Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Bundesliga-TrainerumfrageEs gibt wieder nur einen Titelkandidaten

Im Rahmen der Auftakt-Pressekonferenz wurde mit den Trainern der zwölf Bundesliga-Vereine eine Umfrage gemacht. Die Saisonziele und der Titelfavorit wurden abgefragt.

Die Bundesligatrainer und ihre Kapitäne
Die Bundesligatrainer und ihre Kapitäne © (c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Christian Ort)
 

Die Bundesliga-Trainer sind sich einig: Es kann nur einen Titelfavoriten geben. Das ergab eine kürzlich veröffentlichte Umfrage, die Serienmeister Salzburg klar in Front sieht (Frage 1). Bei den Saisonzielen (Frage 2) gehen die Vorstellungen natürlich auseinander. Hier eine Übersicht: 

Marco Rose (Red Bull Salzburg):

1.) "Ich glaube, dass man davon ausgehen kann, dass wir versuchen, um den Titel mitzuspielen. Ich glaube aber auch, dass Austria Wien alles dafür tun wird, eine bessere Saison zu spielen, und sie sich auch gut verstärkt haben. Dazu Rapid Wien und Sturm Graz - es sind die üblichen Verdächtigen. Es ist sicher so, dass wir hart dafür kämpfen werden und müssen, und uns einige Mannschaften das Leben schwer machen werden."

2.) "National natürlich um die beiden Titel mitzuspielen. International wollen wir uns Punkt eins qualifizieren, das ist wichtig für uns, und Punkt zwei dann wieder so viele Spiele wie möglich auf dem Niveau haben, um unsere Spielweise und die jungen Spieler weiterzuentwickeln."

Heiko Vogel (SK Sturm Graz):

1.) "Titelfavorit ist ganz klar der Titelträger des letzten Jahres. Aber ich glaube, er hat größere Konkurrenz bekommen, als es zuletzt der Fall war. Die Wiener Vereine haben nachgerüstet."

2.) "Wir haben uns durch die letzte Saison das ein oder andere Türchen aufgemacht. Wir haben es jetzt in der Hand, durch eine der aufgemachten Türen zu gehen. Wir haben die Möglichkeit, in drei Wettbewerben präsent zu sein, wissen aber unsere Lage demütig, analytisch einzuschätzen. Die Favoriten sind andere. Wir werden zumindest im Cup sehen, was machbar ist, wollen das aber nicht als Ziel ausgeben. Man sollte die Ziele nicht in Titeln und Platzierungen bemessen, sondern in Chancen, die man nutzen kann."

Goran Djuricin (Rapid Wien):

1.) "Salzburg, weil sie die besten Möglichkeiten und auch die qualitativ stärksten Spieler haben in vielen Bereichen. Das heißt aber nicht, dass man sie nicht schlagen kann, Sturm hat es bewiesen im Cup-Finale. Favorit hin und her, wir müssen schauen, dass wir aufholen, dass wir auf Tuchfühlung sind mit ihnen."

2.) "Wir haben Parameter erstellt für uns, wo wir besser werden wollen. Wir haben das im Staff und in der Mannschaft besprochen, und das bleibt auch unter uns. Nächste Woche werden wir die Zielsetzung für die Liga mit der Vereinsführung besprechen und dann lassen wir es wahrscheinlich raus. Im Cup wollen wir natürlich so weit wie möglich kommen und die Europa-League-Gruppenphase wollen wir erreichen."

Oliver Glasner (LASK):

1.) "Man hat eigentlich gerechnet, dass der größte Umbruch bei Red Bull Salzburg passieren wird. Die haben ihn mit am kleinsten gehalten. So gesehen ist für mich klar, dass Salzburg am Ende vorne stehen wird. Allgemein sehe ich die Top Vier Salzburg, Rapid, Austria und Sturm über allen anderen stehen."

2.) "Wir werden auch das - wie man so sagt - verflixte zweite Jahr nach dem Aufstieg meistern. Wir haben im letzten Jahr eigentlich schon das heurige Ziel mit Platz vier übertroffen. Wir haben es schon so formuliert, dass wir nach der Reform in die Meisterrunde einziehen wollen, zu der oberen Hälfte gehören wollen. Das ist nach wie vor unser Ziel. Wir wissen, dass Salzburg, Rapid, Austria und Sturm Graz finanziell gesehen die deutlich besseren Möglichkeiten haben."

Ernst Baumeister (FC Admira):

1.) "Salzburg, weil sie einfach einen sehr guten Kader haben und die größte Breite. Man merkt Jahr für Jahr, dass sie manchmal auch schlechter reinstarten, sich aber absetzen, je länger die Saison dauert. Sie können einfach Verletzte und die Doppelbelastung verkraften, was andere nicht können."

2.) "Vor einem Jahr hätte ich gesagt, das Ziel kann nur sein unter die ersten sechs zu kommen, was wir auch in den vergangenen drei Jahren immer geschafft haben. Heuer wäre es aber vermessen. Uns haben sechs Stützen verlassen, wir fangen bei Null an, deshalb glaube ich, dass wir bis am Schluss um den Ligaverbleib kämpfen werden. Unser Ziel ist auf den Klassenerhalt beschränkt."

Thomas Letsch (Austria Wien):

1.) "Red Bull Salzburg ist der große Favorit, wie in jedem Jahr. Der Umbruch bei ihnen war noch nie so klein, im Gegenteil: Sie haben Qualität dazubekommen. Alles andere als der Titel für Salzburg wäre eine große Überraschung."

2.) "Wir wollen uns weder mit der Vergangenheit beschäftigen, noch zu sehr mit der Zukunft. Mir ist wichtig, dass wir im Hier und Jetzt leben, dass wir jeden Tag nutzen. Ein Jahr nicht international zu spielen, ist schlimm genug. Das muss im nächsten Jahr anders sein, dieses Minimalziel muss sein. Dazu müssen wir ins obere Play-off, mehr lasse ich mir nicht herauslocken."

Werner Grabherr (SCR Altach):

1.) "Titelfavorit ist heuer noch klarer als sonst Red Bull Salzburg. Sie haben die Mannschaft zusammenhalten können. Es wird sich wieder zeigen, inwiefern die Doppelbelastung eine Rolle spielt. Die war die letzten Jahre spürbar. Im Frühjahr haben sie dann aufgedreht. Wenn sie so weitermachen, wird es sehr schwierig sein, sie generell einmal zu knacken."

2.) "Wir wollen die Mannschaft nach der letzten Saison wieder erfolgreich machen, ihr auch eine gewisse Substanz antrainieren, damit wir über das Jahr gut durchkommen. Der Fokus heuer liegt ein Stück weit schon auf dem Frühjahr - da wollen wir richtig performen können, das haben wir im letzten Jahr nicht geschafft. Wenn es um Platzierungen geht, wollen wir immer besser sein als in der Vorsaison. Da wäre Platz sieben sicher kein schlechter Platz, aber sicher: Der sechste ist das große Ziel aller Clubs. Für den SCR Altach ist ein unteres Play-off aber kein Beinbruch."

Christian Ilzer (WAC):

1.) "Titelfavorit ist natürlich Salzburg. Mich begeistert der Fußball, der Trainer, die Arbeitsweise dort. Es ist alles rund, hat Qualität, da wird nicht leicht was daran vorbeiführen. Ich finde aber auch, dass sich die Wiener Großclubs gut aufgestellt haben, vor allem die Austria. Sie haben jetzt eine Mannschaft, die ideal zur Traineridee passt, spielen nicht international und haben die Euphorie durch das neue Stadion. Die Austria ist für mich vielleicht ein kleiner Geheimfavorit."

2.) "Ich könnte sagen, wir wollen den Klassenerhalt und es mir gemütlich machen. Aber das will ich nicht. Ich denke, dass wir eine Mannschaft haben, von der man auch etwas erwarten muss. Es ist wahrscheinlich ein Platz möglich im oberen Play-off, die anderen sind eh reserviert, und um diesen einen kämpft jeder. Wenn bei uns wirklich alles optimal läuft, dann müssen wir uns zutrauen, da dabei zu sein. Wenn es uns gelingt wäre es ein Riesenerfolg."

Dietmar Kühbauer (SKN St. Pölten):

1.) "Es ist beängstigend, wenn Marco Rose sagt, dass sie jetzt noch weiter sind. Sie sind der Kandidat Nummer eins auf den Titel. Oben wird es schwer werden, Salzburg zu knacken. Es wäre schön, wenn es jemand schaffen kann. Aber sie haben einfach eine Super-Truppe."

2.) "Wir wollen heuer in ruhigere Fahrwasser reinkommen, keine Frage. Unser Ziel ist es, dass wir einfach drinbleiben (in der Liga, Anm.). Was dann heraus kommt, wird sich zeigen. Es liegt natürlich an uns. Nach der vergangenen Saison zu sagen, wir wollen um Rang sechs mitspielen wäre vermessen."

Karl Daxbacher (FC Wacker Innsbruck):

1.) "Das ist nach wie vor Red Bull Salzburg, die meiner Meinung nach sicher die beste Mannschaft haben. Schon die Vorbereitungsspiele waren beeindruckend - kein Gegentreffer, gegen relativ starke Gegner gewonnen. Das zeigt, dass da eine Mannschaft ist, die um einiges über den anderen steht."

2.) "Wir wollen nächstes Jahr wieder in der Liga sein, das ist das vorrangigste Ziel. Wir sind gekommen, um zu bleiben. Schauen wir, wie wir ankommen. Die Auslosung ist relativ schwierig, daher wäre ein guter Start wichtig, und auch gute Leistungen, damit sich der Tivoli wieder mehr füllt."

Markus Schopp (TSV Hartberg):

1.) "Es ist in den letzten Jahren immer Red Bull gewesen, das wird in diesem Jahr nicht anders ein. Die Mannschaft hat sich in ihrer Substanz bis heute nahezu nicht verändert. Der Trainer ist der gleiche geblieben. Das sind Voraussetzungen, die Red Bull in den wenigsten Jahren gehabt hat - und trotzdem ist es sich immer ausgegangen. Deswegen ist Red Bull für mich absoluter Titelfavorit."

2.) "Das Ziel muss sein, in der Liga zu bleiben. Darauf richten wir uns mit allen unseren Möglichkeiten aus."

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!
Kommentieren