Es ist ein Nebensatz im Energie-Kapitel des Programms der neuen Bundesregierung, doch der Inhalt birgt Sprengkraft. Um den Bodenverbrauch zu begrenzen, sollen „Planungs- und Widmungskompetenzen stärker auf Landesebene gebündelt“ werden, heißt es auf Seite 152 des schwarz-rot-pinken Konvoluts. Auch wenn weitere Details dazu fehlen, ist das grundsätzliche Vorhaben geeignet, tief in die bisher gelebte Praxis der Raumordnung einzugreifen. Denn die Flächenwidmung ist seit jeher Kernangelegenheit der Gemeinden. Rufe nach einer Änderung dieses Umstands werden seit Jahren vor allem dann regelmäßig laut, wenn der Blick auf die grassierende Zersiedelung und den rasanten Flächenverbrauch in Österreich fällt.