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Sportler des JahresHolt sich Hirscher noch den "Niki"?

Am 31. Oktober wird bei der Sporthilfe-Gala in Wien vergeben. Gestern wurde die Sportlerinnen und Sportler nominiert. Die begehrteste Trophäe trägt ab sofort den Namen "Niki". Namensgeber ist die am 20. Mai verstorbene Formel-1-Legende Niki Lauda.

Marcel Hirscher © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Marcel Hirscher könnte am 31. Oktober noch einmal groß im Mittelpunkt stehen. Der zurückgetretene Skistar ist einer von fünf Finalisten für die Wahl zu Österreichs Sportler des Jahres und gilt für die Ehrung im Rahmen der Lotterien Sporthilfe-Gala als Favorit. Bei den Damen ist keine Favoritin auszumachen, bei den Mannschaften sind vier Fußballteams in der Endauswahl.

Die Wahl zu Österreichs Sportlerin und Sportler des Jahres wird seit 1949 von den Sportjournalisten durchgeführt, am Dienstag veröffentlichte Sports Media Austria (SMA) die Liste der Finalisten 2019. Bekanntgegeben werden die Sieger am 31. Oktober in der Wiener Marx-Halle (20.15 Uhr, live ORF 1), geehrt werden sie mit einer Trophäe, die in Gedenken an den heuer verstorbenen, dreifachen Formel-1-Weltmeister Niki Lauda "Niki" benannt wurde.

Sportler und Sportlerin des Jahres 2019
Sportler und Sportlerin des Jahres 2019 Foto © (c) APA

Sportlerin des Jahres

Janine Flock (Skeleton), Vanessa Herzog (Eisschnelllauf), Verena Preiner (Leichtathletik), Claudia Riegler (Snowboard), Nicole Schmidhofer (Ski alpin).
Siegerin 2018: Anna Gasser (Snowboard)

Sportler des Jahres

Marcel Hirscher (Ski alpin), Jakob Pöltl (Basketball), Dominic Thiem (Tennis), Lukas Weißhaidinger (Leichtathletik), Bernd Wiesberger (Golf).
Sieger 2018: Marcel Hirscher

Mannschaft des Jahres

LASK (Fußball), ÖFB-Nationalteam Männer (Fußball), Raiders Tirol (American Football), Red Bull Salzburg (Fußball), WAC (Fußball).
Sieger 2018: Red Bull Salzburg

Hirscher ist mit fünf Auszeichnungen Rekordsieger der Wahl, nach seinem achten Gesamtweltcupsieg und seinem WM-Gold im Slalom darf er sich gute Chancen auf eine abschließende Ehrung ausrechnen. Herausforderer sind Basketballer Jakob Pöltl, Tennisstar Dominic Thiem, die Nummer 5 der ATP-Weltrangliste, Lukas Weißhaidinger, WM-Bronzemedaillengewinner im Diskuswurf, und der dreifache Golf-Turniersieger Bernd Wiesberger.

Offenes Rennen bei den Damen

Bei den Damen wird ein offenes Rennen um die Nachfolge von Anna Gasser erwartet. In die Top 5 mit den meisten Stimmen haben es Skeleton-Europameisterin Janine Flock, Eisschnelllauf-Weltmeisterin Vanessa Herzog, Leichtathletin Verena Preiner, WM-Dritte im Siebenkampf, Claudia Riegler, mit 45 Jahren älteste Siegerin im Snowboard-Weltcup, und Abfahrts-Gesamtweltcupsiegerin Nicole Schmidhofer (Ski alpin) geschafft.

Gernot Uhlir und Stefan Grüneis Foto © GEPA pictures

Riegler und Schmidhofer sind die Hoffnungen des ÖSV, die Siegesserie bei den Damen fortzusetzen. Seit Schwimmerin Mirna Jukic 2009 hat stets eine Sportlerin des Skiverbandes triumphiert. Herzog wäre die zweite Eisschnellläuferin nach Emese Hunyady 1994, als bisher letzte Leichtathletin hat Stephanie Graf 2001 gewonnen.

Fußball dominiert

In der Mannschaftswertung deutet alles auf den dritten Sieg eines Fußball-Teams hintereinander hin. Mit den Vereinen RB Salzburg (Titelverteidiger), LASK und WAC sowie der ÖFB-Herren-Nationalmannschaft haben es vier Fußballteams in die Final-Liste geschafft. Nur die Footballer der Raiders Tirol, die ohne Niederlage Meister geworden sind, sind in die Phalanx der Kicker vorgedrungen.

Geehrt werden auch Sportlerin und Sportler des Jahres mit Behinderung, Special Olympics Sportlerin und Sportler des Jahres, Trainerpersönlichkeit, Aufsteiger und Sportler mit Herz. Zudem wird im Rahmen der Sporthilfe-Gala auch der Jugendsportpreis vergeben.

Danke an die Familie Lauda

Der neue Sporthilfe-Geschäftsführer Gernot Uhlir freut sich über
die Namensgebung. "Wir bedanken uns sehr herzlich bei Familie Lauda,
die diese Benennung ermöglicht hat. Ich bin sicher, dass die
Bekanntgabe bei der Lotterien Sporthilfe-Gala für eine ganz
besondere Stimmung sorgen wird", sagte Uhlir.

Niki Lauda war dreimal Formel-1-Weltmeister (1975, 1977, 1984), wurde 1977 zu Österreichs Sportler des Jahres gewählt, erhielt 2006 den
österreichischen Special Award für eine einzigartige Karriere und
2016 den Laureus (Sport-Oscar) für sein Lebenswerk. Nach seiner
sportlichen Karriere war Lauda auch als Luftfahrt-Unternehmer erfolgreich.

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