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Andreas Schicker im Interview"Mählich verkörpert das, was er als Spieler war"

Chefscout und Videoanalyst Andreas Schicker über seinen Beginn beim SK Sturm und darüber, was er Trainer Roman Mählich hoch anrechnet.

Andreas Schicker und Roman Mählich
Andreas Schicker und Roman Mählich © GEPA pictures
 

Seit November 2018 sind Sie als Chefscout und Videoanalyst beim SK Sturm. Inwiefern waren Sie bei den aktuellen Transfers schon involviert?
ANDREAS SCHICKER: Ich habe in meiner Anfangszeit einmal eine Datenbank aufgebaut. Und natürlich waren da auch Spieler wie Arnel Jakupovic dabei, die kennt man ja sowieso.

Haben Sie bei null begonnen oder war eine gute Basis für Scouting-Arbeit bei Sturm vorhanden?
Es war schon einiges da, aber alles in Mappen geordnet. Ich habe das jetzt digitalisiert. Dann ist es in Stresssituationen, sollte ein unerwarteter Abgang kommen, leichter, gleich passende Kandidaten zu haben. Mit ein paar Klicks habe ich dann alle interessanten Spieler vor mir.

Als Chefscout haben Sie sicher ein paar Helfer, die in Österreich und Europa für Sturm unterwegs sind?
Samir Muratovic und Bruno Friesenbichler sind im Team. Es ist das Ziel, dass sie wöchentlich zumindest zwei Spiele abdecken. Ich werde mir dann auch Spiele anschauen, Günter Kreissl ebenfalls.

Auch in der Regional- oder Landesliga?
In der Landesliga spiele ich ja selbst noch, die hab ich im Blick. Aber nur, weil mich einer überspielt, ist er noch kein Thema für Sturm (lacht).

Kann man einen Spieler nur mittels Videomaterial verpflichten?
Oft ist es so, dass ein junger Spieler ablösefrei zu haben ist. Wenn man da gute Informationen hat und schnell reagieren muss, hat man halt ein Risiko. Aber wenn der Verein Geld in die Hand nimmt, macht es schon Sinn, einen Spieler ein, zwei Mal zu sehen und zu treffen. Der Charakter ist ja auch wichtig, nicht nur das Sportliche.

Nicht nur als Scout, sondern auch als Videoanalyst haben Sie viel zu tun ...
Das machen wir zu zweit. Paul Pajduch filmt die Spiele mit, schneidet dann gleich alles so zusammen, dass wir verschiedene Spielphasen extra anschauen können. Wir haben da ein System, das so ähnlich ist wie jenes, mit dem Roman Mählich beim ORF gearbeitet hat.

Schauen Sie im Trainingslager bei der Liga-Konkurrenz vorbei?
Ja. Gerade in Testspielen, wo nicht viele Zuschauer sind, kann man ja auch das Coaching des Trainers hören. Da kann man in der finalen Phase vielleicht etwas heraushören, was uns hilft. Da muss man auf jeden Fall live vorbeischauen, da ist nur Video schauen zu wenig.

Auch die Analyse der eigenen Spieler ist ein Teilgebiet Ihrer Aufgabe. Mit welchem Gefühl gehen Sie ins Frühjahr?
Ich bin sehr positiv gestimmt. Roman verkörpert das, was er als Spieler war. Auch wenn er das nicht gerne hört – und das rechne ich ihm sehr hoch an. Wir haben alle genug Trainer gehabt, die nur von früher gelebt haben. Aber die Burschen ziehen mit, gehen ein hohes Tempo. Das kitzelt er aus ihnen heraus. Für mich als Steirer ist es schon etwas Besonderes, für Sturm zu arbeiten. Und es freut mich, dass das Team so gut ist.

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