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WAC - Admira Michael Liendl: „Am Ende waren wir grob fahrlässig“

Der WAC ließ beim 2:2 zu Hause gegen die Admira unnötig Punkte liegen. Viele Chancen wurden nicht ordentlich fertig gespielt.

Doppeltorschütze Bakis (links) war von der WAC-Abwehr nur schwer in den Griff zu bekommen © GEPA pictures
 

Zum neunten Mal in Folge blieb der WAC in der Bundesliga unbesiegt. Eine derartige Serie gab’s bisher nur ein Mal – im April 2016. Die Freude darüber hielt sich nach dem 2:2 gegen die Admira aber in Grenzen. Denn, und das ist die Kehrseite der Medaille: In den letzten sechs Spielen gelang bewerbsübergreifend nur ein Sieg (4:0 gegen St. Pölten).

Dass es nur zu einem Unentschieden reichte, lag vor allem an der miserablen Chancenverwertung. Alleine in der Schlussphase, als der WAC 2:1 führte und die Admira alles nach vorne warf, hätten die Lavanttaler bei vier, fünf Kontern den Sack zumachen müssen. „Wenn du nur einen, nur einen einzigen davon, sauber fertig spielst, ist das Ding erledigt“, ärgerte sich Michael Liendl. „Am Ende war es grob fahrlässig, wie wir mit unseren Chancen umgegangen sind.“

Gollner mit Doppelpack

Trainer Gerhard Struber drückte es schöner aus: „Momentan fehlt es an Effizienz.“ Dabei hat alles schon so gut ausgesehen. Das unglückliche 0:1 (Sollbauer schoss Lukacevic an, dessen Flanke verwertete Bakis per Kopf) drehte der WAC in ein 2:1. Beide Tore erzielte Verteidiger Manfred Gollner. Das erste per Kopf nach einem Eckball von Liendl, das zweite, als er einen Schuss von Marcel Ritzmaier unhaltbar für Admira-Goalie Leitner abfälschte. „Ich kann mich überhaupt nicht freuen, mir wäre ein Sieg viel lieber gewesen“, wirkte Gollner nach dem Schlusspfiff zerknirscht.

Zu Recht, weil mit dem 2:2 niemand mehr rechnete. In der Nachspielzeit pfiff Schiri Lechner Freistoß für die Gäste. Kerschbaum, Admiras Einser-Schütze, überließ Bakis die Ausführung. Dieser wuchtete den Ball genau ins Kreuzeck.

So weit hätte es nicht kommen müssen, hätte Shon Weissman die Mutter aller Torchancen verwertet. Als nach einem Freistoß die Admira-Abseitsfalle nicht zuschnappte, standen drei WAC-Spieler alleine vor dem Tor. Doch Weissman schoss Leitner an.

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staubi07
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Ich bin von Wolfsberg

Aber bin schon lange in Graz und hab dieses Publikum in wolfsberg auch schon öfters miterlebt einfach nur traurig!!! Diese Mannschaft hätte eine super Unterstützung verdient!! Aber in Wolfsberg passiert weder bei Fanclub noch bei denn Zuschauerzahlen was! Schade!!!

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Genesis
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Anmerkungen eines Besuchers des Spiels

Als Zuschauer gestern im Stadion noch 2 besondere Anmerkungen bzw. Eindrücke meinerseits: 1.) Man hatte das Gefühl, als würden die WAC-Spieler nicht (mehr) so ganz an sich selbst glauben. Hoffentlich beginnen sie über die bisherigen Erfolge heuer und sich selbst nicht zu sehr nachzudenken. Dies ist im Fußball-Sport in der Regel schlecht. 2.) Befremdlich war für mich, dass auf der Sitzplatztribüne nach dem späten 2-2 Ausgleichstreffer für die Admira viele "WAC-Fans" einfach kommentarlos aufgestanden und heim gegangen sind. Als langjähriger Besucher bei Heimspielen von Sturm GRAZ aber auch RAPID, AUSTRIA, LASK und Salzburg bin ich anderes gewohnt: Eigentlich hätte das Publikum den WAC für die letzten 2 bis 3 Minuten noch einmal aufpeitschen müssen, damit möglicherweise noch ein Lucky Punch auf Wolfsberger Seite zu Stande kommt. Bin gespannt, wie der Lavantaler Anhang reagiert, wenn es einmal eine längere Durststrecke heuer gibt (Vorsicht: der Aufstieg in die nächste Europa-Cup-Phase liegt noch in weiter Ferne!).

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