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Christian GratzeiDie langjährige Nummer eins steht am Sonntag im Mittelpunkt

Am Sonntag bestreitet der SK Sturm gegen die Admira das letzte Heimspiel der Saison (16.30 Uhr). Für Christian Gratzei wird es der letzte Auftritt vor Heimpublikum.

Christian Gratzei
Christian Gratzei © GEPA pictures
 

Als Cupsieger und Vizemeister feststehend, darf Sturm Graz die letzten beiden Saisonrunden in der Fußball-Bundesliga ohne Stress angehen. Im Heimspiel gegen die auf Rang fünf ebenfalls einzementierte Admira steht am Sonntag (16.30 Uhr) eine langjährige Stammkraft im Zentrum. Torhüter Christian Gratzei beendet seine aktive Karriere. Von Beginn an wird der 36-Jährige aber nicht zu sehen sein.

"Der Trainer hat mir die Entscheidung überlassen. Ich will aber nicht von Anfang an spielen. Es geht nicht um Christian Gratzei, sondern darum, dass wir dieses Spiel gewinnen wollen", sagte der Ex-Teamtorhüter (10 Länderspiele) am Freitag. In dieser Saison stand Gratzei bisher nur einmal in der ersten Runde des ÖFB-Cups im Grazer Gehäuse. Es darf erwartet werden, dass Trainer Heiko Vogel dem seit 2002 für Sturm spielenden Routinier gegen die Admira noch die eine oder andere Minute mehr schenkt.

Gratzei soll "genießen und stolz sein"

Der Deutsche gab den Ratschlag, dass sein Schützling den Abschied "genießen und stolz sein sollte". Kommt Gratzei zum Einsatz, wäre es seine 318. Partie für Sturm. "Je näher der Sonntag kommt, desto öfter kursieren die Gedanken über die letzten Jahre in meinem Kopf. Es sind viele schöne Erinnerungen geblieben", meinte der Schlussmann. Ein Meistertitel (2011) und zwei Cupsiege (2010, 2018) gehören mit Sicherheit dazu.

"Mit bald 37 habe ich mir den Ruhestand jetzt verdient", betonte Gratzei, der nun mehr Zeit der Familie widmen will. Sturm wird er voraussichtlich abseits des Spielfelds erhalten bleiben. Noch würden Gespräche mit Sportchef Günter Kreissl laufen. Er wolle dazu beitragen, den Verein noch professioneller aufzustellen, erklärte Gratzei. Er sehe seine Zukunft im Jugendbereich mit Büroarbeit.

 

Unabhängig vom Abschied der langjährigen Nummer eins dürfen sich die Zuschauer in der Merkur Arena - 11.300 Karten waren bis Freitagmittag vergeben - auf eine Party nach Schlusspfiff einstellen. Cupsieg und Vizemeistertitel sollen noch einmal gefeiert werden. Vogel kündigte an, eine starke Elf aufbieten zu wollen. "Der Fokus liegt auf den drei Punkten. Das Publikum hat es verdient, dass wir das Spiel hochseriös angehen", betonte er. Fehlen dürfte der frisch gekürte Spieler der Saison: Peter Zulj plagt sich mit einer Knöchelblessur.

Ein Ziel für Vogel ist noch das Knacken der 70-Punkte-Marke. 66 sind es vorerst, genauso viele wie bei der gewonnenen Meisterschaft 2011. "Das will ich überbieten", meinte Vogel. Keinen Wunschgegner hatte er mit Blick auf die anstehende Aufgaben in der Champions-League-Qualifikation. Dort werden in der zweiten Runde Ajax Amsterdam oder der FC Basel warten. "Beide Mannschaften sind harte Brocken. Wir brauchen zweimal einen sehr guten Tag. Wenn wir den haben, ist alles möglich", urteilte der ehemalige Basel-Chefcoach über die möglichen Gegner.

Die Admira wird in der kommenden Saison in der Qualifikation zur Europa League an den Start gehen. Das ist seit vergangener Woche fix. "Wir wollen die letzten beiden Spiele noch positiv bestreiten und somit eine starke Saison krönen", kündigte Außenverteidiger Thomas Ebner nun an. In Graz werden die seit drei Runden unbesiegten Niederösterreicher aber geschwächt antreten. Fraglich waren die Einsätze des künftigen Sturm-Profis Markus Lackner, von Markus Wostry oder auch Maximilian Sax.

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