal Milch durch diese Anforderungen, die mit 1. Oktober in Kraft treten sollen, aktiv gegen Direktvermarkter. Durch die Anzeige wolle man eine Klärung herbeiführen, ob die Vorgangsweise der Ennstal Milch rechtlich zulässig sei, erklärten sie heute (Mittwoch) bei einem Pressegespräch in Wien.

Wenn diese neuen Regelungen rechtskonform wären, könnten sie auch von anderen Molkereien übernommen werden, befürchtet die IG-Milch. Ennstal Milch hat 700 Zulieferer, darunter 15 Direktvermarkter, von denen keiner von der 60.000-kg-Milch-Marke betroffen sei, sagen die Milchbauern.

Ein Vollerwerbsbauer liefert zwischen 200.000 und 300.000 Liter pro Jahr. Nur rund 20 Prozent dürfen der neuen Regelung zufolge für Direktvermarktung verwendet werden. Dabei steige die Kundennachfrage nach regionalen Produkten und Direktvermarktung, sagte Halbmayr.

"Hier geht es nicht um einen wirtschaftlichen Gewinn, sondern Demütigung und Strafe." Durch diese Regelungen solle Wettbewerb verhindert und ausgeschaltet werden, so der Projektleiter von "A faire Milch". Von der Ennstal Milch gab es auf APA-Anfrage vorerst keine Stellungnahme.

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kritiker47
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Fragen Sie einmal

jene Milchbauern, die durch die IG-Milch sehr viel Geld verloren haben, was sie von Günzweil und Halbmayr jetzt noch halten. So ein Ablenkungsmanöver von eigenen Fehlleistungen ist schon sehr bemerkenswert.

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Rick Deckard
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schwedische Studie mit 60.000 Frauen

und 40.000 Männern über 20 Jahre: ab 3 Gläsern Milch bzw Milchprodukten hat man ein eklatant erhöhtes Risiko für Brust bzw Prostatakrebs. Ach ja - ganz wichtig: Das Osteoporoserisiko ...Harvard hat 12 Jahre lang 75.000 Frauen untersucht. Je mehr Milch - umso höher war das Knochenbruch und Osteoporoserisiko. Unsere Milchlobby wird das irgendwann zugeben müssen - zur Zeit wehren sie sich noch mit Händen und Füßen.

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alsoalso
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@Rick Deckard : Bei der Milch und den daraus gemachten produkten gibt es riesige Unterschiede

Vom Kaukasus bis ins Lötschental in der Schweiz lebte man Jahrtausende nur von Rohmilch (unbehandelter Milch) und daraus gemachten Produkten wie Sauerrahmbutter, Sauermilch, Topfen, Käse Joghurt etc. …. die Menschen wurden ohne Arzt 100 Jahre alt und hatten keine Zivilisationskrankheiten oder Zahnausfall. Der Beitrag hier handelt aber von einem ganz anderen Problem: die bauerneigene Genossenschaft will seinen Mitgliedern die Direktvermarktung verbieten !

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killvandsch
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Wenn man will

Kann man alles schlecht achten.
Was ist mit Zucker, Alkohol, Weizen, Palmöl........

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Rick Deckard
3
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Die Dosis

macht das Gift...

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