Laut Stein ( New York Times ) haben die Mavs bei der NBA offiziell Protest gegen die Wertung in Atlanta eingelegt. Tim MacMahon von ESPN bestätigte inzwischen den Bericht. "Wir werden uns den Sachverhalt in seiner Gänze anschauen", teilte NBA-Sprecher Mike Bass ESPN am Sonntag mit.

Streitpunkt ist die Szene 9,7 Sekunden vor dem Ende. Dort zog Trae Young beim Stand von 109:107 für Atlanta zum Korb, vergab jedoch den Layup. Zwar versenkte John Collins den Putback-Dunk, doch die Referees pfiffen zuvor schon ein angebliches Goaltending der Mavs. Dieser Call wurde nach einem Video-Review aber zurückgenommen, stattdessen ließen die Referees Collins' Dunk zählen. Die Hawks waren mit 4 Zählern vorne und brachten den Sieg nach Hause.

Aus Mavs-Sicht hätte es einen Jump Ball geben müssen, wodurch Dallas noch einmal die Chance auf den Sieg gehabt hätte, wenn der Sprungball gewonnen worden wäre. Die Mavs glauben auch, dass nach Regeln der Liga der Putback von Collins nicht hätte zählen dürfen.

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Mark Cuban droht wegen Kritik Geldstrafe

Doch das ist nicht die einzige Szene, welche den Mavs sauer aufstieß. Demnach soll die NBA auch die erste Szene des Spiels untersuchen, als sich Jalen Brunson bei einer Kollision mit Hawks-Center Dewayne Dedmon an der Schulter verletzte. Laut Meinung der Mavs hätte dieses Play dringend untersucht werden müssen.

Der Protest der Mavs wäre bereits der zweite in dieser Saison. Im Dezember hatten die Houston Rockets Protest gegen die Wertung eines Spiels bei den San Antonio Spurs eingelegt, als die Referees einen Dunk von James Harden übersahen und den Rockets die Möglichkeit der Coaches Challenge verweigerten. Die Spurs gewannen am Ende nach zweifacher Verlängerung, die NBA schmetterte den Protest ab.

Die Entscheidung liegt letztlich in den Händen von Commissioner Adam Silver, der über das Wohl oder Übel von Protesten entscheidet. Unabhängig vom Urteil dürfte Mavs-Besitzer Mark Cuban zeitnah zur Kasse gebeten werden. Cuban hatte via Social Media seinen Unmut über die Entscheidungen der Referees kundgetan.