Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Tennisland TrophySt. Andrä holte erste Punkte in der 2. Bundesliga

Die 2. Tennisland Trophy von 22. bis 26. Juni war ein voller Erfolg. Über 80 Top-Spielerinnen und Spieler fanden den Weg nach Wolfsberg.

Siegerehrung der 2. Tennisland Trophy: Hinten links. Sattler Walter, Ali Sufi, Radl Alexander und Gernot Dreier, vorne Sebastian Prechtel und Leykina Polina © KK/KTV
 

Bei den Herren gewann die Nummer 782 des ATP-Weltranglista Sebastian Prechtel gegen die Nummer 510 Mick Veldheer mit 6:4 und 6:4.
Im Damenendspiel setzte sich die Russin Paulina Leykina (aktuelle Nr. 639 des ATP Rankings) gegen Arabella Koller aus Oberösterreich mit 7:5 und 6:2 souverän durch. Aus Kärntner Sicht gab es durch Nina Plihal und Laura Pasterk (beide KLC) Silber im Doppel. Dritte wurden Bettina Pesec und Julia Adlbrecht (TC St. Andrä), wobei sich Letztere im Halbfinale verletzte und für längere Zeit ausfällt.

In der 2. Damen Bundesliga wollte der TC St. Andrä nach den ersten beiden Begegnungen gegen die favorisierten Klubs von Graz und Dornbirn, bei denen ein Punktegewinn jeweils knapp verfehlt wurde, bei ihrem dritten Antreten gegen TC Union Mödling unbedingt einen Sieg einfahren. Anstatt mit voller Besetzung mussten die Damen aus St. Andrä äußerst ersatzgeschwächt die Auswärtsreise antreten. Die Nr. 1 Andra Maria Nitescu aus Rumänien konnte auf Grund Covid-19 nicht einreisen, die Nr. 2 Tina Cvetkovic war im Semifinale bei den Slowenischen Meisterschaften im Einsatz.

Zusätzlich konnten Julia Adlbrecht, Karin Polanz und Jeannine Adlbrecht verletzungsbedingt nicht einlaufen. Nichts desto trotz schafften die Mädels den ersten Punktegewinn und überzeugten durch ihre überragende Athletik, Erfahrung, Kampf- und Teamgeist. Es gewann die ehemalige Nr. 111 der Weltrangliste Barbara Mulej ihr Einzel und im Doppel gemeinsam mit der jüngsten im Team, Laura Horacek, auch das Doppel.

Julia Adlbrecht die ehemalige Nr. 366 der WTA Rangliste hat neben dem KTV Frauenreferat auch seit kurzem das Inklusionsreferat übernommen. Sie ist auf Grund ihrer beruflichen Ausbildung und privaten Situation für diesen Bereich im Kärntner Tennis prädestiniert. So veranstaltet sie jährlich das Damen Generationen Doppel in Kärnten und betreut anschließend das Siegespaar beim Bundesfinale, welches im Rahmen des WTA Tennisturniers in Linz ausgetragen wird. Im Zuge der Senioren Europameisterschaften in Pörtschach förderte Adlbrecht erstmals die Zusammenarbeit zwischen dem alteingesessenem Organisationsteam und Menschen mit Beeinträchtigung. „Ein voller Erfolg“, der beibehalten werden muss, sagte auch Beate Prettner, Landesrätin für Gesundheit und Pflegewesen bei der anschließenden Gala im Strandcasino in Pörtschach.

Danach fungierte sie als Spielerin beim Charity-Rollstuhlturnier in Warmbad-Villach, holte sich Tipps bei den Rollis und vernetzte sich, um den Behindertensport im Tennis in Kärnten wiederum einen höheren Stellenwert zu verschaffen. Der ÖTV beauftragte Julia Adlbrecht und Gernot Dreier mit der Durchführung der Staatsmeisterschaften im Rollstuhltennis. Bei diesen Meisterschaften, die vom 10. – 12. Juli im Warmbad-Villach durchgeführt werden, steht neben sportlichem Ehrgeiz auch soziales Miteinander an oberster Stelle.

 

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren