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Hunderte Einsätze

Schweres Unwetter zog über Graz-Umgebung

Ein heftiges Unwetter zog gestern Abend über die Steiermark. Vor allem der Bezirk Graz-Umgebung ist stark betroffen. Die Einsatzkräfte mussten Keller auspumpen. Bäume wurden vom Starkregen entwurzelt. Auch ein Dachstuhl brannte.

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© FF Judendorf-Straßengel
© FF Judendorf-Straßengel © © FF Judendorf-Straßengel
 

Gestern Abend um 20.52 Uhr heulten die Sirenen der Feuerwehren in der Großgemeinde Gratwein-Straßengel. Grund für die Alarmierung: „Starkes Unwetter“ im Gemeindegebiet. Zahlreiche Straßen, Keller sowie Wiesen standen in kürzester Zeit unter Wasser.

Wieder Überflutungen in Judendorf-Straßengel

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Teilweise blieben Fahrzeuge in den Eisenbahnunterführungen stecken. Auch die Landesstraße L302 Richtung Graz konnte teilweise aufgrund des Hochwassers nur schwer passiert werden.

Aufgabe der Feuerwehr war es in erster Linie das Schadensausmaß zu erkunden und zu priorisieren.
Keine leichte Aufgabe für die Einsatzleitung, da zahlreiche Notrufe einlangten.

"Vor allem die Gegend um Gratwein, Gratkorn und Judendorf-Straßengel ist stark betroffen", erklärt Thomas Meier, Pressesprecher des Landesfeuerwehrverbandes Steiermark, am Abend zur "Kleinen Zeitung". "Aktuell sind die Feuerwehren im Bezirk Graz-Umgebung mit weit über 100 Einsätzen konfrontiert. In der letzten Dreiviertelstunde gab es eine Niederschlagsmenge von 80 Litern", sagt Meier um 22.30 Uhr.

Die Einsatzkräfte mussten zahlreiche Keller auspumpen. Vereinzelt wurden vom Starkregen auch Bäume entwurzelt. Auch mit einem Dachstuhlbrand waren die Feuerwehren im Bezirk Graz-Umgebung konfrontiert, dieser konnte aber in der Entstehung bereits gelöscht werden. Ursache für den Brand dürfte wohl ein Blitzeinschlag sein - so lautet zumindest die Ferndiagnose von Gerhard Sampt, Bereichsfeuerwehrkommandant Graz-Umgebung.

Die Tatsache, dass der Regen gegen 23 Uhr langsam nachlässt, bedeutete nicht, dass die Einsätze weniger wurden. "Die Alarmierungen kommen langsamer", sagt Sampt. "Alleine im Ortsgebiet Judendorf-Straßengel hatten wir um diese Zeit noch 40 offene Einsatzadressen."

In Summe standen 12 Feuerwehren des Bezirkes Graz-Umgebung mit knapp 100 Mann und 20 Fahrzeugen im Gemeindegebiet von Gratwein-Straßengel im Einsatz.
Innerhalb von 5 Stunden wurden weit über 100 Einsatzadressen von den freiwilligen Feuerwehrmitgliedern abgearbeitet.

Die Einsatzleitung wurde im Feuerwehrhaus Judendorf-Straßengel eingerichtet. Von dort wurden die Einsatzkräfte gezielt zu den Einsatzadressen beordert. Sicherlich keine leichte Aufgabe, da natürlich jede betroffene Person rasche die Hilfe der Feuerwehr in Anspruch nehmen wollte.
Wenn man die Gesamtleistung der eingesetzten Tauchpumpen pro Minute berechnet, wurden rund 20.000 Liter Wasser pro Minute durch die Feuerwehr befördert. Dies rund 3 Stunden, ergibt dies eine Wassermenge von rund 3.600.000 Liter.
Der Einsatzleiter Abschnittsbrandinspektor Bernhard Konrad von der Freiwilligen Feuerwehr Judendorf-Straßengel sowie der Bürgermeister Harald Mulle der Großgemeinde führten zahlreiche Erkundungen der Schadenslagen durch.

Dank ergeht an die eingesetzten Einsatzkräfte die bis in den frühen Morgenstunden unermüdlich und ehrenamtlich diese Einsätze abgearbeitet haben.
Zum Glück gab es keine verletzten Personen.

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Danke für Ihr Verständnis.

soccer6
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mehr und mehr - Beton und Asphalt

und dann wundern, wenn keine Flächen da sind um Wasser aufzunehmen...

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piusaffe
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Feuerwehr/Raumplanung

Ein herzliches Danke den vielen Feuerwehr-Helfern!Man vergisst allzu schnell, dass es sich hier um einen FREIWILLIGENDIENST handelt, der von Menschen in ihrer Freizeit verrichtet wird!
In meiner Wohngegend kommt das Wasser immer vom Kugelberg. Weiß dort auch jeder Betroffene (und die Zuständigen wissen es auch). Gebaut wurde seinerzeit das zu kleine Hochwasserbecken im Tal neben Wohnsiedlungen, nicht am Berg, wo das Wasser herkommt:)
LG aus Schilda

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susl1
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Sturzfluten vom Himmel

Früher hat ein Gewitter einen kurzen Starkregen gebracht, heute schüttet es vom Himmel als gäbe es kein Morgen. Die Böden können überhaupt kein Wasser mehr aufnehmen. Wir wohnen seit über 30 Jahren in Strassengel, gestern hatten wir, obwohl erhöhte Hanglage, erstmals ordentlich Wasser im Keller. Die Rasenfläche hinter und rund um das Haus war ein See, welcher sich in Folge in die Kellerschächte entleert hat. Denke, dass in dieser Nacht nicht viele Keller trocken geblieben sind und solche Ereignisse leider zunehmen werden. Ein großes Danke an die Helfer und Feuerwehren!

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soccer6
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Baumschäden - aus Erfahrung und Betroffener

Zur Schadenminimierung (für Private) und Entlastung der Einsatzkräfte wäre durch die Beseitigung von größeren Bäumen (ab 4m)in unmittelbarer Umgebung von Gebäuden und innerörtlichen Straßen von Vorteil und wünschenswert.

PS: größere Bäume gehöhren in den Wald...

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677cf97d39181eb2b9023378ffbd5ec1
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Raumplanung - große Fehlentscheidungen

Die Fehler an verantwortungsvoller Raumplanung in der Vergangenheit machen sich bei solchen Katastrophen wieder einmal mehr bemerkbar.
Ein großes Danke den Feuerwehren !!!

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dave72
9
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Raumplanung

Die Raumplanung wird in diesem Fall wahrscheinlich keine Rolle gespielt haben. Trotzdem hat simoni05 recht. Verstehe die Nein Stimmen nicht.
lg

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LuiSiana
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...vor allem der Bezirke Graz Umgebung...

Liest denn niemand die Texte, bevor sie veröffentlicht werden?

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josefa1934
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Kleinkariert

Es ist sehr Traurig das wegen so einen Fehler schreibt wichtig ist keine Verletzte und ein Dank an die Einsatzkräfte

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