Von einem echten Heimvorteil eines österreichischen Teams in Portugal zu sprechen, wäre zwar vermessen – aber Moritz Pristauz und Martin Ermacora haben das Publikum in Espinho dennoch auf ihrer Seite gehabt. "Das war gar nicht so schwer. Wir haben nach dem Viertelfinale den Jubel von Cristiano Ronaldo gemacht und alle waren total begeistert", sagt der Grazer Pristauz. Getragen von den portugiesischen Stimmungsmachern auf den Rängen schaffte er es mit seinem Partner aus Tirol bis in das Endspiel des Challenger-Turniers, wo sie dem Weltklasse-Team Michal Bryl und Bartosz Losiak aus Polen sogar den ersten Satz abgeluchst haben.
"Sie haben sich dann stabilisiert, eine taktische Umstellung vorgenommen und dann hatten wir keinen Zugriff mehr", sagt Pristauz. Das 1:2-Endergebnis (17, -13, -11) liest sich knapp, dennoch überwiegt beim 26-Jährigen das Positive: "Das war ein super Turnier. Mit Espinho haben wir bislang keine guten Erfahrungen gemacht."