Lafnitz schrieb am Freitag eine dieser Geschichten, die man eben nur beim Fußball sieht. Schon in der 12. Minute prallte Torhüter Andreas Zingl mit seinem Stürmer Luka Duvnjak zusammen, beide mussten verletzt ausgewechselt werden. Dennoch machten die Oststeirer bei Tabellenführer Amstetten ein gutes Spiel, Treffer wollte aber keiner fallen – bis zur 90. Minute. Dann war Duvnjaks Ersatzmann Stefan Sulzer zur Stelle, da ließ sich sogar der erst am Donnerstag von einer Corona-Infektion zurückgekehrte Philipp Semlic zu einem Sprint über den Platz hinreißen. „Das ist meine Mannschaft, sie ist charakterlich unglaublich, das zeigt sich in solch schwierigen Situationen“, sagte der Trainer, der zur Halbzeit auch noch Gerald Nutz mit einer Knieverletzung verlor. Zum Drüberstreuen hielt Ersatzgoalie Gabriel Suprun mit der letzten Aktion auch noch den Sieg fest. „Am Ende war es ein absolut verdienter Sieg“ – der erste gegen Amstetten überhaupt.