Kein Slalom in JapanSchwarz zu Absage: "Richtige Entscheidung"

Die Slalom-Spezialisten schauten mit der Reise nach Japan durch die Finger. Kilde würde profitieren, falls das Rennen nicht nachgetragen wird.

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Die japanischen Fans warteten vergebens auf ein Rennen © GEPA pictures
 

ÖSV-Ass Marco Schwarz hat nach der Absage des Slaloms in Yuzawa Naeba von einer richtigen Entscheidung gesprochen. "Teilweise war es sehr, sehr gut, aber für ein faires Rennen wäre es sicher nicht gut gewesen", sagte der Kärntner am Sonntag. Der mit Rückenproblemen angereiste Michael Matt wäre "fürs Rennfahren bereit gewesen". Bis zu den nächsten Slalom-Bewerben will er wieder komplett fit sein.

"Natürlich sehr schade, dass wir da jetzt keinen Slalom fahren konnten", meinte Schwarz. Mit Verschiebungen müsse man immer rechnen, und er habe damit gut umgehen können. "Ich habe mich dreimal vorbereitet, aufgewärmt für den Start. Ich wäre bereit gewesen. Dazwischen habe ich ein bisschen Uno gespielt, damit die Zeit vergeht." Aufgrund des böigen und ständig wechselnden Windes sei die Entscheidung, das Rennen abzusagen, aber "sicher richtig" gewesen.

Bei Matt war ein Antreten aufgrund eines Muskelfaserrisses an einer Bandscheibe nicht fix gewesen. Am Sonntag wäre er aber gestartet. "Es ist auch gut zu wissen, wenn man mit solchen Problemen anreist, dass man es trotzdem auf den Renntag hinbekommt. Das ist das Positive, was ich von da mitnehme. Aber es ist natürlich schade, wenn man kein Rennen fährt", betonte der Tiroler, der jedoch Schwarz zustimmte. Der Wind "wechselt halt so schnell, und es sollte schon halbwegs fair sein".

Nur noch zwei Slaloms?

Im Slalom-Weltcup stehen bei derzeitigem Stand nur noch zwei Rennen auf dem Programm: Mitte März in Kranjska Gora und eine Woche darauf beim Saison-Finale in Cortina d'Ampezzo. Bis dahin "habe ich ein bissel mehr Zeit, dass ich mich wieder gescheit herrichte", meinte Matt vor der Rückreise. Ob der Slalom nachgetragen wird - wenn, dann am ehesten in Kranjska Gora -, ist höchst fraglich.

Ein Profiteur der Absage in Japan ist Aleksander Aamodt Kilde. Der im Gesamtweltcup vorne liegende Norweger bestreitet keine Slaloms und büßte daher von seinem 74-Punkte-Vorsprung auf Landsmann Henrik Kristoffersen nichts ein. In der kommenden Woche wird er in Hinterstoder wohl alle Rennen - Kombination, Riesentorlauf und Super-G - fahren und hat die Chance, seine Führung auszubauen. In dem Ort im oberösterreichischen Traunviertel gewann der 27-jährige im Jahr 2016 den Super-G und feierte seinen zweiten Weltcup-Sieg von bisher vier.

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