Nach 0:3 gegen den LASKKreissl fordert die Besinnung auf "Grundtugenden"

Sturm war gegen den LASK von Anfang bis Ende unterlegen. Im Kampf um das Meister-Play-off brauchen die Grazer jetzt bei Meister Salzburg drei Punkte.

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Geschäftsführer Sport Günter Kreissl
Geschäftsführer Sport Günter Kreissl © APA/ERWIN SCHERIAU
 

Fußball-Bundesligist Sturm Graz hat am Sonntag die erste Niederlage unter Trainer Roman Mählich erlitten. Der LASK war beim 3:0-Sieg klar besser und spitzte die Lage für den Noch-Sechsten aus der Steiermark dramatisch zu. Gegen Red Bull Salzburg (a) und Austria (h) kann eine Niederlage schon eine zu viel sein. "Jetzt sind unsere Grundtugenden gefragt", meinte Sport-Geschäftsführer Günter Kreissl.

Die Linzer ernten für ihre Dominanz in den vergangenen Partien neben vielen Punkten auch haufenweise Lob. "LASK hat eindrucksvoll demonstriert, worum sie dort stehen, wo sie im Moment stehen", erkannte Mählich an. "Sie waren die bessere Mannschaft, wenngleich das 0:1 nach einem Fehler von uns passiert ist." Der erste Herausforderer von Salzburg ging in Graz in Führung, weil die Athletiker nach einem Ballverlust von Sandi Lovric blitzschnell in die Spitze umschalteten, wo Joao Victor als Goalgetter zur Stelle war.

Alle Daten zum Spiel

Nach einer Vielzahl von LASK-Chancen, die noch folgen sollten, stellte nach 90 Minuten aber niemand das Ergebnis infrage. "Der LASK war der verdiente Sieger in dieser Partie", befand Sturm-Torhüter Jörg Siebenhandl. "Die Niederlage ist absolut verdient, auch in dieser Höhe. Wir haben viel vermissen lassen", analysierte Kapitän Lukas Spendlhofer nüchtern. "Wir waren einfach schlecht, nichts hat zusammengepasst."

Die Stürmer Philipp Hosiner und Arnel Jakupovic hingen de facto in der Luft, im Zentrum waren die "Blackys" in den Zweikämpfen zu wenig präsent. "Die wichtigen zweiten Bälle hat heute der Gegner gewonnen. Die Linzer waren auch leidenschaftlicher und auch um den einen oder andern Gedankengang schneller", zählte Kreissl auf, der an seine Spieler appellierte, den Kopf jetzt nicht in den Sand zu stecken.

"Nächste Woche geht es weiter. Wir haben das Play-off noch in der eigenen Hand", erklärte auch Spendlhofer. Eine Niederlage beim Meister könnte hinsichtlich dieses Ziels aber ein heftiger Dämpfer sein. "Jetzt müssen wir gegen Salzburg drei Punkte machen", wusste Siebenhandl dementsprechend. "Wir fahren nach Salzburg, um dort etwas zu holen. Wir haben dort nichts zu verlieren und müssen kühlen Kopf bewahren", meinte Stefan Hierländer.

LASK gönnt keine Verschnaufpausen

LASK-Coach Trainer Oliver Glasner hob die körperliche Verfassung als einen der zentralen Bausteine für den Erfolg seiner Mannschaft hervor: "Meine Spieler sind fit und in sehr guter Verfassung, das ist ein Grundstein." Dominik Frieser, der als Einwechselspieler das 3:0 für die Athletiker erzielte, erklärte es so: "Wir sind ein guter Haufen, der von der ersten bis zur letzten Minute zusammenhält und der physisch auf Topniveau ist. Wir können unser Forechecking von der ersten bis zur 90. Minute durchziehen." Verschnaufpausen brauche und nehme man nur, "wenn wir im Ballbesitz sind".

So kann auch der 36-jährige Emanuel Pogatetz sein Schäuferl zum Erfolg beitragen. "Es macht Spaß, beim LASK zu sein", sagte der Ex-Sturm-Nachwuchsakteur, der als Ersatz für Christian Ramsebner eine Topleistung ablieferte. Der Innenverteidiger mahnte aber zur Vorsicht, "da der Unterschied zu den anderen Clubs nicht so groß ist". Seinem Jugendverein wünschte er alles Gute. "Ich drücke Sturm die Daumen. Sie müssen vor allem auf sich selbst schauen und nicht auf die anderen."

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Danke für Ihr Verständnis.

zyni
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Keine leichte Aufgabe

für Herrn Mählich mit diesem Kader. Salzburg wird schwer, aber die Austria hat sogar der GAK locker besiegt. Nicht auszudenken, wenn man sich nur mehr mit Mannschaften wie Mattersburg, Altach oder Hartberg herumschlagen müsste. Es wird schon noch klappen mit der Meisterrunde.

weitsichtig
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ein schöner sonntag

wie immer von sturm seite mit grossen sprüchen, aber am ende sieht es traurig aus....sehr traurig. hier hat man mählich seine grenzen auf gezeigt was taktik und spielwitz ist. er ist auch nur ein sprüche-klopfer wie sein vorgänger vogel. kreissl glaubt auch er ist der grösste.....mit hat das spiel und resultat gefallen. so kann es weiter gehen...

LF1TZ0NW7LBJF0WQ
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Unterschied Glasner - Mählich

Abgesehen von der Erfahrung und vom taktischen Rüstzeug stach gestern noch etwas klar ins Auge:
Während Gladner seine Mannschaft permanent bis zum Schluss von der Seitenlinie pushte und immerwieder korrigierend eingriff, war der Sturm-Trainer kaum mal in der Coachingzone zu sehen. Auch keine sichtbaren motivierenden Emotionen nach den Gegentoren. Total ungewohnt.
Das Agieren der Spieler am Platz war auch dementsprechend unterschiedlich.
Haben schon Alle resigniert?

soni1
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Ist mir auch aufgefallen ...

Hr. Glasner war sehr aktiv!

DQZA1ZO0IR2VUH9V
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In Graz

Nur Rapid und GAK!!!

Geom38
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In erster Linie sollte man sich mal fragen

wie es möglich sein kann, dass eine Mannschaft wie der LASK innerhalb von nur 2 Jahren Sturm auf praktisch allen Ebenen überholen konnte und jetzt mit ungleich besseren Perspektiven dasteht, auch was die Zukunft betrifft.

Genesis
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Sie haben völlig recht

Ihrer Analyse ist nichts hinzuzufügen. LEIDER.

Lodengrün
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An die Grundtugenden

kann man wohl appellieren, die sind auch da. Was fehlt ist halt das Rüstzeug. Da wird aus einem Herrn Hierländer kein Messi auch wenn er sich noch so großartig verkaufen möchte. Wäre er 40% davon hieße sein Verein jetzt Leipzig, wäre er es zu 70% , Liverpool.

hometrainer
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Und weiter gehts...

Immer die gleiche Leier. Wann wird endlich mal klar nach außen Stellung bezogen, dass mit diesem Kader einfach nix zu holen ist? Die Abgänge des letzten Jahres konnten nicht kompensiert werden. Lackner, Pink, Hosiner, Grouzuek usw. Alle Durschnitt und kein Führungsspieler dabei! Und bevor ich irgendwelche Kicker für ein halbes Jahr hole würde ich lieber dem eigenen Nachwuchs eine Chance geben. Schön langsam muss auch mal die Transferpolitik eines Hr. Kreissl hinterfragt werden. Mehr als eine halbe Mannschaft erfolgreicher Spieler zu verlieren und dann auch noch nur Durschnitt zu holen ist in diesem Fall zu wenig. Egal welcher Trainer gerade im Amt ist. Mit diesem Kader wird das nix.

einmischer
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hometrainer

Vielleicht hast Du recht.
Aber vielleicht sollte man sich Gedanken darüber machen welche finanziellen Freiheiten der Kreissl wirklich hat. Vielleicht hat er Finanzvorgaben, die nichts anderes zulassen.
Aber wie gesagt: Vielleicht.
Nur dann kann man wirklich in der Sturmsandkiste nach Talenten wühlen. Dass es da gar nichts gibt kann nicht sein. Nicht bei dem Aufwand.

4VYNX08ACGY2G8LP
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Nachdem fast eine ganze Mannschaft den

Vizemeister verlassen hat - ist selbst der derzeitige 6. Platz eine Überraschung.
Mit dem Abstieg wird man nichts zu tun haben - aber bis zum 9. Tabellenplatz ist alles möglich...