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Versorgung alter Menschen"Wir haben den Tod zur Diagnose gemacht"

Die Mediziner Rudolf Likar und Georg Pinter im Gespräch: Warum Therapien in den letzten Stunden oft mehr Leid als Linderung bringen und warum heute kein Mensch mehr gesund ist.

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Georg Pinter, Rudolf Likar
Georg Pinter, Rudolf Likar © Helge Bauer
 

Studien zeigen: Ein hoher Anteil der Maßnahmen, die man in den letzten Tagen und Stunden zur Lebensverlängerung bei multimorbiden Menschen unternimmt, sind nicht notwendig, sondern führen nur zu einer Verlängerung von Leid. Das war ein Ausgangspunkt für Ihr Praxisbuch „Ethische Herausforderungen des Alters“. Was fehlt in der Versorgung alter Menschen in deren letzten Stunden?
RUDOLF LIKAR: Die Herausforderungen an die Intensivmedizin heute sind nicht mehr, was wir tun können, sondern wo sind die Grenzen und wo nehmen wir uns zurück, weil wir in bestimmten Fällen praktisch keine Selbstbestimmtheit der Patienten und keine Verbesserung der Lebensqualität erlangen können.
GEORG PINTER: Ärzte setzen die Überlebenszeit ihrer Patienten oft viel zu lange an. Das geschieht aufgrund der emotionalen Bindung zu Patienten auf der einen Seite und auf der anderen Seite geht es darum, was wir nicht gelernt haben: Zu erkennen und zu akzeptieren, dass der Weg unweigerlich an das Ende führt. Für einen Arzt, der zur Heilung beitragen soll, kann das schwierig sein. Da gibt es Versagensängste und das Nichtbeschäftigen mit der eigenen Endlichkeit.

Kommentare (7)

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buko
0
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Mobile49

Sie haben 1000prozentig recht

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wahrheitverpflichtet
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und alle wissen es!

was angeht in den Krankenhäusern und Pflegeheimen! NIRGENDS GIBT ES DIE ZEIT sich in ruhe zu einen Patienten zu setzen und in zu begleiten! IN DEN PFLEGEHÄUSERN sollten Spezialisten innen sogenannte Ärzte innen es machen mit einer diplomierten medizinischen Krankenschwester die geschult sein müssen, jedoch werden die diplomierten medizinischen Fachkraft als Pflegehelfer innen eingesetzt so spart man sich eine Pflegehelfer kraft in dienst, das Fachpersonal diplomierte medizinische Fachkraft hat man von seiten der Kärntner Landesregierung ja ab geschafft in dem man die jahrzehntelange Ausbildung die sich fachlich ausgezeichnet bewert hat in die Fachhochschulen hinauf gehoben ohne zu bedenken das die Jahre lange Praxis Ausbildung der diplomierten medizinischen Fachkraft wertvoll und notwendig ist jetzt steht man da weil man keine diplomierten medizinischen Fachkräfte mehr nach bekommt es gehört jedoch mehr dazu als nur ein buch auswendig zu können! WER WILL DEN NOCH IN EINEN BERUF ARBEITEN DER SO FORDERND IST JEDOCH SO WAS VON UNTERBEZAHLT UND ZEIT AUFWENDIG WIE DIE PFLEGE IN DEN PRIVATEN HEIMEN DAS PERSONAL WIRT GEMOBBT UND AUSGEBEUTET IM MOBILIEN GILT DAS GLEICHE! zu den Ärzten bzw prima usw ihr seit ja diejenigen die dieses System mittragen den wenn ihr als Primar euch hinstellen würdet und mehr personal in der pflege fordern würdet dann würde das System in den Krankenhäusern anders ausschauen in der Gerontologie! VERDIENEN TUT IHR JA AUCH DOPPELT ÄRZTE

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Amadeus005
8
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Alles wissen es

Und trotzdem schieben die ihre Eltern in Pflegeheime, weil sie sich mit Geld vom sozialen Gewissen freikaufen und einfach ihr Leben haben wollen. Ohne Kinder und ohne Eltern. Aber was man nicht vorlebt werden die eigenen Kinder nicht anders machen. - Einfach zum Nachdenken.

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walterkaernten
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Krank bzw sterben

Die beiden ärzte haben VOLLKOMMEN recht.
Gut, dass beide offen die Problematik ansprechen.

Anzufügen wäre noch, dass in ÖSTERREICH JEDER ab 16 eine patientenverfügung machen kann.
Es wird damit nicht alles gelöst, aber viel leid könnte verhindert werden.
Damit würde JEDER von ÄRZTEN und VERWANDTEN druck nehmen eine schwierige entscheidung machen zu müssen.

Somit ist JEDER selber verantwortlich wenn er einen langen sterbeprozess durchmachen muss.

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wahrheitverpflichtet
2
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und alle wissen es!

SAS DIESE PROBLEMATIK NICHT ERST GESTERN ENDSTANDEN IST SONDERN seit Jahrzehnten so ist wie sie ist, mit den bau des neuen Krankenhauses in Klagenfurt hat man gemeint man wirt sich Millionen ersparen wenn man alles die sogenannten Pflegewissenschaftler innen machen lest bei der Planung die kommen so zu sagen von der uni und haben von der eigentlichen pflege nur von hör sagen eine Ahnung! DIE KOMMEN DAN N UND SCHREIBEN DIE PFLEGEPROZESSE VOR WIE WAS SEIN MUSS DAS MAN DIES ODER DAS SPART; NUR DER PATIENT IST KEINE Maschinen WO MAN EINEN ABLAUF EINPLANEN KANN; IN KLINIKUM KLAGENFURT HABEN SIE OFT EIN Chaos DAS EINEN SCHLECHT WIRT DANN SIEHT MAN DIE HOCHBETAGTEN SENIOREN STUNDENLANG WARTEN OH FR SOWIE SO BITTE ZURÜCK ZUR ANMELDUNG DEN STRICH ENTLANG SIE MÜSSEN JETZT noch zu der Untersuchung usw die genervten Ärzte scheinen an manchen Stadionen so überreizt das man sich wünscht gar nicht erst hinein zu gehen, und von den Pflegefehlern bzw Behandlungsfehlern in den Häusern brauchen wir erst gar nicht zu schreiben was da abgeht einen freund von mir musste man den Fuß abnehmen zuerst war nur ein Dekubitus der unbehandelt blieb dann 2 Jahre einen offenen Fuß dann 3 Monate nichts und dann Abnahme alles wollten sie vertuschen bzw den Patienten in die schuhe schieben sie haben nur das Pech das mein freund freunde hat die geschult sind und das er einen anwalt bekam der sich seines Falles annahm nur was hat er von den Geld jetzt ist er ein invalide!

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gm72
1
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Sehr schöner, treffender Beitrag!

Danke!

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mobile49
3
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ich kann jedem wort meine vollste zustimmung geben .

90jährigen wird vorgeschrieben , was sie zu essen haben. lieblingsspeisen sind verpönt-diabetesgefahr! aber es weiß kein mensch , wie hoch der normalzuckerspiegel eines 90jährigen ist-in höherem alter benötigt das gehirn mehr zucker ,um ausreichend leistung zu bringen ,das wird nicht berücksichtigt.
ihnen wird automatisch regelmäßig blut abgezapft -für das gute gefühl des arztes und der angehörigen ?
ich würde ganz sicher mit über 80J. nicht mehr wissen wollen , wie meine blutwerte sind .
ich will es nicht einmal derzeit wissen , nicht weil ich realitätsverweigein bin , sondern weil ich weiß , dass man in meinem alter so seine wehwehchen hat , die auch durch befunde nicht besser werden können

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