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Mit 30 Jahren

Manuel Weber: "Es ist besser, meine Karriere zu beenden"

Nach dem Auslaufen seines Vertrags beim WAC gab Mittelfeldspieler Manuel Weber mit nur 30 Jahren überraschend sein Karriere-Ende bekannt. Mit Sturm Graz holte der Villacher den Cup- und Meistertitel.

SOCCER - BL, Rapid vs WAC
Manuel Weber wird in Zukunft nicht mehr in Aktion zu bewundern sein © GEPA pictures
 

Ihr Vertrag beim WAC ist mit Saisonende ausgelaufen. Wie geht es mit Ihnen nun weiter?
MANUEL WEBER: Ich habe mir viele Gedanken gemacht. Bei mir ist es so, dass aus gesundheitlichen Gründen der Punkt gekommen ist, an dem ich sagen muss, dass es genug mit professionellem Fußball ist. Mein Körper setzt nicht mehr das um, was mein Kopf vorgibt. Ich werde nie mehr das Leistungsniveau erreichen, wie ich es mir vorstellen würde, deshalb ist es besser meine aktive Karriere zu beenden.

Sie sprechen gesundheitliche Probleme an. War die Leistenverletzung im vergangenen Jahr der Hauptgrund für Ihren Entschluss?
WEBER: Ich muss auf Holz klopfen. Während meiner ganzen Karriere hatte ich nur Verletzungen, die der Fußball eben so mit sich bringt. Wie etwa einen Finger- oder Nasenbruch, wo man kurzfristig ausfällt. Aber das letzte Jahr, als ich acht bis neun Monate verletzt war und zuvor schon Probleme beim Spielen hatte, war ausschlaggebend. Und außerdem bin jetzt ich in einem Alter, in dem man sich nicht mehr so schnell erholt.

Dennoch hatten Sie noch Angebote anderer Klubs.
WEBER: Ja, es waren auch Angebote aus der Bundesliga dabei. Ich bin durch meine Physiotherapie auch annähernd wieder dorthin gekommen, dass ich schmerzfrei trainieren kann. Aber es war mit sehr viel Aufwand verbunden. Deswegen war es für mich nicht mehr zufriedenstellend.

Sie können auf eine über zwölf Jahre lange Profi-Karriere zurückblicken. Erinnern Sie sich noch an Ihr Bundesliga-Debüt?
WEBER: (überlegt lang) Es war mit dem FC Kärnten beim 3:2-Sieg gegen Bregenz. Ich war 18 Jahre alt, es war im März 2004. Ich kann mich an die Partie gut erinnern, weil ich gleich nach eineinhalb Minuten mein erstes Tor aufgelegt habe. Ein tolles Erlebnis.

Danach ging es bei Austria Kärnten weiter . . .
WEBER: Mit 21 Jahren war ich im zweiten Jahr gleich Kapitän. Das war eine Ehre für mich. Auch wenn wir im Abstiegskampf steckten, war es eine schöne Erfahrung. Überhaupt hatte jede Station seine Höhepunkte. Wie die Tabellenführung mit dem WAC oder natürlich der Meistertitel und Cupsieg mit Sturm Graz.

Sie sprechen Sturm an. Wo würden Sie die Erfolge mit den Grazern einordnen? Immerhin waren Sie dort auch Kapitän.
WEBER: Wenn ich an die Zeit in Graz zurückdenke, bekomme ich noch immer Gänsehaut. Sportlich war es sicher die schönste und erfolgreichste Zeit. Im ersten Jahr sind wir Cupsieger geworden, waren in der Europa-League-Gruppenphase. Im zweiten Jahr sind wir dann sogar Meister geworden. Die Euphorie in der Stadt und bei den Fans war damals einfach ein Wahnsinn.

Also fällt Ihre Karriere-Bilanz durchwegs positiv aus, oder?
WEBER: Ich bin auf alle Fälle sehr zufrieden mit meiner Karriere. Auch das Nationalteam habe ich abgehakt, auch wenn es nur ein Einsatz war. Es war schön einmal den Adler auf der Brust zu tragen.

Gibt es schon Pläne für die Zukunft nach der Profi-Laufbahn?
WEBER: Ich habe schon vorgehabt noch weiterzuspielen, das muss ich ganz ehrlich sagen. Es gibt aber viele Bereiche die mich interessieren und es gibt Sachen, die ich schon machen könnte.

Wäre auch eine Rückkehr in den Fußball für Sie vorstellbar?
WEBER: Ich habe mir schon viele Gedanken gemacht. Vor drei Jahren habe ich mit der B-Lizenz angefangen, also der Trainerbereich wäre sicher interessant. Aber ich möchte mir bei meiner Entscheidung noch Zeit lassen.

INTERVIEW: UWE BLÜMEL

Kommentare (1)

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dem Herrn Klimtheit bitte ausrichten

die Nummer 7 war nie die Nummer vom Haas, sondern die hat dem kürzlich verstorbenen Bakota gehört. Der war einer der größten Kicker bei Sturm.

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