AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Kärntner SportszeneAnna Gasser: Liebenswerte Chaotin mit Explosionsgefahr

Snowboarderin Anna Gasser war die Abräumerin des Jahres. Ihr Freund Clemens Millauer erzählt, wie er die Kärntnerin kennenlernte, wann sie streiten und wer meistens recht hat.

Anna Gasser sah mit der ESPY-Trophäe in der Hand, einfach umwerfend aus. Rechts mit Freund Clemens
Anna Gasser sah mit der ESPY-Trophäe in der Hand, einfach umwerfend aus. Rechts mit Freund Clemens © GEPA, KK/Privat (2)
 

Clemens Millauer hat die Frau an seiner Seite, von der viele Männer träumen – Kärntens Snowboard-Queen Anna Gasser. Ein Anlass nachzuhaken, wie er sein Herzblatt eroberte. Der 22-Jährige lernte die Blondine über Josef Ramsbacher, einen gemeinsamen Kumpel, vor vier Jahren auf der Piste kennen. Dass er sofort von der Blondine angetan war, konnte er nicht lange verbergen. Die Chemie stimmte. „Unser Freund meinte, wenn ich den bestimmten Trick zeige, dann bekomm’ ich ein Bussi von ihr.“ Es hat geklappt? „Zu dem Zeitpunkt nicht, ich bin mitten am Kicker liegen geblieben. Ein bisschen peinlich, aber ich hab’ Eindruck hinterlassen, denn sie hat’s ihrer Mama erzählt“, plaudert der Wahlkärntner, der in der Zwischenzeit seine Zelte in Faak am See aufschlug, offen aus dem Nähkästchen.

Der Funke sprang dennoch erst ein Jahr später über. „Wir haben viel Zeit miteinander verbracht, ständig telefoniert und so hat es sich entwickelt.“ Seitdem sind sie unzertrennlich. Erst kürzlich wurde die 25-Jährige als erste Österreicherin mit dem „ESPY Sportaward“ als „beste weibliche Action-Sportlerin“ ausgezeichnet. Nervenflattern? Ja, aber nicht der Award selbst war der Grund, sondern: Was ziehe ich an?

Sie hat sich schlaugemacht, was die Sportler so anhaben und meinte, wie sie da überhaupt mithalten soll. Dabei sieht sie immer umwerfend aus. Aber in dieser Hinsicht nimmt sie mich nicht mehr ernst, weil ich ihr immer sage, dass sie gut aussieht. 

Wie tickt sie sonst so? „Sie ist bodenständig, ein Familienmensch, liebenswert, ehrgeizig und fokussiert auf das Wesentliche.“ Nicht zu vergessen, „organisiert chaotisch“, sie hat ihr Chaos voll im Griff. „Anna findet alles wieder. Ihr Handy verlegt sie gerne. Zum Beispiel jetzt in Amerika hat sie es verloren, deshalb konnte sie mich erst um 5 Uhr früh anrufen und mir sagen, dass sie abgeräumt hat.“ Keine Panik: Das Handy ist wieder da. Sportlich gesehen beschreibt sie der Oberösterreicher als „leicht explosiv, das meine ich aber ganz lieb“. Wenn etwas sprungtechnisch nicht so hinhaut, dann kann sie aus der Haut fahren – verständlich als Profisportlerin. Da muss der Snowboarder, der wie die Millstätterin die Olympischen Spiele 2018 im Visier hat, durch.

Wie oft ist Streit vorprogrammiert? „So gut wie nie, wobei bei einer Sache sind wir uns uneinig, denn für mich ist der Faaker See der schönste See, für Anna der Millstätter See. Ich bin der, der nachgibt. Das ist besser aus Männersicht.“ Eifersucht spielt beim Sportlerpärchen inzwischen keine Rolle mehr.

Anna ignoriert die Anfragen und ich weiß, was ich an ihr habe. Noch nie habe ich mich mit einem Menschen so gut verstanden, wie mit ihr. 

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren