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WACLiendl feiert heute seinen „Hunderter“

Der WAC gastiert heute bei Rapid. Jubiläum für Liendl. Rapid-Trainer Kühbauer weiß, wie Teams mit „Salzburg-Gen“ zu bespielen sind.

Michael Liendl spielt heute zum 100. Mal in der Bundesliga für den WAC © GEPA pictures
 

Mit dem heutigen Auswärtsspiel bei Rekordmeister Rapid schließt der WAC die Hinrunde in der Bundesliga ab. Was hochinteressant wird, denn: Auf der einen Seite sorgt der WAC mit seinem attraktiven Spielstil für Furore. Trainer Gerhard Struber hat das Salzburg-Gen in Wolfsberg implantiert.

Auf der anderen Seite sitzt auf der Bank der Hütteldorfer Didi Kühbauer. Also jener Trainer, der das „Salzburg-Spiel“ in den vergangenen fünf Jahren am besten entschlüsselte. Die Bilanz von Kühbauer mit seinen Klubs (WAC, St. Pölten, Rapid) gegen Salzburg: neun Spiele, drei Siege, zwei Remis, nur vier Niederlagen. Besser war kein anderer Trainer.

System ist wichtig

Was aber für den 48-Jährigen keine Rolle spielt. Vielmehr interessiert ihn das Spielsystem seiner Mannschaft. Das „Projekt Dreierkette“, mit dem Kühbauer in die Saison startete, scheint gescheitert. In den ersten drei Saisonspielen praktiziert, wurde es bis zum schmeichelhaften 3:2 in Mattersburg zuletzt wieder ad acta gelegt. Auch da kam nach 70 Minuten der Wechsel zurück zu vier Verteidigern, was am Ende Erfolg bringen sollte. „Ob ich ein 4-3-3 oder 4-2-3-1 spielen lassen werde, kann ich noch nicht sagen. Am Ende ist in jedem Fall wichtig, dass wir mit unseren Chancen gut umgehen und die Einstellung passt“, sagt Kühbauer.

Rapid will Leiberl drucken

Am Ende zählen im Allianz-Stadion vor rund 20.000 Fans lediglich die drei Punkte, weiß auch Sportdirektor Zoran Barisic: „Der WAC ist eine richtig schwer zu bespielende Mannschaft, hat sich auch toll entwickelt.“ Einen Marketing-Gag der Wölfe will man bei Rapid zudem eventuell übernehmen. „Nach dem 4:0 in Gladbach haben sie ja jetzt T-Shirts mit dem Aufdruck ,Deutsche-Bundesliga-Spitzenreiter-Besieger‘ produziert. Vielleicht verkaufen wir ab morgen dann ja ,Deutsche-Bundesliga-Spitzenreiter-Besieger-Besieger‘-Leiberln“, sagt Barisic mit einem Augenzwinkern. Die angeschlagenen Thomas Murg und Mario Sonnleitner kehrten in der Länderspielpause ins Training zurück, stehen heute zur Verfügung.

Liendls Jubiläum

Der WAC hat seinen Kader komplett zur Verfügung. Im Mittelfeld wird wieder Michael Liendl die Fäden ziehen – übrigens zum 100. Mal für den WAC in der Bundesliga. Das runde Jubiläum freut den Assistkönig der Bundesliga (acht Vorlagen in zehn Spielen) total: „Es hat auch einen gewissen Charme, so viele Spiele für einen Verein zu machen und ein Teil der ganzen WAC-Geschichte zu sein.“

WAC-Trainer Gerhard Struber freut sich auf das Spiel: „Wir wollen im Allianz-Stadion der Taktgeber sein. Rapid ist aber um einiges stabiler als im letzten Jahr. Sie haben eine Mentalität entwickelt, dass sie in Spiele zurückkommen können.“

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