Gleich am ersten Wettkampftag gab es für Österreich Bronze im Skiathlon der Damen. Teresa Stadlober setzte sich in einem spannenden Rennen gegen starke Konkurrenz durch und sicherte sich am Ende den sensationellen dritten Platz. "Ich bin so glücklich. Es war ein wirklich hartes Rennen, die Mädchen waren so stark. Ich hatte heute so viel Spaß, weil wir Seite an Seite gekämpft haben und ich habe Glück, dass ich auf dem Podium stehe", erklärte die 29-Jährige aufgelöst.

"Es ist meine erste Medaille und es ist ein emotionaler Tag für mich", fuhr sie fort. In Pyeongchang 2018 kostete ihr ein Koordinationsfehler die sicher geglaubte Medaille, diesmal lief es besser. "Mir fehlen die Worte. Vor vier Jahren war ich auf dem Weg zur Medaille, habe dann einen Fehler gemacht und sie nicht gemacht. Ich habe jetzt vier Jahre gearbeitet, und hatte immer diesen Traum von der Medaille. Jetzt habe ich sie und das ist unglaublich für mich."

Gerade in der jüngeren Vergangenheit war es nicht immer leicht für sie. "Ich habe wirklich schwere Zeiten hinter mir, gerade mit dem Drama rund um die Anreise. Aber anscheinend brauche ich das", scherzte sie und fügte an: "Diese Medaille ist für alle Langläufer in Österreich und mein gesamtes Team. Ich kann eigentlich einfach nur weinen, weil ich so glücklich bin."

Nicht minder emotional fiel die Reaktion von Vater Alois Stadlober aus. Er als Co-Kommentator vor den ORF-Mikrofonen, vor dem Bildschirm konnte man live verfolgen, wie er mitfieberte: "Wenn sie heute wieder Vierte wird, das wär ein Wahnsinn gewesen. Der Fluch ist weg, Pyeongchang hat so wehgetan. Silber oder Bronze ist mir wurscht...- Jetzt bist die Größte, auch im Hause Stadlober."