Vier Mal hintereinander hat Lewis Hamilton den Großen Preis von Spanien zuletzt gewonnen. Am Sonntag machte es ihm Max Verstappen aber nicht leicht, die Serie fortzusetzen. Der Niederländer erwischte, in seinem 100. Grand Prix, den besseren Start und schnappte sich Hamilton vor der ersten Kurve - auch wenn es ihm der Brite nicht allzu schwer machte und sogar Platz ließ.

Der Niederländer leistete auch grandiose Führungsarbeit. In Anbetracht der kaum vorhandenen Überholmöglichkeiten auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya hielt Verstappen seinen Konkurrenten auch stets außerhalb der einen DRS-Sekunde.

In der 24. Runde eröffnete Valtteri Bottas die Boxenstopp-Phase. Eine Runde später Max Verstappen. Und diesmal patzte die sonst so perfekte Red-Bull-Boxencrew ein bisschen. Hamilton drehte natürlich das Tempo rauf, wurde beim Überrunden aber etwas von Nikita Mazepin, der ohnehin nur als fahrende Schikane im Feld auffällt, aufgehalten. Sodass sich sogar Toto Wolff am Funk bei FIA-Rennleiter Michael Masi beschwerte.

Nach dem Hamilton-Stopp (30. Runde) lag Verstappen doch wieder vorne, ein paar schnelle Runden haben gereicht, um die Führung wieder zu übernehmen. Mit den neueren Medium-Reifen schlug Hamilton aber zur Halbzeit des Rennens ein unglaubliches Tempo an. Und in der 34. Runde war Hamilton wieder dran, hatte er einen Rückstand von sechs Sekunden gutgemacht. 

Aber diese erste Sturm-und-Drang-Phase von Hamilton hat Verstappen ganz großartig pariert. Und so ging es eigentlich am Runde 40 nur noch darum, wer mit den gelben Reifen am besten über die Renndistanz kommt. Aber in der 43. Runde kam Hamilton, eigentlich überraschend, zum zweiten Mal an die Box.

Kommentar zum Rennen

Ein- gegen Zwei-Stopp-Strategie

Wohl wissend, das Verstappen keine Medium-Reifen zur Verfügung hatte, zog Mercedes den zweiten Stopp nach vor und Hamilton startete eine Verfolgungsjagd. Red Bull konnte die Ein-Stopp-Strategie durchziehen. Auch wenn Verstappen an die Box funkte: "Wie soll ich mit diesen Reifen bis ins Ziel fahren..."

Zehn Runden vor Schluss lag Hamilton nur noch drei Sekunden hinter seinem größten WM-Konkurrenten. Und in der 60. Runde war der erste große Angriff von Hamilton von Erfolg gekrönt. Eine perfekte Strategie, ein perfektes Timing und natürlich eine weltmeisterliche fahrerische Leistung von Hamilton haben das Rennen entschieden.

Verstappen holte danach noch einmal frischere Reifen, um Platz zwei gegen Bottas verteidigen zu können. Was ihm auch gelang. 

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