Die Partynacht der ItalienerSektduschen, Bauchfleck und Giorgio Chiellini ging mit der Trophäe ins Bett

Es dürfte wohl eine ganz kurze Nacht für den frisch gebackenen Europameister gewesen sein. Die Squadra Azzurra feierte in der Kabine, im Bus, im Flugzeug und schließlich auch bei der Ankunft in Rom.

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Kapitän Chiellini und Trainer Mancini präsentierten die Trophäe in Rom © AFP
 

Was die italienischen Fans zu Hause in den Straßen machten, können die Spieler der Squadra Azzurra schon lange. Nach dem furiosen EM-Sieg im Elfmeterschießen gegen England kannte der Jubel bei den Italienern keine Grenzen mehr. Bereits kurz nach Abpfiff strömte der gesamte Betreuerstab inklusive des verletzten Leonardo Spinazzola auf das Feld, um gemeinsam die Trophäe in den Himmel von London zu stemmen.

Nach etlichen Runden im Fußball-Tempel Wembley ging die Party dann nicht wie in der Vergangenheit im Bus, sondern in der Kabine weiter. Wie auf Videos und Fotos der Spieler zu sehen ist, blieb dabei kein Stein auf dem anderen. So furios die Akteure auf dem Spielfeld auftraten, so laut und ausgelassen wurde der erste Europameistertitel seit 1968 gefeiert - Sektdusche und Bauchfleck von Co-Trainer Daniele De Rossi inklusive.

Doch die bei dieser Euro fast schon zur Tradition gewordene Hymne im Bus durfte nach Abreise aus dem Stadion ebenfalls nicht fehlen. Wie vor der Partie stimmte der frisch gebackene Europameister mit dem Pokal in seiner Mitte die italienische Hymne lautstark an. Zuvor streute man mit "Football's coming home"-Gesängen noch einmal Salz in die englische Fußball-Wunde. Auch im Flugzeug wurde fleißig weitergefeiert, wie Leonardo Bonucci und Jorginho auf Instagram zeigten.

Italiener feiern EM-Titel ausgelassen

Ruhe und Schlaf stand an diesem historischen Abend also nicht wirklich auf dem Programm. Abgesehen von Altmeister Giorgio Chiellini. Dem Kapitän wurde es anscheinend in der Kabine zu wild und deshalb zog er sich auf sein Privatzimmer zurück - natürlich mit der Trophäe an seiner Seite.

Sichtlich ermüdet stieg der Kapitän in den frühen Morgenstunden dann auf italienischem Boden aus dem Flugzeug und präsentierte neben Erfolgstrainer Roberto Mancini die Trophäe. Hunderte Fans warteten da bereits auf die Ankunft ihre Helden.

Kommentare (7)
lieschenmueller
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6
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kurze Nacht

Wie geht das eigentlich, dass wenn ein Spiel um ca. Mitternacht endet, meine Printausgabe ganz in der Früh (glaube so um 3 Uhr) bei mir im Postkastl liegt?

Hochachtung an die Zeitungen.

wollanig
0
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Nach dem unfairen

lautstarken Ausbuhen der Dänen setzte sich diese als überwunden geglaubte Unsportlichkeit der englischen Fans auch gegen Italien bei Einmarsch und Hymne fort. Schon alleine deshalb bin ich froh, dass Italien gewonnen hat.

GeminiX
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Meines Wissens

kann man von einem Kontinent nicht austreten.

redniwo
7
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Gratulation den Italienern!

Nur der Herr Redakteur Winkler hätte sich die in seiner heutigen Morgenpost durchschimmerne Schadenfreude incl Hinweis auf Brexit echt sparen können!

BachHendl
1
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So ein Pech …

da wollten die Briten im Fußball „Meister“ Europas werden – dem Europa, aus dem sie ausgetreten sind …
Na ja – man pickt sich ja oft gerne die Rosinen aus dem Kuchen, während man sich beim Einkauf der Zutaten gerne drückt – nicht wahr?!
Nun - die Rosinen bleiben nun allerdings dort, wo sie hingehören – im „Panettone“ – und dieser gehört eben zu Italien … und ich hab ein leichtes Lächeln im Gesicht.

Und wer gesehen hat, wie´s rund ums Finalspiel zugegangen ist – und dass die unglücklichen Elfer-Schützen jetzt wohl Personenschutz benötigen … wenn solch eine „Leidenschaft“ nur solch Leiden schafft, hat der Pokal in Little Britain eh nichts verloren …

wollanig
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Die EU

ist nicht Europa.

SANDOKAN13
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Noja

aber diese Elfer hätten meine Nachwuchsbuben reingedrückt. Erbärmlich vergeben