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Bäder-BilanzKann ein heißer August die ganze Saison retten?

Er hat alles andere als rosig begonnen, dieser Sommer - zumindest für die Bäder und Seen. Wir haben bei den steirischen Bäderbetreibern umgehört und sie um eine Zwischenblianz des Sommers gebeten.

Abtauchen! Mit der Hitze der vergangenen Tage kommen auch Badegäste wieder auf ihre Kosten © ballguide/Richard Großschädl
 

33,5 Grad am Donnerstag in Deutschlandsberg - das war der vorläufige Höhepunkt in diesem heißen August. Doch können zwei Wochen eine ganze Saison retten?

„Wir sind nicht unzufrieden“, meint der Bürgermeister von Stubenberg am See, Alexander Allmer. Immerhin: Der Juni war komplett ausgefallen, der Juli durchschnittlich - aber jetzt ist es endlich heiß. Und damit hinke man dem letzten Jahr nicht so sehr hinterher.

Mit dieser Bilanz steht Stubenberg nicht alleine da. „Juni und Juli waren nicht so berauschend“, erinnert sich Kurt Woitischek vom Freibad Murau: Die beiden Monate brachten ein Minus von bis zu 50 Prozent gegenüber 2017. Aufholen könne man diesen Verlust zwar nicht mehr. Aber immerhin. Derzeit lockt das Naturfreibad mit Wassertemperaturen um die 24/25 Grad. Was will man mehr.

Fotoserie: Die kühlsten Orte der Steiermark

Minus-Pol der Steiermark: In der Kältekammer im Kurhaus Bad Gleichenberg (getestet hier von den ÖSV-Skispringerinnen Katharina Keil, Jacqueline Seifriedsberger und Daniela Iraschko-Stolz) hat es minus 110 Grad Celsius

GEPA pictures/Daniel Götzhaber

Am Dachstein hat es im Sommer kaum mehr als 13 Grad, im Eispalast liegen die Temperaturen konstant um den Gefrierpunkt

APA/BARBARA GINDL

Konstant sind auch die Temperaturen in der Lurgrotte - 10 °C in Peggau, 9 °C in Semriach

Steiermark Tourismus/Gery Wolf

Die Grasslhöhle in Dürntal bei Weiz hat kühle 8 bis 9 °C zu bieten

Steiermark Tourismus/Gery Wolf

Der Käsestollen in Arzberg ist ebenfalls erfrischende 10 Grad kühl. Besucht werden kann er im Rahmen von Führungen:  www.stollenkaese.at

Steiermark Tourismus/Gery Wolf

Der Altausseer See ist dagegen bacherlwarm: Doch selbst 24 Grad können in Zeiten wie diesen eine echte Erfrischung sein

STG/IKARUS.CC/Tom Lamm

Im herrlich kühlen Feistritz-Wasser kann man am besten beim "Feistritz-Strand" in St. Johann bei Herberstein plantschen. Der Fluss kommt aus den Fischbacher Alpen mit knapp 18 Grad Wassertemperatur, aber im Staubereich erwärmt er sich um einige Grad und wird zur kühlenden Natur-Badewanne.

Wolfgang Höllerbauer

Im Gesäuse ist die Salza das möglicherweise kühlste Gewässer des Landes - sie ist nur 10 Grad frisch. Man springt man quasi in das Wasser, das am anderen Ende die Wiener aus der Leitung trinken. Das kommt aber freilich aus einer separaten Quelle.

WWW.STEFANLEITNER.COM

Auch der Grübelsee am Präbichl wäre ideal für eine richtige Abkühlung, speziell nach einer Wanderung: Er hat aktuell nur 18-19 Grad. Schwimmen gilt allerdings auf eigene Gefahr und Parkplätze sind direkt beim See nicht vorhanden.

Michael Weberberger

Mit 27,9 Grad vergleichsweise eine Badewanne, aber immer noch kühler als draußen: Landschaftsteiche beim Motorikpark Gamlitz

TV Gamlitz

Der Putterersee ist der wärmste Alpenmoorsee der Steiermark und liegt in Aigen/Ennstal auf einer Seehöhe von 665 m. Er wird ausschließlich aus unterirdischen Quellen gespeist. Aktuell lockt er mit angenehm-sommerlichen 25°C.

Armin Walcher

Schön schattig ist der Feistritztalradweg - jetzt in der Hitze ist es am schönsten, durch die schattige Stubenbergklamm zwischen dem Stubenbergsee und Anger zu radeln. Das Wasser hat dort nur rund 18 Grad und der Feistritztal-Radweg führt immer wieder an seichten Stellen vorbei, an denen man sich wunderbar erfrischen kann.

Wolfgang Weinhäupl

Für ein Bad bei 20 Grad im Sackwiesensee muss man erst  auf 1420 Meter Seehöhe steigen, er liegt im Hochschwabgebiet

HOCHSTEIERMARK/HEINZ TOPERCZER

Erfrischung für "Warmduscher" in Graz-Umgebung: Der Badesee der Well Welt Kumberg hat 27 Grad

Well Welt/Lupi Spuma

Schockgefrostet wird in der weststeirischen Eismanufaktur Valentino nur das Eis - und zwar bei -40 Grad. Für die Besucher hat es bei der Führung angenehme 20 Grad (Infos und Anmeldung unter: valentinoeis.at)

Valentino Eis

Eine willkommene Erfrischung für Körper und Seele bieten die Kirchen im Land mit durchwegs angenehmen Temperaturen. "Kathpress" hat die Werte erhoben - der Grazer Dom hat demnach an heißen Tagen rund 23 Grad

Kleine Zeitung/Marija Kanizaj

Erfrischungstipp in der Lipizzanerheimat: Der Hierzmann-Stausee (Bild) hat 24 Grad, der Packer Stausee 23 Grad

TV Lipizzanerheimat/CH

Der Stausee Soboth gleicht mit seinen fjordartigen Buchten einem kanadischen Bergsee. Er wird gespeist von den beiden Bächen Feistritzbach und Krumbach, sowie einigen kleineren Seitenbächen - und hat aktuell 18° Celsius

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Die vielen Gewitter haben der Badesaison am Anfang einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht, weiß Alexander Podesser von der Zentralanstalt für Meteorologie (Zamg) in Graz. In der Landeshauptstadt beispielsweise gab es in diesem Juni 19 Sommertage (über 25 Grad), während der Schnitt bei 13 liegt. Aber wenn es permanent kracht, hilft das alles nichts: 40 Prozent mehr Niederschlag und viele starke Gewitter am Nachmittag - das blieb nicht ohne Wirkung.

Wobei: In der Sauna lässt einen jedes Donnerwetter kalt ...

In der Auster in Graz etwa. Trotzdem freut sich Geschäftsführer Michael Krainer auch hier, dass die Sonne dem August so richtig eingeheizt hat: Dass es kein super Sommer à la 2015 wird, ist klar, das war der „beste Sommer aller Zeiten, den kann man nicht toppen“. Nichtsdestotrotz ist man mittlerweile auch heuer rundum zufrieden. Dem August sei Dank.

Auch am Putterersee: Dort hat man die Verluste vom Juni und Juli in den letzten zwei Wochen fast schon aufgeholt, bilanziert Christian Dornbusch. Lag man anfangs noch 50 Prozent hinten gegenüber 2017, hat der heiße August das Minus auf acht Prozent verringert.

Außerdem: Es muss ja nicht immer Sonnenhunger sein ... Im Ankerpunkt in Tillmitsch etwa freut man sich - wenn schon nicht über eine optimale Bade-, dann zumindest über eine kulinarisch gute Saison: Das Restaurant sei stärker besetzt als die Jahre zuvor, vor allem mit vielen Veranstaltungen trotzte man, so Leo Rath, dem schlechten Wetter.

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