Bilanz 2017Caritas Steiermark erreichte im Vorjahr fast 90.000 Menschen

Das Hilfswerk der katholischen Kirche ist mit rund 100-Millionen-Euro Jahresbudget das größte Hilfswerk im Land. Eine wichtige Basis dafür sind Spenden und die ehrenamtliche Tätigkeit unzähliger Steirerinnen und Steirer.

Caritas-Direktor Beiglböck mit den Bereichsleitern Peter Wagner (Beschäftigung und Sachspenden), Petra Prattes (Betreuung und Pflege), Rolf Spiegel (Bildung und Interkultur) und Franz Waltl (Hilfe für Menschen in Not)
Caritas-Direktor Beiglböck mit den Bereichsleitern Peter Wagner (Beschäftigung und Sachspenden), Petra Prattes (Betreuung und Pflege), Rolf Spiegel (Bildung und Interkultur) und Franz Waltl (Hilfe für Menschen in Not) © Caritas Steiermark
 

Die Caritas Steiermark präsentierte nun ihren Wirkungsbericht für das Jahr 2017, der anhand der persönlichen Geschichten von elf Menschen vermittelt, wie die Arbeit des Hilfswerks im vergangenen Jahr ganz konkret gewirkt hat.

„Du kriegst immer eine Antwort“ – das ist für die junge Alleinerzieherin Angelika Lovasz mit ihrem Baby im Stadtwohnzimmer der Caritas ein Grund, in den Treffpunkt zu kommen, in dem SozialarbeiterInnen Ratschläge für junge Eltern geben. Eine von elf Geschichten gelungener Caritas-Hilfe aus dem Wirkungsbericht 2017, den die Caritas am Donnerstag im Schubertkino in Graz präsentiert hat. Caritasdirektor Herbert Beiglböck hielt dabei fest: „Eine starke Gesellschaft trägt eine große Verantwortung für diejenigen, die am Rande stehen“.

Den Sozialstaat nicht in Frage stellen

Auch in Phasen einer wirtschaftlich stabilen Entwicklung gebe es Menschen, die keine Teilhabe an dieser Situation haben. Daher sei es nicht zu akzeptieren, wenn der Sozialstaat in Frage gestellt werde. „Die Caritas hat ein großes Interesse daran, die Wirksamkeit und die Instrumente des Sozialstaates zu erhalten“, betonte Beiglböck. „Dazu braucht es Dialog, und wir werden nicht müde, diesen Dialog einzufordern, um gehört zu werden“.

Elf persönliche Beispiele für die Wirkung der Caritas

Beispiele für die breit gefächerten Hilfeleistungen der Caritas zeigt der Wirkungsbericht, der online unter www.caritas-wiewirwirken.at veröffentlicht ist, in elf persönlichen Geschichten: von der Bewohnerin im Pflegewohnhaus über den ehemaligen Techniker, der nach langer Arbeitslosigkeit eine neue Beschäftigung in der Betreuung gefunden hat, bis zu einer Jugendlichen, die im Beschäftigungsprojekt tag.werk einen ersten Schritt in ein selbstständiges Leben geschafft hat.

Befähigung als Schritt zur Armutsprävention

„Es geht immer darum, die Fähigkeiten der Menschen zu sehen und daran zu glauben“, erkärte Peter Wagner, Bereichsleiter Beschäftigung und Sachspenden. Petra Prattes als Bereichsleiterin Betreuung und Pflege ergänzte: „Es geht ganz viel, man muss Geduld haben, Vertrauen – und Schritte zulassen“. Befähigung sei auch ein Schritt zur Armutsprävention, betonte Rolf Spiegel, der den Bereich Bildung und Integration leitet. Franz Waltl, Bereichsleiter Hilfe für Menschen in Not,  verwies auf den beeindruckenden Einsatz  zahlreicher Freiwilliger Helfer: „Das ist ein großartiges Zeichen von Solidarität, ohne die viele unserer Angebote nicht möglich wären“.

Daten und Fakten

Die Caritas hat im Jahr 2017 in ihren Einrichtungen und Beratungsstellen steiermarkweit mehr als 87.000 Menschen erreicht, beraten und in Nothilfe versorgt. Bei einem Gesamtbudget von 98,2 Millionen Euro kamen fast 10 Millionen aus Spenden, 70,2 Millionen Euro aus Entgelten für Dienstleistungen, 16,5 Millionen stammen aus Subventionen und Zuschüssen. Mehr dazu im Finanzbericht auf www.caritas-wiewirwirken.at/2017/finanzbericht/

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.