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Steirer des TagesNach 23 Jahren Berufserfahrung wieder ein "Frischling"

Norbert Oberhauser (46) meldet sich heute erstmals aus dem „Studio 2“. Nach 23 Jahren bei den „Privaten“ kehrt er damit zum ORF zurück.

Norbert Oberhauser © ORF
 

Seit Norbert Oberhauser sein Berufsziel gewechselt hat, läuft es wesentlich besser. „Not Interested“ war der Name seiner Band, mit dem er damals Popstar werden wollte. „Genau das war leider die Antwort der Plattenfirmen: kein Interesse“, kann der 46-Jährige heute darüber lachen. Dabei war er nach der Matura gar nach London gezogen, um seine Musikkarriere zu starten.

Obwohl er seinem Vater - Pert Oberhauser war lange Zeit Unterhaltungschef beim ORF Steiermark - eigentlich nicht in die Medien folgen wollte, landete er nach dem England-Trip zuerst bei RMI, dann bei Radio Steiermark.

Und dort landet er gleich beim zweiten Pressetermin den ersten Coup: Durch Zufall hört er einen Banker über die Rettung eines Unternehmens am Telefon reden. Er ist frech genug, nachzufragen. Und hat seine erste Exklusivstory. Es geht um die Konsum-Pleite, „am nächsten Tag machte ich schon meinen ersten ZiB-Beitrag“. Da habe er „richtig gelernt“ - „und alle Fehler gemacht, die man machen kann“.

Drei Jahre darauf beginnt die aufregende Gründungszeit der österreichischen Privatmedien. Als Pionier geht die Antenne Steiermark 1995 auf Sendung - der gebürtige Grazer ist als Gründungsmitglied dabei. Wie auch bei den Wiener Sendern 88.6 und Kronehit, bis es ihn 2004 zum Fernsehen zieht - beim neuen Sender Puls 4 ist er bald Allzweckwaffe, besonders mit dem Frühstücksformat „Café Puls“. 2016 verlässt er den Sender, konzentriert sich auf andere Projekte wie die Swing-Band „The Rats Are Back“ mit Volker Piesczek, Eric Papilaya und Pepe Schütz.

Verena Scheitz, Norbert Oberhauser, Birgit Fenderl und Martin Ferdiny präsentieren das neue ORF-2-Vorabendmagazin "Studio 2" Foto © ORF

Angebote von deutschen Privatsendern hat es in der Zwischenzeit durchaus gegeben, daraus wurde aber nichts. „Ich hatte mich schon damit abgefunden, nicht mehr als Moderator zu arbeiten“, erzählt er. „Und es wäre okay gewesen - ich habe eine fantastische Familie, zwei tolle Kinder.“ Trotzdem passiert es bald darauf doch: Der ORF ruft an. „Wir waren uns sehr schnell einig, ein paar Tage später ging schon die Aussendung hinaus“, erzählt Oberhauser.

Seitenblicke - Housewarming-Party im Studio 2

In der neuen Vorabend-Show „Studio 2“ (Premiere heute Montag um 17.30 Uhr, ORF 2) ist der Privatmedien-Routinier neben den bekannten ORF-Gesichtern Birgit Fenderl und Martin Ferdiny, Verena Scheitz wieder „der Frischling“, wie er sagt. Das neue Format liegt ihm aber sehr: „Das ist genau das, was ich immer machen wollte. Eine Wohlfühlsendung, die informiert und die Leute in den Abend hinein begleitet.“

Und wie ist es nun, nach 23 Privat-Jahren zum „großen Dampfer“ ORF zurückzukehren? „Ich wurde mit offenen Armen empfangen. Langsam fühle ich mich angekommen“, sagt Oberhauser. „Aber ich überlege nach wie vor noch drei Mal öfter, was ich genau sage.“

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