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Snowboard Mit der Erfahrung von vier Weltmeistertiteln

Der vierfache Snowboard-Weltmeister Benjamin Karl über die Vorbereitung, die kommende Saison und seine Plattform "Athletic Heroes".

Benjamin Karl vor dem Matterhorn © Athletic Heros
 

Wie sind die Ziele für die kommende Saison?
Benjamin Karl: In dieser Saison muss man wirklich von Woche zu Woche leben. Nix is‘ fix, aber es kann alles passieren. Ich bin gut drauf und hab mich auf die neue Situation mittlerweile gut eingestellt. Wie immer werde ich Vollgas geben und ein weiterer Weltmeistertitel ist das Ziel.

Sie waren vergangene Woche am Kaunertaler Gletscher und gleich danach geht es nach Hippach zum nächsten Lehrgang. Wie läuft die Vorbereitung?
Sie verlief eigentlich unerwartet reibungslos. Wir waren hauptsächlich in Österreich und sind somit vielen Problemen rund um Covid-19 aus dem Weg gegangen. Ich bin schnell, fühl mich körperlich extrem stark und bin höchst motiviert, selbst vor meiner mittlerweile15. Weltcup-Saison. Dafür verantwortlich ist auch das neue Team rund um Cheftrainer Hansjörg Berger und natürlich trägt auch mein Zimmerkollege Arvid Auner dazu bei.

Sie haben mit ihm im Sommer auch mit den "Athletic Heroes" auch eine kommerzielle Trainingsplattform entwickelt. Wie und wann kam die Idee zu dem Projekt?
Der Wunsch, mich ein Leben lang dem Sport widmen zu können, wuchs in mir in den letzten Jahren und wurde immer größer. Ich interessiere mich mein ganzes Leben lang für Sport, das Training, aber auch für das Mindset und die Ernährung. Im ersten Lockdown habe ich sieben Wochen lang ein Live-Workout auf Instagram gemacht. Das hat großen Anklang gefunden und da kam mir die Idee, den Menschen so eine Möglichkeit bieten zu können, wo und wann immer sie wollen, zu trainieren und den Körper und den Geist weiterzuentwickeln. Mit mir als persönlichen Trainer und Motivator.

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Wie lief das Projekt an?
Die ersten Ideen zu "Athletic Heroes" kamen am Ende des ersten Lockdowns und nach rund einer Woche Brainstorming hatten mein guter Freund Wayne Masseck und ich das Logo und den Namen. Von da an war es kein Hirngespinst mehr, sondern ein Projekt an dem wir Tag und Nacht zu arbeiten begonnen haben.

In der Umsetzung haben Sie dann Auner an Bord geholt?
Der nächste Anruf galt Arvid, der neben seiner Berufung als Snowboardprofi auch noch als Filmer, Content Creator und Fotograf mit seiner Firma "Arvideo" im Einsatz ist. Der Anruf war kurz und knackig und ich musste ihn nicht lange überreden mit mir die Filme für die Plattform zu drehen und ich holte ihn ebenfalls in die Firma. Wayne kümmert sich um den grafischen Auftritt und das Marketing, Arvid um die komplette Content-Creation und ich schwitze (lacht) und bringe die Ideen.

Wie lief die technische Umsetzung?
Ein paar Punkte haben wir komplett unterschätzt und bald tauchten Fragen auf: Wie sieht so eine Plattform aus und gestaltet man die selbst? Zu Eine weitere Frage war die Monetarisierung, also der Weg der Bezahlung. Eines war schnell klar: Wir haben nicht das Knowhow, um alles umsetzen zu können. Wir haben Lösungen gefunden und arbeiten mit vier Online-Anbietern in den Bereichen Programmierung, Bezahlsystem, Plattform und Marketing Tool zusammen. Durch Umwege und glückliche Fügungen kam dann noch Gregor Heritsch zu uns ins Team und er ist unser Experte für Online-Marketing und die Plattform selbst.

Welche Menschen wollen wir erreichen und was ist unser Angebot?
Wir haben Kunden von Anfang 20 bis 75. Die Zielgruppe ist also groß und dementsprechend ist da Angebot. Von "Beginner" (10 bis 15min) über "Advanced" bis "Pro" (bis 50min) finden unsere Heros ein großes Angebot von Workouts für jede Leistungsklasse und jede Altersgruppe. Zusätzlich haben wir die Kategorien "No", "Low" und "Full Equipment" eingeführt – vom Training mit dem eigenen Körpergewicht über Trainings mit kleinen Hilfsmitteln (zB.: Kettlebell oder Hantel) bis hin zu Workouts im Fitnessstudio.

Geht es auf der Plattform rein um Übungen?
Nein. Wir haben auch Experteninterviews, die ein Wissen vermitteln sollen, dass ohne Studium oder eine lebenslange Erfahrung in den jeweiligen Bereichen nicht vorhanden ist.  Die Überlegung dazu war: Wenn du weißt, wie dein Körper funktioniert, hat es einen persönlichen Mehrwert, den man weiß, warum gewisse Dinge getan werden sollen. Und zugleich steigt dir Motivation, weil man ein Ziel hat, dass es Wert ist zu verfolgen!

Machen Sie diese Übungen selbst auch?
Selbstverständlich! In jedem einzelnen Workout steckt meine Erfahrung aus 20 Jahre im Spitzensport. Mein Wissen aus dem Training, die Lehren aus den Verletzungen, gepaart mit dem Mindset, das es benötigt, vier Mal Weltmeister zu werden - das alles steckt in jedem einzelnen Workout und genauso schaut auch ein guter Teil meines Trainings aus.

Welches Feedback gibt es bislang?
Ein tolles. Selbst Physiotherapeuten und Ärzte gehören zu unseren Kunden und das bedeutet mir persönlich sehr viel. Denn meine Workouts sollen die Menschen gesünder machen, sie von Schmerzen befreien und stärker machen.

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