BeachvolleyballRonja Klinger und Julia Mitter trauen sich bei der U22-EM was zu

Nach dem für Österreichs Beachvolleyball-Elite positiv gelaufenen Continental Cup ist Baden ab heute erneut im Mittelpunkt des Beach-Interesses.

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Julia Mitter, Ronja Klinger
Julia Mitter (links) und Ronja Klinger wollen bei der U22-EM in Baden für eine Überraschung sorgen © PRIVAT
 

Nach dem für Österreichs Beachvolleyball-Elite positiv gelaufenen Continental Cup ist Baden ab heute erneut im Mittelpunkt des Beach-Interesses. Im Rahmen der U22-Europameisterschaft geht es für die größten Nachwuchstalente des Kontinents um Medaillen.

Mit dabei ist auch ein steirische Trio: Während es für die 16-jährige Marie Bruckner vom TSV Hartberg gemeinsam mit ihrer Partnerin Lina Hinteregger in erster Linie um Spielpraxis und Erfahrung für die U20-EM im Juli in der Türkei geht, haben Ronja Klinger und Julia Mitter höhere Ansprüche. „Eine Platzierung so um den fünften Rang ist ein Ziel“, sagt Klinger. Die Frauentalerin ist mit ihren 20 Jahren die „Team-Oma“ der Österreicherinnen bei der EM. „So fühle ich mich wirklich“, sagt sie mit einem Lachen. „Aber ich mag es, Verantwortung zu übernehmen. Also fühle ich mich in dieser Rolle wohl.“ Normalerweise steht Klinger mit ihrer Schwester Dorina auf dem Spielfeld. Da diese allerdings zu alt für die U22-EM ist, springt Hallenvolleyballerin Mitter ein. „Ich habe vier Wochen auf Sand trainiert, die Umstellung hat gut funktioniert“, sagt Mitter, die in der Bundesliga bei Trofaiach/Eisenerz im Einsatz ist. „Ins Achtelfinale wollen wir auf jeden Fall, alles darüber hinaus ist super.“

Das Duo kennt sich schon sehr lange, beide haben gemeinsam Junioren-Bewerbe im Beachvolleyball absolviert. Und doch hat die steirische Paarung einen Nachteil: Beide sind eigentlich Verteidigungsspielerinnen, die klassische Blockspielerin fehlt dem Team. „Der Vorteil ist, dass wir uns als Verteidiungsspielerinnen sicher voll reinhauen und versuchen, jeden Ball zu erreichen“, sagt Mitter, die der Ruhepol im Team ist. „Ich bin da eher die Laute“, sagt Klinger, für die es das letzte Turnier auf Junioren-Ebene ist. „Es ist sozusagen der Startschuss in Richtung weiterer Karriere und daher sehr interessant, ich freue mich drauf.“

Dass sie vor einigen Wochen gemeinsam mit ihrer Schwester Dorina noch in Mexiko in der Qualifikation eine Vier-Stern-Turnieres der World Tour im Einsatz war, kann in Baden nicht schaden: „Da spielt man auch in der Qualifikation schon gegen hochkarätige Gegnerinnen. Daran kann man wachsen. Ich will Julia mit der Erfahrung der World Tour mitreißen. Sie ist eine coole, unkomplizierte Partnerin.“

Los geht es für das heimische Top-Duo heute um 11.30 Uhr gegen Alvarez/Moreno (ESP).

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