Steigende NachfrageBauern bekommen Bissen vom Burger-Boom ab

Burger-Lokale schießen aus dem Boden, McDonald’s setzt immer stärker auf steirische Kühe. Mehr steirische Produzenten gesucht.

Die Nachfrage nach steirischem Rindfleisch steigt © APA/Gindl
 

Die Welt is(s)t doch eine Scheibe – Faschiertes. Vor allem in urbanen Räumen kann man sich derzeit des Eindrucks nicht erwehren, dass zehn von zehn neu eröffneten Gastrobetrieben auf Burger in allen Varianten setzen.


Von diesem Burger-Boom profitiert mittlerweile auch die steirische Landwirtschaft, bestätigen Fritz Gruber und Hans Kollmann, die Chefs des größten steirischen Rindfleischvermarkters. Ihre vor 20 Jahren gegründete „Erzeugergemeinschaft Steirisches Rind“ (EZG) vermarktet mittlerweile jährlich 25.500 Rinder von 5000 steirischen Bauern. Und auch dank des großen Burger-Appetits gehe der Hauptteil in der Verwertung nunmehr ins Faschierte, sagt Kollmann: „Sicher könnten wir um Weihnachten und Neujahr jeden Lungenbraten und jedes Beiried zehnfach verkaufen, doch übers Jahr ist das Faschierte die Nummer eins.“

Sicher könnten wir um Weihnachten und Neujahr Lungenbraten und Beiried zehnfach verkaufen, doch übers Jahr geht am meisten Rindfleisch ins Faschierte.

Hans Kollmann
Das liegt nicht zuletzt an der engen Kooperation der Steirer mit dem weltweiten Fleischlaberl-Primus McDonald’s. „3500 steirische Kühe pro Jahr, davon 1200 Biokühe, finden über uns den Weg in die McDonald’s-Burger. Und da ist der Plafond noch lange nicht erreicht“, sagt Gruber. Neue Bauern werden als McDonald’s-Lieferanten gesucht. Diese müssen Extra-Qualitätsauflagen erfüllen, „dafür gibt’s bis zu 20 Cent mehr je Kilo Fleisch“.


Vor allem im Handel sei zuletzt die Nachfrage nach Biorindfleisch (Anteil liegt in der Steiermark bei 17 Prozent) stärker gestiegen als das Angebot. Das heißt: Es werden Biobauern als Rindermäster gesucht.


Eine steigende Nachfrage orten Handel und auch die Rindfleischerzeuger im Steakbereich. „Steak essen wird zelebriert, das Steak zubereiten zur Wissenschaft erhoben“, sagt Hans Kollmann, „da spüren wir eben ganz klar den gesellschaftlichen Trend, dass die Menschen zwar weniger oft Fleisch essen, aber wenn, dann lassen sie sich Qualität auch etwas kosten.“


Im Gegensatz zum Schweinefleischbereich habe man den Vorteil, so Fritz Gruber, dass Kunden bereit seien, für nach Tierwohlkriterien produziertes Fleisch etwas mehr Geld auszugeben.

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Danke für Ihr Verständnis.

walter1955
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warum kühe

3500 kühe-1200 kühe bio ergibt 2100 kühe die die Milchleistung nicht mehr erbringen und ausgelaugt sind (WURSTWARE)
siehe orf berricht

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walter1955
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falsch geschrieben

sollte statt 2100 ,2300 heissen

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