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Nach Derby-EinsatzRapid bekräftigt die Kritik an der Polizei

Der SK Rapid hat seine Kritik am Einsatz der Polizei beim Wiener Fußball-Derby am Montagabend bekräftigt.

Michael Krammer
Michael Krammer © GEPA pictures
 

Der SK Rapid hat seine Kritik am Einsatz der Polizei beim Wiener Fußball-Derby am Montagabend bekräftigt. "Hier wurden, aus welchen Motiven auch immer, Leute ihrer Freiheit beraubt und zwar wurden sie stundenlang in einer völlig unangemessenen und jegliche Verhältnismäßigkeit mit Füßen tretenden Art und Weise in einem Kessel festgehalten", sagte Rapids Vizepräsident Nikolaus Rosenauer.

Rapid-Präsident Michael Krammer, der sich laut Eigenaussage von 18:30 Uhr bis zum Ende der Identitätsfeststellung um kurz vor 22:00 Uhr selbst ein Bild vom Einsatz entlang der Südosttangente vor der Generali Arena machte, sprach von einer "absurden" Situation. "Es gab keine Chance auf irgendeine Art der menschenwürdigen Behandlung", erklärte Krammer, der sich bei der Pressekonferenz "nicht als Rapid-Präsident, sondern als Staatsbürger" äußern wollte. "Aus meiner Sicht: Das war nicht spontan, das war geplant. Der Einsatz war nicht verhältnismäßig."

Die mittlerweile durch Videoaufnahmen belegten (Schneeball)-Würfe durch Rapid-Anhänger auf die Südosttangente verurteilte die Vereinsführung. Jene waren laut Polizei der Auslöser für die folgenden - knapp sieben Stunden andauernden - Identitätsfeststellungen von 1.338 Personen gewesen. Ein solcher Werfer sei "kein Rapidler, das ist ein Krimineller, der Rapid missbraucht und für sich vereinnahmt", erklärte Rosenauer. Der (hauptberufliche) Anwalt hatte für das Folgende aber keinerlei Verständnis. "Den Rest unter Generalverdacht zu stellen, das sind für mich polizeistaatliche Maßnahmen. Insgesamt wenn dies ohne jegliche Genehmigung durch die Justiz erfolgt."

Die Funktionäre prangerten zudem die Wahl der Streckenführung des Fanmarsches an. Diese erfolge durch die Polizei. "Warum wählt man von Behördenseite so einen Weg zum Stadion über die meistbefahrene Straße Österreichs?", fragte Krammer. Der Weg über die Brücke sei zudem unzureichend gesichert gewesen.

Auf die Frage, ob eine kurz- bis mittelfristige Entspannung im Verhältnis Rapid-Rapidfans-Polizei überhaupt möglich sei, entgegnete Krammer nur: "Mir geht es darum, dass das rechtsstaatliche Prinzip funktioniert. Darum werden wir uns kümmern und wir gehen auch davon aus, dass sich die Behörden darum kümmern."

Kommentare (19)

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metropole
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Wurfgeschoße

hoffentlich wird das nächste Mal das Auto des Rapidpräsidenten getroffen damit er endlich einmal auwacht und gegen die Rapid Rowdies etwas unternimmt anstatt sie zu verteidigen.

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Armergehtum
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Bei so einer Sichtweise sollten einmal 5 Geisterspiele und Punkteabzug her.

Vielleicht begreifen dann die verantwortlichen des Vereins, dass man diese Radaubrüder (es reichen nur wenige - sind aber scheinbar von aussen nicht in Griff zu bekommen) als Verein zusätzlich bestrafen muss. Rapidfans stolpern grölend mit Brand- und Rauchgegenständen durch die Stadt, werfen Gegenstände wild um sich und die Rapidverantwortlichen verhätscheln diese auch noch.

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KarlZoech
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@ Armergehtum: Ich befürchte, dass Sie recht haben!

Ohne solch drastische Strafen sind die Verantwortlichen des SK Rapid offenbar nicht in die richtige Richtung zu bringen.....
Traurig ist das, für einen wie ich, der immer Rapid-Anhänger war und trotzdem ist.
Aber Radaubrüder sind Radaubrüder, egal welche Farbe. Und für Radaubrüder, welche anderen Menschen gefährden, habe ich null Verständnis.
Rapid hat ohnehin schon genug sportliche Probleme, das braucht es nicht noch auch dieses Problem.

Ja, und meiner Ansicht nach hat die Wiener Polizei das völlig Richtige getan!

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Komische Einstellung

Schlimm genug dass die Öffentlichkeit für den Einsatz von Hundertschaften der Polizei für einen Haufen unterbeschäftiger geistiger Outlaws aufkommen muss, verteidigt der Verein diese Radaubrüder auch noch...
Aber wir wissen es ja, zuerst kommt das Fressen, dann die Moral, und Schuldumkehr ist grade in Mode ...

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zeus9020
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DESORIENTIERT

Mir scheint auch die Rapid-Führung ein wenig desorientiert. WARUM denn kam es überhaupt so weit? WARUM denn müssen Rapidler wie Vieh durch Polizeikorridore zum Stadion geleitet werden? Rapid übersieht, dass man es hier mit einem proletoid hausgemachten Problem zu tun hat! Duldet man aus Tradition, dass sich Anhänger wie Berserker benehmen, dann hat man gefälligst auch die Folgen zu tragen und nicht große Töne gegen die Polizei zu spucken, nur weil‘s grad modern is‘!

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KarlZoech
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@ zeus9020: Genau so sehe ich das auch!

Vor allem Ihrem Schlusssatz stimme ich besonders zu! So ist es einfach!

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walter5657
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Gratulation

an die Polizei. Endlich wird etwas gegen diese Chaotentruppe unternommen. Bravo!
Und jetzt ja nicht in die Knie gehen!!!

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blauesbluat
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Polizei dein Freund und Helfer

Beachtlich das im eigenen Land so rigoros Kontrollen abgehalten werden , bei Invasoren und illigalen Einreisen wurden von der Polizei nichts unternommen , da wäre der Aufmarsch der Exekutive gerechtfertigt gewesen

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sonja65
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Hilfloser Präsident!!

Ein Präsident, der die 1312-Choreografie duldet und nicht verurteilt, darf sich nicht wundern, dass so etwas passiert!!!

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ichbindermeinung
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Untersuchungskommission der EU od. UNO

bin gespannt ob jetzt auch wieder eine Untersuchungskommission von der EU oder UNO vorbeikommen wird, wegen dieser Zustände in Österreich. Wegen der vorsätzlichen Umweltverschmutzung und Gesundheitsgefährdung durch diese chemischen Feuerfackeln, die die Luft verpesten und so viel Feinstaub produzieren, wird es in Zeiten wo allerorts vom Klimaschutz geredet wird, wohl sehr hohe Geldstrafen für jeden Einzelnen geben müssen. Daneben auch rigorose Strafen für das Gegenstände auf die Fahrbahn werden, denn da hätte es Tote geben können.

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Prutschw
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Was

glauben die eigentlich wer sie sind?

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KarlZoech
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Ich habe null Verständnis für Menschen, welche Gegenstände auf eine stark befahrene Autobahn werfen!

Die Polizei hat die öffentliche Ordnung sicherzustellen bzw. wiederherzustellen. Dass sie das tut, darüber darf jeder Anhänger des Rechtsstaates froh sein, die Polizisten haben da oft schwere, sicher nicht angenehme Arbeit.

Und die Rapid-Vereinsführung möge sich um sportliche Belange kümmern, da gibt es leider viel zu tun!
Und die Hardcorefans mögen ich bitte wieder zivilisiert benehmen! Dann braucht es keine Polizeieinsätze und friedliche Menschen kommen wieder in größerer Zahl ins Stadion.

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NLoSt
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Erbärmlich

Erst A.C.A.B. und dann ist das Geheul und die mediale Mitleidhascherei groß wenn die Polizei durchgreift

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wahlnuss
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Ja, darf denn das die Polizei,

wo doch die Rapid-Fans gewohnt sind, alles zu dürfen? Damit das rechtsstaatliche Prinzip funktioniert.... Ich plädiere für eine Neuaustragung, denn ohne diese Fans läuft rein gar nichts - nicht einmal Deni Alar.

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helmutmayr
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Wie komme ich

als Steuerzahler dazu diesen Schwachsinn zu finanzieren.
Liga auflösen und gut ist’s.

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az67
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kurz- bis mittelfristige Entspannung

Die Grün Weißen und ihr Präsident.
Ein Trauerspiel und ein Präsident der glaubt er muss
seine steht’s Gewalt bereiten Fans Unterstützen.
Darf einen eh nicht Wundern wenn sogenannte Fans
( Ultras) bei Rapid Trainer Ablösen und mit einem Hilflosen Präsident machen was sie wollen.
Arme Rapid Fans. In Zukunft Benehmen dann braucht auch niemand einschreiten. Bitte nicht immer die armen und so benachteiligten vor geben.
Aber vielleicht ist ja die Polizei schuld das man das Derby 6-1 verloren hat. Hattet ja durch die Kontrollen /Anhaltungen keine Unterstützung im Stadion .
Skandal...........

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Genesis
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Verschwörungstheorien im ORF

Nicht zu vergessen bitte die Verschwörungstheorien gegen die Wiener Polizei die heute im ORF in der ZIB2 und ZIB 24 präsentiert wurden !

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KarlZoech
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@ az67: Ja, die Rapid-Fanatiker sollen sich künftig ordentlich, zivilisiert benehmen!

Dann erübrigen sich polizeiliche Aktivitäten.

Ich bin Rapid-Anhänger - jedoch kein Fan, also kein Fanatiker.
Und ich würde mich niemals in den Sektor dieser Hardcore-Fans* setzen.
* Mir fiel da auch ein anderes Wort an, doch dieses würde möglicherweise die Forenregeln verletzen.

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Miraculix11
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Wer zum Stadion fährt und dort reingeht...

..der ist ja nicht betroffen. Wer mit den Idioten mitmarschiert ist selber schuld. Er hat sich ja freiwillig denen angeschlossen.

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