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UnruheRapid siegt, doch Fans fordern Trainer-Rauswurf

Rapid besiegte Bukarest im Hinspiel des Europa-League-Play-offs zuhause mit 3:1.

Rapid jubelt über einen Heimsieg gegen Bukarest
Rapid jubelt über einen Heimsieg gegen Bukarest © GEPA pictures
 

Rapid Wien hat gute Chancen auf die siebente Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase. Am Donnerstag gewannen die Grün-Weißen im Play-off-Hinspiel gegen Steaua Bukarest mit 3:1 (2:0). Für Rapid trafen Christoph Knasmüllner (4.), Mario Sonnleitner (39.) und Stefan Schwab (48.). Für Bukarest erzielte Harlem Gnohere (47.) das zwischenzeitliche 2:1.

Das Rückspiel steigt am kommenden Donnerstag in Bukarest. Mit einer starken Leistung fügte die Mannschaft von Trainer Goran Djuricin Steaua die erste Niederlage nach acht ungeschlagenen Spielen zu. Djuricin setzte vor 19.300 Zuschauern auf jene Mannschaft, die vergangene Woche für den 4:0-Sieg gegen Slovan Bratislava sorgte. Auch Kapitän Stefan Schwab, der am Wochenende ausfiel, war wieder fit.

Frühe und wichtige Führung

Auf dem Rasen startete das Spiel ohne großes Abtasten. Schon vor Rapids früher Führung gab es auf beiden Seiten kleinere Chancen. Nach einer Ecke für die Rumänen ging Rapid nach einem mustergültigen Konter in der vierten Minute in Führung. Marvin Potzmann setzte Thomas Murg mit einem schönen Wechselpass ein, Murg spielte auf Knasmüllner und der Held des Slovan-Spiels traf überlegt zur 1:0-Führung.

Danach zog sich Rapid zurück und überließ Steaua die Kontrolle. Rapid stand die meiste Zeit sicher und die Rumänen spielten keine große Torchance heraus. Die einzige Chance auf den Ausgleich vergab Filipe Teixeira per Volleyschuss nach einer Ecke und einem kleinen Patzer von Richard Strebinger (20.). Der Rapid-Tormann machte sein Missgeschick mit einer starken Parade aber gleich wieder gut.

Nach knapp einer halben Stunde kam Rapid wieder stärker auf. Allerdings wurden die Grün-Weißen überwiegend nach Gegenstößen gefährlich. Stürmer Deni Alar vergab in der Folge gleich drei gute Chance. Zunächst nach einem Haken (25.) von rechts, dann per Kopf nach Schwab-Flanke (31.) und schließlich nach einem Dribbling (38.). Der zweite Treffer gelang dann nach einer Standardsituation.

Fans skandierten "Gogo raus"

Sonnleitner verwandelte nach einer Ecke von Knasmüllner per Kopf in der 39. Minute zum 2:0. Der harte Kern der Rapid-Fans ließ sich von der starken Leistung allerdings nicht besänftigen. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff präsentierten sie ein Spruchband "wenn das Präsidium schweigt, muss die Kurve lauter werden", gefolgt von "Gogo raus"-Rufen. Damit war Trainer Djuricin gemeint, der schon vor Spielbeginn von den Rapid-Ultras verbal attackiert wurde. Per offenem Brief, der vor dem Stadion verteilt wurde, forderte die Fangruppe "Gogo raus!"

Nach einem Doppeltausch kamen die Rumänen mit viel Schwung aus der Kabine. Der eingewechselte Florinel Coman hatte wenige Sekunden nach Wiederanpfiff bereits eine gute Chance, in der 47. Minute gelang Steaua dann der Anschlusstreffer. Gnohere verwandelte eine Hereingabe von Alexandru Stan aus kurzer Distanz.

Rapid fand darauf aber schnell die passende Antwort. Schwab erhöhte zwei Minuten später nach einer abgewehrten Hereingabe von Murg von knapp außerhalb des Sechzehners mit etwas Glück auf 3:1. Richtig in den Griff bekamen die Wiener die Partie aber auch mit dem Zwei-Tore-Vorsprung nicht. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Auch Rapid stand trotz der komfortablen Führung nicht kompakt.

Berisha flog, Rapid zitterte

Steaua kam zu besseren Chancen als vor der Pause. In der 73. Minute rettete Strebinger nach einer Flanke gegen Teixeira und Coman. In der Schlussphase musste Rapid noch um den Zwei-Tore-Vorsprung zittern. Zunächst sah Veton Berisha in der 83. Minute nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte. Dann vergab Raul Rusescu (89.) eine gute Chance und schließlich traf Coman in der 90. Minute noch die Latte.

Stimmen zum Spiel

Goran Djuricin: "Wir haben uns eine gute Ausgangsposition geschaffen. Die Chancen stehen 50:50. Wir haben gesehen, welche Qualität sie bringen können. Das Rückspiel wird eine schwierige Partie werden. Aber wir haben heute wieder den Rapid-Geist gezeigt." Zu den "Gogo-raus"-Rufen: "Das bitte ich aus Respekt vor meiner Mannschaft nicht zu beantworten, heute geht es ums Sportliche. Ich habe es komplett ausblenden können. Es ist meine Aufgabe, mich um das Sportliche zu kümmern."

Fredy Bickel (Sportdirektor Rapid): "Es wird immer noch schwierig, da stehen noch harte Minuten vor uns. Wir haben unsere Ausgangslage sicher nicht verschlechtert. Das Spiel war gut und hat Freude bereitet. Ich glaube, es steckt noch mehr in der Mannschaft." Zu den "Gogo-raus"-Rufen: "Es gibt zwei Seiten. Jeder kann seine Meinung kundtun. Dass die Fans nicht zufrieden sind mit den Auftritten in der Meisterschaft, kann ich nachvollziehen. Sie glauben, dass der Trainer schuld ist, wir analysieren es etwas anders. Sie unterstützen uns meistens sehr in schwierigen Situationen, heute war es vielleicht nicht so. Es ist klar, es war ein sehr ungünstiger Moment."

Stefan Schwab: "Das 3:1 ist ein guter Sieg für uns. Das Auswärtstor schmerzt ein bisserl, ein 2:0 wäre besser gewesen. Aber es ist eine sehr gute Ausgangsposition. Wir können schon auswärts auch ein Tor machen. Wir haben gesehen, dass Steaua gut kombinieren kann. Beim Rückspiel müssen wir aufpassen und genauso reingehen wie in die erste Halbzeit." Zu den "Gogo-raus"-Rufen: "Nach dem ersten Saisonviertel kann man ein erstes Fazit ziehen. Aber für uns gilt es, endlich in der Liga anzuschreiben."

Christoph Knasmüllner: "Wir haben gekämpft bis zum Umfallen. Jeder war für den anderen da, das war entscheidend. Zuhause sind wir schwer zu schlagen, so kann es weitergehen. Im Rückspiel wollen wir auch ein positives Ergebnis holen. Es war sehr wichtig, dass wir früh in Führung gegangen sind."

Mario Sonnleitner: "In der ersten Halbzeit waren wir extrem stark, haben viele Situationen vor dem Tor kreiert und müssten höher führen. In der zweiten Halbzeit kommen wir schläfrig raus, ich weiß nicht warum. Wir kassieren ein Tor, aber Gott sei Dank haben wir noch eines nachlegen können. Am Schluss war es eine Abwehrschlacht."

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Danke für Ihr Verständnis.

ellen64
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Der Rapid Vorstand

wird vor den „Fans“ sicher in die Knie gehen! Dieser Anhang diktiert die Geschehnisse in diesem Verein! Traurig aber wahr!

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einmischer
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ellen64

Tja, die geister die man gerufen hat, wird man nun nicht mehr los.....
Obwohl ich in der Sache ja derer Meinung bin, aber solche Aktionen stehen ihnen(keinem) einfach nicht zu. Das muss die Angelegenheit der Clubführung bleiben.
Ich bin der Meinung, dass Djuricin einfach nicht das Format für einen Profi-Trainer hat. Ich meine da gar nicht das Fachliche. Dies kann man als Aussenstehender sowiso nur schwer beurteilen.
Aber seine Auftritte vor und nach den Spielen. Und Blabla und Phrasen.
Man muss nicht in jedes Mikro qutaschen das einem unter die Nase gehalten wird.

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Flogerl
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Jetzt ...

... bin ich doch mal deiner Meinung *g* !
Und wenn der Vorstand nicht pariert, dann stürmen's halt wieder mal den Platz, wär ja nix neues !

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