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Mit 12.000 Euro dotiertDas sind die neuen Forschungspreisträger des Landes

Die Forschungspreise gab es für Aufarbeitung der Jazzgeschichte von Graz, rasante Reaktionen im Mikroreaktor und leichtere Werkstoffe.

Christian Oliver Kappe mit LR Barbara Eibinger-Miedl und Vizerektor Peter Scherrer (rechts) © Uni Graz/Pichler
 

Die mit jeweils 12.000 Euro dotierten drei Forschungspreise des Landes Steiermark sind am Montag in Graz vergeben worden. Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) überreichte sie dem Jazzforscher Michael Kahr, dem Chemiker Christian Oliver Kappe und der Werkstoffspezialistin Svea Mayer.

Der Erzherzog-Johann-Forschungspreis des Landes ging an Michael Kahr, der am Institut für Jazzforschung an der Kunstuniversität Graz die Grazer Jazzgeschichte von 1965 bis 2015 aufgearbeitet hat. Die musikwissenschaftliche Auswertung von Schriftstücken, Tonträgern und Interviews mit Zeitzeugen habe zu einer ausführlichen Darstellung des Jazz als wesentlichen, international vernetzten Teil der Grazer Kulturgeschichte geführt, hieß es am Montag vonseiten des Wissenschaftsressorts des Landes.

Mikroreaktor

Den Forschungspreis des Landes erhielt Christian Oliver Kappe vom Institut für Chemie der Universität Graz. Der Experte am Gebiet der Flow-Chemie - eines innovativen Synthese-Verfahrens zur Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe - hat ein Verfahren und einen Mikroreaktor entwickelt, der das Treibhausgas Fluoroform (CHF3) zur Herstellung eines Arzneistoffs nachnutzen kann. Ein Grazer Hersteller von Laborinstrumenten und Prozessmesssystemen druckte den Reaktor mittels Metall-Laser-Sintern aus Stahlpulver.

Werkstoff für Airbus

Neue, noch leichtere Werkstoffe für Flugzeuge entwickelt die Leobener Assistenzprofessorin am Department Metallkunde und Werkstoffprüfung der Montanuniversität Leoben, Svea Mayer. Ihre Grundlagenforschung zu Hochtemperatur-Leichtbauwerkstoffen aus Titanaluminiden haben bereits zu einem marktfähigen Produkt geführt: Die sogenannte TNM-Legierung wurde für den Einsatz als Turbinenschaufelwerkstoff in einem umweltfreundlichen, sparsamen und leisen Triebwerk der neuesten Generation qualifiziert und befindet sich bereits im Einsatz im Airbus A320neo.

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