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Minus 20 GradErst kommt Schnee, dann eine "längere Eiszeit"

Am Mittwoch lässt der Schneefall kurz nach. Ein paar Flocken Neuschnee kommen dennoch auch im Süden des Landes dazu. Eine Bauernregel verheißt sogar weitere 40 Tage winterliches Wetter. Bis zu 30 Zentimeter Schnee soll noch nachkommen - und dann kommt sibirische Kälte.

Diese Woche soll noch einiges an Schnee bringen © Fuchs Jürgen
 

Bis Freitag kommt noch einiges an Neuschnee im Süden Österreichs, und danach wird's für längere Zeit so richtig klirrend kalt!

Ein Tief mit dem Namen Sabine dreht über dem zentralen Mittelmeerraum seine Kreise und schickt uns dichtere Wolken und damit Schnee. Allerdings sollte der Schneefall am Mittwoch nicht so stark ausfallen wie am Dienstag. Am ehesten noch sollte es im Bereich der Pack und im Süden des Landes schneien, auch in der Obersteiermark war der eine oder andere Zentimeter möglich.

Auch auf den Straßen kam es am Mittwoch zwar nicht zu derartig massiven Behinderungen wie am Dienstag, dennoch gab es auf den schneeglatten Straßen keine Verschnaufpause für Einsatzkräfte und die Straßendienste, für die es heuer ein teurer Winter wird.

In Stiwoll (Graz-Umgebung) stürzte in der Nacht auf Mittwoch ein Pkw von der schneeglatten Straße kopfüber in einen Bach, der Fahrer war eingeschlossen, konnte aber von einem Passanten befreit werden. >>Mehr zu den Unfällen und Verkehrsbehinderungen am Mittwoch lesen Sie hier<<

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LR Andrea Klucsarits
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Wetterexperte Werner Troger weist auch auf wichtige Lostage hin, die auch in Bauernregeln vorkommen. Eine davon ist "Felix und Petrus (21./22. Februar) zeigen an, was wir 40 Tage für Wetter haben." Die Regel weist, verglichen mit anderen alten Wetterweisheiten, sogar eine recht hohe Trefferquote auf!

So geht es weiter

Insgesamt soll es in dieser Woche noch bis zu einen halben Meter Neuschnee geben. Christian Pehsl von der Zamg gab am Dienstag einen Vorausblick in die Woche.

Weiter Schnee und Kälte für die Steiermark

Stand Mittwochfrüh sind die Wettermodelle und damit auch die Meteorologen eine Spur vorsichtiger. Laut Albert Sudy (Zamg) sah es am Mittwoch so aus, dass immerhin 30 Zentimeter Neuschnee von Donnerstagfrüh bis Freitagnacht an der Südgrenze Österreichs sowie entlang der Kor- und Packalpe zusammenkommen. Im Grazer Raum seien immerhin auch noch knapp 15 Zentimeter zu erwarten. "Alles hängt davon ab, wie pulvrig der Schnee sein wird. Am Dienstag war es so, dass aus drei Millimeter Niederschlag neun Zentimeter Schnee wurden. Normalerweise liegt der Faktor bei 1:10", so Sudy.

Nach dem Schnee kommt die Kälte

Und mit dem Schnee bis zum Wochenende hat der Winter noch längst nicht genug. Ab Sonntag erreicht uns sibirische Kälte, da sind laut Pehsl auch im Grazer Raum in den Nächten bis zu minus 15 Grad, in Alpentälern sogar unter minus 20 Grad möglich. "Es stehen uns einige Eistage bevor", so Sudy, "denn zu Beginn der Woche liegen die Tageshöchstwerte zwischen minus 8 und minus 3 Grad."

Auf den Bergen müssen sich nächste Woche Skifahrer jedenfalls besonders warm anziehen. Auf 2000 Meter Seehöhe soll die Temperatur ganztägig nicht über minus 20 Grad hinausgehen.

Einen derartigen Kälteeinbruch gibt es in unseren Breiten Ende Februar nur alle sieben bis zehn Jahre, sagt Zamg-Klimatologe Alexander Orlik.

Kälterekorde

Die Chancen stehen gut, dass die tiefste Temperatur des Winters 2017/18 erst in den letzten Februartagen erreicht wird. Der bisherige Tiefstwert dieses Winters wurde mit -21,2 °C am 10. Dezember 2017 in Radstadt gemessen. Der absolute österreichische Kälterekord sollte aber in den nächsten Tagen nicht in Gefahr sein. Er liegt in tiefen Lagen bei -36,6 °C, gemessen am 11. Februar 1929 an der Wetterstation Stift Zwettl. Berücksichtigt man auch die Bergstationen, ist Österreichs Kälterekord -37,4 °C, gemessen am 2. Jänner 1905 am Sonnblick-Observatorium der ZAMG in 3106 Meter Seehöhe.

Kommentare (1)

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lieschenmueller
6
13
Lesenswert?

40 Tage Kälte brauche ich nicht mehr

Aber im Februar, Winter ist, kalt ist es und wird es noch mehr. Und weiter? Ach so, es hat die Frechheit, auch noch zu schneien.

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