Es war die dritte Runde des UEFA Cups der Saison 1999/2000. Sturm traf in der K.o.-Phase auf den damals noch großen FC Parma, ausgestattet mit Stars wie Gianluigi Buffon, Lilian Thuram, Marco di Vaio und Fabio Cannavaro.

Das Hinspiel fand in Italien statt - Sturm musste sich knapp mit 1:2 geschlagen geben.

Am 9. Dezember 1999, also genau vor 20 Jahren, wollten die Grazer in Liebenau das Ergebnis noch drehen, den Aufstieg doch noch schaffen. Nach fünf Minuten der Schock: Mario Stanic trifft zum 1:0 für die Gäste, Sturm brauchte zwei Tore, um die Verlängerung zu erzwingen.

Hannes Reinmayr und Ivica Vastic sorgen mit ihren Toren in der Schlussphase der Partie tatsächlich für das 2:1 nach 90 Minuten.

Pepi Schicklgruber
© GEPA pictures

Wie Schicklgruber zum "Pannen-Pepi" wurde

Dann die 108. Minute: Flanke von Stanic, der Ball kommt gefährlich nahe an Sturms Tor. Goalie Josef "Pepi" Schicklgruber fängt den Ball, steht dabei mit den Beinen hinter der Torlinie, die Arme weit ausgestreckt. "Ich hatte aber viel Selbstvertrauen und dachte: Den Ball klaub ich mir runter wie nix. Ich habe die Linie gesehen, gemerkt, dass ich ziemlich weit hinten im Tor drinnen stand. Aber ich hab mir keine Gedanken darüber gemacht, dass der Ball mit vollem Umfang hinter der Linie sein könnte. Meine Hände sind ja einen Meter lang. Ich dachte, das Spiel geht normal weiter", sagt Schicklgruber im "Standard".

Parmas Spieler reklamieren Tor, Sturm spielt weiter. Plötzlich pfeift der Unparteiische ab, diskutiert mit seinem Linienrichter. Und das ziemlich lange. Nach minutenlanger Unterhaltung die Entscheidung: Tor für Parma, es steht 2:3 aus Sicht der Italiener und Sturm ist wegen der Auswärtstorregel ausgeschieden. Die Partie endet 3:3, Hernan Crespo sorgt für den Schlusspunkt.