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Graffiti in SplitSprayer wünschen sich, Djokovic soll sterben

Novak Djokovic wollte mit der "Adria Tennis Tour" den Spielern in Corona-Zeiten ein Turnier ermöglichen. Doch in Zadar geriet die Sache außer Kontrolle, gleich drei Profis, darunter Djokovic, und zwei Trainer wurden positiv getestet. Der Hass auf den Serben ist nun in Kroatien groß.

Schon hier war von Abstand keine Spur, daher sind positive Corona-Tests nicht verwunderlich © AP
 

Novak Djokovic steht nach der umstrittenen "Tennis-Adria-"Tour unter scharfer Kritik. Angefangen hat alles am 22. Mai, als die Nummer eins der Welt stolz vor die Medien trat und die Durchführung der Adria Tour verkündete. In der Zeit ohne offizielle Tour soll das Turnier dem guten Zweck dienen, das Vakuum füllen und den Top-Spielern die Gelegenheit geben, sich auf höchstem Niveau zu messen. Doch das Ganze lief so gar nicht nach Corona-Vorschriften ab. Die Hygiene-Regeln werden so gut wie gar nicht eingehalten, einige Profis wurden sogar oben ohne beim Feiern erwischt. Höhepunkt des Skandals: der positive Corona-Test von Novak Djokovic. Neben ihm sind noch drei weitere Tennis-Profis sowie zwei Trainer und die Ehefrau von Viktor Troicki positiv.

Vor allem in Kroatien, wo die Adria Tour wegen dem positiven Coronatest von Grigor Dimitrov im Skandal endete, ist der Ärger gross. Im Netz macht ein geschmackloses Graffiti aus der Hafenstadt Split die Runde. Auf der Schmiererei steht: "Stirb Djokovic. Stirb daran. Das wünschen wir uns. Grüsse aus Split." Die Polizei in Split nimmt diese Sache sehr ernst und hat Ermittlungen aufgenommen. Die Täter seien bisher noch nicht gefasst worden. Die nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Kroatien und Serbien sind gerade im Notfall-Modus: Kroatien hat Grenzbeschränkungen eingeführt. Nach dem Anstieg der Corona-Fälle und dem Ausbruch bei Djokovics Turnier soll nun die Ein- und Ausreise in andere Balkanländer eingeschränkt werden.

Djordje Djokovic (24), Noles Bruder, verteidigt die Nummer eins. "Es tut mir alles schrecklich leid. Dieses Szenario war leider möglich, der Worst Case ist eingetroffen. Aber ich möchte noch einmal betonen, dass wir alles getan haben, um uns zu schützen, und uns an alle Regeln in Belgrad und Zadar gehalten haben", so der 24-Jährige im Interview mit "Eurosport".


Auch Djokovics Mutter Dijana stellt sich hinter ihren Sohn. Und ärgert sich über die Negativ-Presse. "Es ist unheimlich und erschreckend, was sie schreiben, aber wir sind uns daran gewöhnt. Alle haben nur gehofft, dass so etwas passieren würde. Offensichtlich haben sie etwas gegen Novak", erzählt Dijana Djokovic der serbischen Zeitung "Blic".


Für Papa Djokovic ist der Schuldige klar: "Dimitrov hat erst nach dem Test in Zadar bekannt gegeben, dass er am Coronavirus leidet, obwohl er es schon vorher wusste. Er ist der Schuldige", schimpft der Serbe in einem TV-Interview.

Kommentare (1)
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Lodengrün
5
16
Lesenswert?

Je mehr die Familie Djokovic

von sich gibt desto schlimmer machen sie es. Der Bruder soll uns nicht für dumm verkaufen, die Videos die wir sahen lassen keine Sicherheitsmaßnahmen erkennen. Und Mutter dreht das gar noch auf die politische Seite. Was sind das für Leute?