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Innovativ Kärntner Erfindungen sind gut für die Skispringer

Ingo Hopfgartner entwickelte nun Matten, mit denen 90 Prozent Wasser gespart wird, Johannes Vouk kreierte schnellere Anlaufspur.

Johannes Vouk kreierte die eue, viel schnellere Anlaufspur und zeigt auf die revolutionäre Skisprung-Matte, beides stellt das Skispringen auf neue Beine © Hermann Sobe
 

Das Skispringen ist zum Ganzjahressport geworden. Immer mehr Veranstalter legen grüne Matten auf ihre Anlagen, um im Sommer Wettkämpfe und Trainings abhalten zu können. Der große Nachteil der grünen Matten: Sie verbrauchten Unmengen Wasser - nach zwei bis drei Springern musste wieder bewässert werden - dazu mussten im Oktober schwere Schneenetze auf die Matten aufgebracht werden, damit im Winter ein Springen möglich war.

Geht es nach Ingo Hopfgartner, gehört das alles der Vergangenheit an. Der Seniorchef von „Alpine Sicherheitssysteme“ entwickelte eine Weltneuheit: „Gemeinsam mit der Firma Mr. Snow in Deutschland entstand TexSnow, übersetzt Textiler Schnee. Die weiße Matte bringt eine Wasserersparnis von 90 Prozent, hält die Feuchte im Belag und bewässert sich selbst von unten. Es muss auch kein schweres Schneenetz mehr aufgebracht werden. Egal, ob Schnee oder nicht, auf der Matte kann man 365 Tage im Jahr Skispringen.“ Derzeit liegt der neue Untergrund auf zwei Schanzen - in Velden und in Chemnitz. „Seit zwei Jahren wurde unsere Erfindung nun getestet. Jetzt wurde die Matte auch von der FIS zugelassen. Erste Anfragen aus Amerika für kleine Schanzen sind schon da“, verrät Hopfgartner, der betont: „Wir legen die Matten nur auf Bakken mit Weiten bis 70 Metern auf. An Großschanzen haben wir zurzeit kein Interesse. Die Matte ist in einem Tag aufgelegt und für kleine Klubs leistbar.“

Schnelle Anlaufspur

Für die zweite Weltneuheit sorgt Johannes Vouk. Der Veldener war 20 Jahre Technischer Direktor bei den Skisprung-Bewerben. In seiner Freizeit begann er mit Anlaufspuren zu experimentieren und hat nun eine entwickelt, die gleich als Patent angemeldet wurde: „Meine Unterlage besteht aus Funderplatten wie sie für Balkone verwendet werden. In die werden Löcher gebohrt, dann Torbandschrauben aus Nirosta - die Rosten und oxidieren nicht - eingesetzt. Pro Laufmeter werden 20 Schrauben verwendet, die alle händisch poliert werden. Bei einer Keramikspur werden bisher 16 bis 18 Schrauben auf 20 Zentimeter Länge verbraucht.“
Durch Vouks Technik wird die Anlaufspur um 15 Prozent schneller. „So verkürzt sich der Anlauf auf einem 90-m-Bakken von 70 auf 60 m. Dadurch können die Anlauftürme in Zukunft niederer gebaut werden, das bringt bei Großanlagen eine extreme finanzielle Ersparnis beim Bau.“

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