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TennisAls Melzer das Leben von Djokovic änderte

Novak Djokovic hat in einem Interview mit Sky Italia die tiefsten Abgründe seiner Karriere beleuchtet - aber auch eines der schönsten Matches.

Jürgen Melzer, Novak Djokovic © AP
 

Die Bilanz von Novak Djokovic im Jahr 2020 ist sportlich makellos: 18 Einzel-Matches hat der Branchenprimus bis dato bestritten, ebenso viele gewonnen. Und auch in der Corona-bedingten Pause glänzt Djokovic auf Instagram: Sei es als Lebensberater mit einem ihm vertrauten Coach, als Gastgeber und Fragesteller von launigen Konversationen mit Kollegen wie Stan Wawrinka und nicht zuletzt als Humorist: In Bezug auf seinen Haarschnitt, den ihm Ehefrau Jelena verpasst hat, merkte Djokovic an, dass sei definitiv eine Karriere als Friseurin starten könne.

Aber der Weltranglisten-Erste nimmt sich hier und da auch noch die Zeit, mit großen TV-Anstalten Gespräche zu führen. So etwa vor wenigen Tagen mit Sky Italia, wo Djokovic erstaunliches berichtete. „2010 habe ich gegen Jürgen Melzer im Viertelfinale von Roland Garros verloren“, erinnerte sich Djokovic. „Ich habe geweint, als ich ausgeschieden bin, das war ein schlechter Moment. Ich wollte mit dem Tennis aufhören und habe nur Schwarz gesehen. Es war aber auch eine Transformation. Weil nach diesem Match habe ich mich selbst befreit.“

Djokovic macht gegen Federer keine Fehler

Er sei damals die Nummer drei der Welt gewesen, habe 2008 in Australien seinen ersten Grand-Slam-Titel geholt. „Aber ich war nicht glücklich. Ich wusste, dass ich noch mehr machen kann, aber ich habe die wichtigen Matches gegen Federer und Nadal verloren. Nach diesem Match habe ich den Druck von mir genommen, begonnen, aggressiver zu spielen. Das war für mich der Wendepunkt.“

Mittlerweile stehen 17 Major-Titel in der Bilanz von Novak Djokovic. Nummer 16 war ein ganz besonderer - jener in Wimbledon nach Abwehr von zwei Matchbällen gegen Roger Federer. „Das war eines der schönsten Matches, das ich jemals gespielt habe, neben dem Australian Open Finale 2012 gegen Rafa. Aus einer technischen Perspektive, war Rogers Spielqualität vom ersten bis zum letzten Punkt exzellent. Das zeigen auch die Zahlen. Ich habe die entscheidenden Punkte gut gespielt. Ich habe in allen drei Tiebreaks keinen einzigen Ball verschlagen. Das war vielleicht das erste Mal in meiner Karriere so. Solche Matches passieren nur ein- oder zweimal in einer Karriere, und ich bin dankbar dafür, so gegen eine Größe wie Roger in der prestigeträchtigen Arena wie dem Centre Court von Wimbledon gekämpft zu haben.“

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