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Herzog bei Eisschnelllauf-EMZum Weltrekord ein Alpaka

Österreichs Eisschnellläuferin Vanessa Herzog liegt nach zwei von vier Bewerben bei der Sprint-Vierkampf-EM in Südtirol auf Goldkurs. Wette gab es als Extramotivation.

Vanessa Herzog flink und zu Besuch in Südtirol bei den Alpakas (rechts) © AP; Privat
 

Im Hause Herzog ist ein regelrechtes Wettfieber ausgebrochen. So lehnte sich Tom Herzog vor den ersten zwei Bewerben bei der Eisschnelllauf-Europameisterschaft in Klobenstein (Italien) ganz weit aus dem Fenster und ließ sich zu einer kuriosen Wette hinreißen. „Wenn du einen Weltrekord fährst, ist dir ein Alpaka sicher. Zumindest garantiert nach deiner sportlichen Karriere. Genau das hab ich zu ihr gesagt und wenn ich etwas verspreche, halte ich mich daran. Man muss dazusagen, dass Vanessa ein absoluter Alpaka-Fan ist.“

Mit dieser Extramotivation im Hinterkopf fackelte Vanessa Herzog nicht lange und knallte über die 500 Meter mit 37,61 Sekunden eine Outdoor-Weltrekordzeit hin. „Eine echte Fabelzeit, das war schon immer ein Ziel von mir, voll cool. Wir haben zwar damit spekuliert, wenn die Form passt, dass es hinhauen kann, aber wenn du dann die Zeit schwarz auf weiß hast, ist das der Wahnsinn. Tom hatte rein gar nichts auszusetzen. Das war mein bisher bestes Rennen“, verrät die 23-Jährige.

Bei dieser Sprint-Vierkampf-EM geht es allerdings darum, konstant ganz vorn mitzumischen. Fehler sind verboten. Das gelang der Kärntnerin über die 1000 Meter gut, „dennoch habe ich noch Steigerungspotenzial. Wenn ich ehrlich bin, war ich vor dem 1000er sehr aufgewühlt. Ich wusste, ich bin schnell und locker, nur hatte ich das ,schnell‘ plötzlich vergessen, weil zu viel Anspannung abfiel. Ich wollte nach der ersten Runde Gas geben, aber das funktioniert im Eisschnelllauf nicht.“ Nichtsdestotrotz liegt die Wintersportlerin nach zwei von vier Bewerben mit 75,880 Punkten vor der Russin Daria Katschanowa (76,045) in Front und somit auf EM-Gold-Kurs.

"Schneller starten"

Heute stehen erneut ein 500er sowie ein 1000er auf dem Programm. „Wenn ich die 500 wieder so angehe und beim 1000er schneller starte, dann sieht’s gut aus. Mein Physio lockert mir noch die Beine, damit ich spritzig bin. Ich fühle mich gut.“ Schneefall und Wind sind im Anmarsch, für Herzog ist das aber kein Grund, nervös zu werden. „Die Bedingungen sind für alle Athletinnen gleich, da heißt es, sich darauf einzustellen und das Beste herauszuholen“, erzählt die Inline-Speedskating-Weltmeisterin. „Ich gebe Vollgas, das Alpaka ist mir ja sicher.“

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