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U20-Leichtathletik-WMLagger jubelt nach Rekord über WM-Silber

Sarah Lagger (18) krönte sich bei der U20-Leichtathletik-WM in Finnland zur Vize- weltmeisterin – und das mit 6225 Punkten.

Sarah Lagger © KK/Hensel
 

Der immense Druck vor der U20-Leichtathletik-Weltmeisterschaft im finnischen Tampere lastete auf den Schultern der Titelverteidigerin. Doch Sarah Lagger hielt ihm stand. Nach sechs Disziplinen zeichnete sich ein Zweikampf um Gold im Siebenkampf ab – die restlichen Bewerbe wurden aufgrund der herausragenden Performance der Mehrkampfathleten regelrecht in den Schatten gestellt. Und im Mittelpunkt des Geschehens stand einmal mehr Erfolgsgarantin Lagger. Die 18-Jährige lag vor der letzten Disziplin, dem 800-Meter-Lauf, lediglich zwei Zähler hinter der führenden Britin Niamh Emerson. Vor der finalen Entscheidung kündigte sich dementsprechend Dramatik pur an. „Ich hab’ alles gegeben, was ich draufhatte. Ich bin so glücklich und kann es noch nicht realisieren“, fehlten dem Schützling von Trainer Georg Werthner beinahe die Worte.

Die Siebenkämpferin musste sich nach einer Topleistung nur ihrer härtesten Konkurrentin aus England hauchdünn geschlagen geben. Zwei Sekunden fehlten Lagger schlussendlich auf WM-Gold – dabei knallte sie über 800 Meter in 2:11:53 Minuten eine neue persönliche Bestzeit hin.

Ich hab’ alles geschafft, was ich erreichen wollte. Niamh hat sich den Titel voll und ganz verdient.

Apropos persönlich. Kärntens Jungstar wuchs bei dieser U20-WM förmlich über sich hinaus. Mit 6225 Punkten verbesserte Lagger, die von ihrer gesamten Familie vor Ort angefeuert wurde, ihre bisherige Bestmarke (6156) um 69 Punkte. „Echt cool, was will man mehr?“

Das Kugelstoßen war nicht normal. Ich hab’ keine Ahnung, wie ich das geschafft habe. Über einen halben Meter weiter, als meine bisherige Bestleistung, ist einfach nur der absolute Wahnsinn. Cool!

 

Ein Feiermarathon ist allerdings nicht in Sicht. Die SSLK-Schülerin gönnt sich nach ihrem überaus erfolgreichen Kraftakt ausschließlich einen wohlverdienten, entspannten Familienurlaub im hohen Norden. „Ich werde jetzt meine Akkus aufladen und freu’ mich schon riesig darauf, das Land etwas besser erkunden zu können.“

Nach der kurzen Verschnaufpause steht eine intensive Trainingsvorbereitung auf der Tagesordnung. Von 7. bis 12. August wartet die Europameisterschaft der Allgemeinen Klasse in Berlin auf das Ausnahmetalent.

Das ist meine Premiere bei einem Großereignis. Ich will Erfahrung sammeln und diese geniale Atmosphäre genießen.

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