NachrufGraz: Franz Wolkinger gestorben

Der bekannte Wissenschaftler und Ökologe Franz Wolkinger verstarb im 82. Lebensjahr.

Franz Wolkinger (1936 - 2017)
Franz Wolkinger (1936 - 2017) © Leodolter
 

Er war ein eindrucksvoller, charismatischer universitärer Lehrer und ein unermüdlicher Aktivist in vielen Bereichen: Franz Wolkinger, der nach kurzer, aber schwerer Krankheit im 82. Lebenjahr verstarb.

Wolkinger wurde 1936 in St. Peter am Ottersbach in der Oststeiermark geboren. Er studierte an der Universität Graz Botanik und Zoologie. Zu der Zeit arbeitete er als Erzieher im Odilien-Blindeninstitut, um sich das Studium zu finanzieren. Nach Stationen als Assistent an der Universität Graz und in Freiburg/Breisgau habilitierte Wolkinger zum Thema Anatomie, Physiologie und Ökologie der Pflanzen.

Institutsleiter an der Uni Graz

1972 übernahm er das Naturschutzinstitut, das von Wien nach Graz wanderte und dann zum Ludwig-Boltzmann-Institut für Umweltwissenschaften und Naturschutz wurde. Wolkinger war auch an der Universität Graz tätig und unter anderem auch Vorstand des Instituts für Pflanzenphysiologie. Auch nach seiner Emeritierung (1999) war er als Gastprofessor tätig.

Vielen war Wolkinger als durchaus streitbarer Aktivist in Sachen Naturschutz ein Begriff, er hatte zahlreiche Funktionen in dem Bereich inne. 25 Jahre war er Vorsitzender der Sektion Graz des Alpenvereines, seit 1982 war er Präsident der Clusius-Forschungsgesellschaft in Güssing, engagierte sich als Mitglied des Landes-Naturschutzbeirates auch hinter den Kulissen. Auch mit der Urania war er engstens verbunden.

Zahlreiche Auszeichnungen erhielt Wolkinger im Lauf seines Lebens, etwa die Goldenen Ehrenzeichen der Steiermark und jenes des Burgenlandes, den "Umwelt-Oswald", die Ehrenobmannschaft der ÖAV-Sektion Graz oder die Ehrenspange in Gold für die 50-jährige Migliedschaft der Berg- und Naturwacht.

Franz Wolkinger hinterlässt seine Ehefrau Helma sowie einen Sohn und eine Tochter.

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