AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Klimawandel

Der Steiermark blühen vier Grad mehr

Geht der Treibhausgasausstoß unvermindert weiter, drohen in den südlichen Teilen der Steiermark Temperaturen wie heute in Rom, geht aus einer neuen Studie hervor. Im Land selbst sind die Emissionen zuletzt abgesunken.

In Graz könnte es bis Ende des Jahrhunderts 31 Hitzetage pro Jahr mehr geben © photo 5000 - Fotolia
 

Um bis zu vier Grad könnten die Durchschnittstemperaturen in der Steiermark bis zum Ende des Jahrhunderts ansteigen, wenn der weltweite Treibhausgasausstoß nicht eingeschränkt wird. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die Wissenschaftler der Unis Graz und Salzburg gemeinsam mit der Zamg im Auftrag der Bundesregierung sowie der neun Landesregierungen erstellt haben. Demnach droht im schlimmsten Fall eine Verneunfachung der Zahl der Hitzetage mit mehr als 30 Grad Celsius.

31 zusätzliche Hitzetage

Für Graz würde das 31 zusätzliche Hitzetage und 15 Tropennächte mit Temperaturen durchgehend über 20 Grad bedeuten. "Ein Hitzesommer, wie wir ihn 2003 erlebt haben, entspricht dann dem Normalfall", sagt Studienautor Heimo Truschetz vom Wegener Center der Uni Graz. Das Temperaturniveau läge dann etwa im Bereich des heutigen Rom. Und: Selbst wenn es gelingt, den globalen Treibhausgasausstoß bis 2080 zu halbieren, erwartet die Steiermark den Berechnungen der Wissenschaftler zufolge ein Temperaturanstieg von 2,3 Grad (im Vergleich zur Periode 1971 bis 2000).

Fünf Städte passen sich an

Umweltlandesrat Anton Lang sieht die Steiermark diesbezüglich allerdings "gut gerüstet" und verweist auf eine Anpassungsstrategie, die seit dem Vorjahr in Ausarbeitung ist. Unter anderem fungieren die fünf Städte Hartberg, Weiz, Gleisdorf, Deutschlandsberg und Mariazell als Pilotregionen, in denen Maßnahmen ausprobiert werden, die helfen sollen, den Anforderungen und Risiken der neuen klimatischen Bedingungen gerecht zu werden.

Rückgang beim CO2

Der Treibhausgasausstoß der Steiermark selbst ist zuletzt abgesunken. So gingen die Emissionen zwischen 2005 und 2014 um 19,3 Prozent zurück. Rechnet man auch jene Teile der Industrie und Energiegewinnung dazu, die dem europäischen Emissionsrechtehandel unterliegen, beträgt der Rückgang sogar 21,6 Prozent. "Dabei haben uns auch ein paar milde Winter mit wenig Heizbedarf geholfen", sagt die steirische Klimaschutzkoordinatorin Andrea Gössinger-Wieser. "Man sieht aber auch deutlich, dass die bisher bereits gesetzten Maßnahmen wirken."

Kommentare (15)

Kommentieren
Ichweissetwas
1
1
Lesenswert?

Ich möchte kühle, angenehme Temperaturen,

eine frische Brise, wie von der Nordsee......herrrrlich!

Antworten
tomtitan
9
4
Lesenswert?

komisch,

von den grünInnen hört man nix dazu - wär ja ihre kernkompetenz. ach ja, die sind gerade auf anderen baustellen unterwegs...

Antworten
einfachso56
5
5
Lesenswert?

Vom

Waldsterben und Ozonloch redet keiner mehr - die Welt ist geheilt :-)

Antworten
zx6d5xf42yhvuw8ak9442g7hv1biq7vo
1
6
Lesenswert?

@einfachso56

Das Ozonloch schrumpf (zum Glück), nachweislich zu 50% durch den verringerten Ausstoß der verursachenden Schadstoffe.
Das Waldsterben wurde ebenso durch Begrenzung des Schadstoffausstoßes sowie durch die Bäume selbst (sie kamen mit den Bedingungen besser zurecht als erwartet) ziemlich gestoppt.

Man sieht also, dass der Mensch die Umwelt auch im Positiven beeinflussen kann. Und das muss so weiter gehen, sonst hinterlassen wir den nächsten Generationen einen zu großen Teilen unbewohnbaren Planeten!

Antworten
z8y2nfpxyulbwk0x9n7a0vyii6rk0u3z
22
9
Lesenswert?

Ich hoffe

nicht nur für die Grazer, auch die Hochsteiermark möchte es etwas wärmer.

Antworten
hermannsteinacher
1
2
Lesenswert?

Hoch Steiermark!

Ja, aber Hochsteiermark ist ein Hochstaplerbegriff.

Antworten
patriot2010
2
3
Lesenswert?

Endlich

So einen Sonnen Anbeter gefunden. Also wie kann man sich über noch schwülere Wetterlagen freuen, solche Leute dürften schon zu viel Sonne abbekommen haben. Mir ist es jetzt schon zu warm in der Steiermark zu schwül halt. Noch mehr und kann mich gleich einliefern lassen. Echt unfassbar wie dumm die Mehrheit ist. Sobald die Sonne scheint ist es ein schöner, tut sie es nicht ist ein schlechter Tag, danke Medien für diese Verblödung. Erst was man aus dem Tag macht, entscheidet darüber ob schön oder nicht. Nicht das Wetter

Antworten
hermannsteinacher
0
3
Lesenswert?

an @patriot10

ist ein philosoph verloren gegangen

Antworten
zx6d5xf42yhvuw8ak9442g7hv1biq7vo
2
6
Lesenswert?

@xenon01

Ja, unbedingt!
Und gleich die Pole mit aufheizen, die Halbwüsten zu Wüsten machen, die Gletscher abschmelzen, damit die Baumgrenze steigt, und ich freue mich auf die "exotische" Tier- und Pflanzenwelt, die bei uns einziehen wird (wie Malariamücken usw.)

Antworten
hermannsteinacher
0
2
Lesenswert?

Südpolgebiet

ordentlich "aufheizen" und Antarktiseis "abschmelzen" (und z.B. Neapel und New York ordentlich teilunterwassern!), das gefiele @xenon1 wohl auch!;-)

Antworten
935qvghmmfvnm4g8t4fc3h9128k1juub
17
10
Lesenswert?

Das Versprechen gibt es schon lange.

Aber leider steigen meine Heizkosten permanent. Wann ist es endlich soweit?
Allrs Panikmache traurig das sogenannte seriöse Medien hier mitspielen.

Antworten
zx6d5xf42yhvuw8ak9442g7hv1biq7vo
1
7
Lesenswert?

@Petron

Heizen Sie Ihren Garten mit?
Meine Heizkosten sind in den letzten Jahren um einiges gesunken...

Antworten
aberEigentlich
1
3
Lesenswert?

re:

Einfluss auf die Heizkosten:
- Energiepreis (Erdölpreis,..)
- Sonneneinstrahlung
- Inflation (ja, alles wird immer teurer. Auch Löhne steigen zum Inflationsausgleich)
- subjektives Wärmempfinden (ich sag nur stark geheizte Babyhaushalte)
- richtiges Heizen und Lüften
- und vieles mehr

nur weil mans selber nicht spürt heißts nicht, dass es nicht passiert

Antworten
manschau
1
10
Lesenswert?

@Petron

Aha... das bei sinkenden Energiepreisen und warmen Wintermonaten... sie sollten vielleicht einmal nachschauen, ob die Fenster geschlossen sind ;)

Antworten
echterbürger
1
20
Lesenswert?

Hmmm!

Also meine Heizkosten sind sukzessive gesunken. Was jedoch nach wie vor gleich wie vor ein paar Jahren ist, ist die Sehnsucht nach schneereichen Wintern, wie ich sie in meiner Kindheit erleben durfte...

Antworten