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SK SturmEl Maestro gesteht ehrlich: Nicht alle Wechsel waren gut

Sturm-Trainer Nestor El Maestro war nach der Niederlage bei der Wiener Austria "perplex" und übte harsche Kritik an Mannschaft.

FUSSBALL TIPICO-BUNDESLIGA GRUNDDURCHGANG: FK AUSTRIA WIEN - SK PUNTIGAMER STURM GRAZ
Sturm-Coach El Maestro © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Nestor El Maestro war "verzweifelt". Nach dem 0:1 bei der vor Selbstvertrauen nicht gerade strotzenden Austria war Sturms Trainer bedient. In seiner ersten, zweieinhalbminütigen Analyse beim Pressetermin nach der Partie gab sich der 36-Jährige ratlos. Er werde voller Motivation weiterarbeiten, "wenn der Verein mich weiterarbeiten lässt", sagte El Maestro. Kritik gab es am Auftreten seines Teams: "Ich bin ein bisschen perplex. Wir sind in guter Form gekommen. Wir spielen gegen eine verunsicherte Mannschaft, es läuft nach Plan und dann passiert gar nichts", erklärte El Maestro. Den Serben stieß vor allem das Auftreten in der zweiten Spielhälfte auf, in der die Austria Oberwasser verspürte. Sturm erarbeitete sich keine einzige wirkliche Torchance mehr, nachdem die Steirer vor der Pause drei richtig gute Möglichkeiten auf ein Tor verpasst hatten. Christoph Monschein (82.) ließ die Austria mit seinem achten Tor im zehnten Liga-Einsatz spät jubeln.

"Ich glaube an die Jungs, aber häufig bin ich ein wenig verzweifelt. Ich bin verzweifelt wie wenig Gefühl wir haben, was möglich ist, was geht und was man machen muss", meinte El Maestro. Zur Schelte für sein Team kam auch Selbstkritik. El Maestro sprach von falschen Wechseln, die er getätigt habe. Grundlegend sei er für die Zusammenstellung der Mannschaft verantwortlich. "Ich habe große Unterstützung vom Verein bekommen. Der Kader ist schon sehr nach meinen Vorstellungen verändert. Leider ist das, was wir auf den Platz bringen, zu wenig. Wir haben 16 Punkte, das ist extrem wenig, wie ich finde", sage El Maestro.

Der Kader ist schon sehr nach meinen Vorstellungen verändert. Leider ist das, was wir auf den Platz bringen, zu wenig. Wir haben 16 Punkte, das ist extrem wenig, wie ich finde.

Nestor El Maestro

Rückte die Austria (11 Punkte) bis auf einen Zähler an den Sechsten Hartberg heran, bleibt Sturm als Fünfter einzementiert. Zum Abschluss der Hinrunde wartet nach der Länderspielpause ein Heimspiel gegen Tabellenführer Salzburg (19. Oktober). Auch danach soll eine Trainerdiskussion bei Sturm nicht entbrennen. Günter Kreissl nahm in Wien die Mannschaft in die Pflicht. "Man hat gesehen, dass wir auf eine verunsicherte Mannschaft getroffen sind. Da gilt es, das auszunutzen", meinte der Sport-Geschäftsführer. Hart ins Gericht ging auch Kapitän Lukas Spendlhofer. Sturm habe in der zweiten Halbzeit "alles vermissen lassen. So kann man auch einen angeschlagenen Gegner wieder aufwecken", sagte der Innenverteidiger.

Im Aufwind

Die Austria durfte sich indes freuen. Nach dem Erfolg gegen Altach landeten die Favoritner den zweiten Heimsieg in Folge. Schön war es nicht, was die Fans zu sehen bekamen. Am Ende war aber auch der in der ersten Spielhälfte schweigende harte Fan-Kern der Violetten wieder besänftigt. Platz sechs ist wieder in Reichweite, auf die Austria wartet in zwei Wochen das Auswärtsspiel in St. Pölten. Schon da könnte der Sprung auf einen Meister-Play-off-Platz realisiert werden. Trainer Christian Ilzer sprach von einem kleinen Schritt: "Aber wir müssen gegen die nächsten Gegner weiterpunkten, das muss das absolute Ziel sein."

Mann der Partie war für die Austria wieder Monschein. Vom Angreifer sah man lange wenig, da er kaum brauchbare Bälle erhielt. Als es wichtig war, war der 26-Jährige aber wieder zur Stelle. Der von den Fans aufgrund eines Interviews nach dem Cup-Aus in Wattens heftig gescholtene Florian Klein lieferte die Vorarbeit. "Für unser Spiel ist es extrem wichtig, dass wir einen Stürmer haben, der aus wenigen Chancen Tore machen kann", meinte Ilzer. Genauso wichtig seien jedoch auch andere Bereiche. So freute sich Ilzer auch, dass die wieder mit Alexander Grünwald als "Libero" eingelaufene Defensive keinen Gegentreffer zuließ.

Monschein jubelte nach seinem Treffer demonstrativ mit Klein. "Ich verstehe den Unmut der Fans. Aber persönliche Kritik kann keiner brauchen", betonte der Torjäger, der es dank seiner Serie bis auf die Abrufliste des Nationalteams geschafft hat. Einen besonderen Druck verspüre er nicht. "Das gehört zum Fußball dazu. Ich versuche Woche für Woche alles reinzuhauen. Manchmal wird man belohnt, manchmal nicht."

Kommentare (9)

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einmischer
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Trainer

Warum zaubert der LASK schon den 2. Erfolgstrainer in Folge aus dem Hut?
Warum der WAC?
Warum Sturm nicht? Immer diese Zauberlehrlinge zwischen den Foda-Aeren?
Wurden aus dem Hybala-Theater keine Lehren gezogen?
Warum strebt man immer nur diese verdammten EC-Plätze an, statt eine Mannschaft zu entwickeln?
Immer das gleiche Strickmuster:
Ausverkauf am Meisterschaftsende
Kurze bis keine Aufbauphase im Sommer wegen der Qualispiele..
Ausscheiden in der ersten Runde gegen "hochattraktive" Gegner aus dem ehemaligen Osten. Meist verbunden mit einem Minus
Trainerdiskussion und Panikkäufe im Herbst.
Das größte Problem von Rapid, Sturm, Austria, sind unrealistische Ziele. Die glauben immer der Name allein gibt schon mal einen Platz zwischen 2 und 5 her. Am Rest ist der Trainer schuld.
Und solange man Niederlagen gegen den WAC als Blamage statt als Ansporn sieht es ihm nachzumachen, ist keine Besserung in Sicht

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Geerdeter Steirer
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"Die Mischung macht´s aus".............

genau darin liegt der ganze Zauber, die Charaktere von den Spielern und auch vom leitenden Personal sollten schon eine Übereinstimmung haben, das "einer für alle und alle für einen" gehört gelebt und richtig umgesetzt, da braucht es keine Experimente.
Von der Führungsetage und der sportlichen Leitung inclusive Trainerstab her sollte da schon fundiertes fachliches Wissen in sportlicher wie auch in menschlicher Hinsicht mal als erstes als Status Quo gefordert sein !
Es hilft nichts wenn nur ständig die finanzielle Basis im Vordergrund steht und als Vorwand gilt, wenn das Gefüge zwischen Führungsetage, Trainer und Spieler nicht eins ist wird der Erfolg ausbleiben, folglich werden auch die Einnahmen welche dann eben auch die gesunde finanzielle Basis herstellen und sicherstellen ausbleiben.
Wie's so schön heißt, "mit Geld kannst dir sicherlich was erkaufen, jedoch Menschlichkeit, die richtige Philosophie und Charakter ist dir in die Wiege gelegt und gelehrt"!!

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einmischer
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Sturm 2019

Wenn ein Spieler wie Liendl am Markt ist und an Graz vorbei in die Pack-Arena zieht, sieht man mit wie viel, besser gesagt wie wenig Fußballverstand das Management sein Auslangen findet.
Die Mannschaft hat keine Hierarchie, keinen Leithammel, keinen Taktgeber(und wohl auch wieder einmal keinen Trainer der diese Berufsbezeichnung auch verdient) . Immer nur von Jugend, von Aufbau, von...….. zu reden ist falsch. Man sollte auch ein Wenig im Jetzt leben. Die Tabelle tut das auch. Und die Fans tragen ihre Geld auch jetzt ins Stadion.
Die Mischung macht´s aus. Siehe LASK, siehe WAC.

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Genesis
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Wechsel in der Führung des Vereins wohl nötig

Es liegt an den Mitgliedern des Vereins SK STURM sich um eine neue Führung (Präsident, Sportdirektor, etc.) umzuschauen. Immer nur die Vergangenheit zu glorifizieren ist zwar nett aber zu wenig. Wir leben im Jetzt! Der Trainer versucht eh sein Bestes. Er ist halt nicht Foda, der mit seiner Persönlichkeit und Zielstrebigkeit viele Mankos bei Sturm überdecken konnte. EL Maestro wird es über kurz oder lang auch nicht besser ergehen wie seinen beiden Kurzzeit-Vorgängern. Er tut mir fast leid.

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Geerdeter Steirer
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Das geht nun ins lächerliche..........

jefe "el Amor propio" (Herr "Selbstüberschätzung"), das zeigt wie hilflos und ratlos er urgiert, handelt scheinbar nach reinem Zufallsprinzip mit wenig Bauchgefühl und fragwürdigem Fachwissen, für den Fußballsport in Graz sehr enttäuschend.

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kaagee44
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Wie üblich

...tut Sturm so, als hätte man als bessere Mannschaft verloren. Irrtum! Sturm ist wie Austria Mittelmass, hat aber keinen Stürmer wie Monschein. Der hat entschieden.

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az67
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Am Kader kann es nicht liegen

Das wird mit den Trainer nichts mehr !
So schlecht habe ich die Austria schon lange nicht mehr gesehen und trotzdem hat es für 3Punkte gereicht! Statt in der zweiten Halbzeit mehr Druck aufzubauen hat man lieber mal abgewartet und Wechsel durchgeführt die nicht nachvollziehbar waren.
Seit Jahren das gleiche Theater. Jeder Gegner in der Krise ist froh wenn Sturm kommt denn dann reicht es für 3 Punkte. Bei der Austria hat ein Wechsel ( Prokop) gereicht um das Spiel zu kontrollieren!
Diesen Spielertyp hätten wir mit Huspek auch gehabt der mit Jantscher zeitgleich kommen hätte müssen um offensiv Dampf zu machen !
Zwei defensive 6 hätte man gegen diese Austria nie und nimmer gebraucht!

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Lodengrün
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Schauen wir uns das Foto der Pressekonferenz an

Es gibt den Zustand des Vereines an. Dem Heulen nahe. Aber von einem eigenen Stadion träumen. Verkehrte Welt.

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wahlnuss
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Auch ich gestehe ehrlich,

dass mir mein Herzblut- und Lieblingsverein über Jahrzehnte immer weniger am Herzen liegt. Und ich bin häufig so verzweifelt, dass ich in nächster Zeit nicht mehr ins Stadion gehen werde. Ihr bringt zu wenig auf den Platz? Zu wenig in welcher Relation? Vielleicht zum Gehaltszettel? Wer seid Ihr, rerspektive WIR? Ihr seid die Spieler und das Trainerteam. Es ist ein Kommen und Gehen in diesem Verein. Ein kostspieliges Durchhaus ohne langfristiges Konzept. Dazu passend der Mitleid heischende Jungtrainer Nestor Jevtić, pardon el maestro. Aber so jung im Geschäft ist er auch wieder nicht, da er bereits mit 15 die Karriere eines Trainers anstrebte, weil seine aktive Karriere am Talent scheiterte. Wunderkinder sind selten an langfristigen Konzepten interessiert. Sie sind im schnellen Erfolg verwöhnt, harte Arbeiter sind meist keine Wunderkinder. Nur ein kleines Detail: Jakob Jantscher, der letzte Steirer, war nach der Vorbereitung - frei von Verletzung - in sehr starker Verfassung. Die letzten Runden war er nur in der Rolle des Reservisten. Warum?

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