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SchulsozialarbeitSo werden Konflikte in der Schule schon im Vorfeld bereinigt

Seit 20 Jahren gibt es in der Steiermark die Schulsozialarbeit. Besonders die Stadt Graz engagiert sich stark bei dem Projekt. Am Mittwoch wurde eine erfolgreiche Bilanz gezogen.

Erfolgreiches Jubiläum für die Schulsozialarbeit © Land Stmk/Foto Fischer
 

Was vor 20 Jahren mit einem Projekt an drei Grazer Schulen begann, ist mittlerweile flächendeckend an mehr 100 Standorten in der ganzen Steiermark eingeführt: Die Schulsozialarbeit feierte am Mittwoch in Graz ein erfolgreiches Jubiläum: Das Leitmotiv "Handeln vor dem Konflikt" hat sich in vielen Fällen der präventiven Konfliktvermeidung in steirischen Schulen bewährt.

Ein wesentlicher Meilenstein in der Entwicklung der Schulsozialarbeit war die Neuaufstellung im Jahr 2008, wo das Angebot auf insgesamt sieben Grazer Schulen ausgebaut wurde. Heute finanziert die Stadt Graz gemeinsam mit dem Land die Schulsozialarbeit an 15 Grazer Schulen. Das starke Engagement der Stadt Graz begründet sich in seiner Notwendigkeit, wie der Schulstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP) erklärt: „Urbane, stark wachsende Räume, wie etwa die Stadt Graz, haben gerade im Bildungsbereich oft andere Herausforderungen als ländliche Gebiete, oder sie treten hier früher oder schneller auf."

Steirer als Vorreiter

2015 wurde ausgehend von einigen Pilotversuchen die Schulsozialarbeit in allen sieben Bildungsregionen der Steiermark installiert. Derzeit sind flächendeckend 63 Schulsozialarbeiter und -arbeiterinnen in 104 Standorten im Einsatz. Damit nehme die Steiermark eine Vorreiterrolle ein, nirgendwo sonst sei die Dichte an Schulsozialarbeiter so hoch, betonte Bildungslandesrätin Ursula Lackner (SPÖ) bei der Pressekonferenz am Mittwoch in der Grazer NMS Fröbelpark.

Rund 63.000 Stunden werden von den Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern pro Schuljahr geleistet. Dafür stehen jährlich rund 2,5 Millionen Euro bereit. 1,5 Millionen Euro (60 Prozent) kommen vom Land Steiermark, Eine Million Euro (40 Prozent) von den Sozialhilfeverbänden in den Bezirken und der Stadt Graz.

Positive Effekte spürbar

Die präventive Arbeit habe dabei nachweisbar positive Effekte für die Schülerinnen und Schüler sowie auch das Klima an den Schulen, berichet Sandra Jensen, Bereichsleiterin beim Verein Isop: „DirektorInnen melden uns zurück, dass es seitdem Schulsozialarbeit an der Schule ist, ruhiger geworden ist. Es ist immer ein sehr schöner Moment, wenn Kinder zu uns kommen und erzählen, dass sie Streit hatten, diesen aber haben selber lösen können!“

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