Nach Kritik wegen Kniefall: Italien-Verband verteidigt Spieler

Fünf italienische Teamspieler haben sich dem Protest der Waliser gegen Rassismus angeschlossen. Dafür gab es Kritik - Italiens Verband wies ihn jedoch zurück.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Nur ein Teil der italienischen Fußballer schloss sich dem walisischen Protest an
Nur ein Teil der italienischen Fußballer schloss sich dem walisischen Protest an © AFP
 

Der italienische Fußball-Verband hat Kritik an dem uneinheitlichen Verhalten der Mannschaft beim Kniefall vor dem letzten EM-Gruppenspiel zurückgewiesen. "In dem Moment waren nicht alle darauf vorbereitet. In Zukunft wird die Mannschaft vor solchen Gelegenheiten eine einheitliche Entscheidung treffen", sagte ein Sprecher am Dienstag in Florenz.

Vor dem Anpfiff der Partie gegen Wales am Sonntag in Rom hatten sich fünf italienische Spieler dem Kniefall der Waliser gegen Rassismus angeschlossen, der Rest der Mannschaft nicht. Dies hatte in Italien Kritik hervorgerufen.

Österreichs Achtelfinal-Gegner bekräftige seine Ablehnung jeder Form von Rassismus, sagte der Sprecher. "Diesen bekämpfen wir jeden Tag, dafür muss man sich nicht einem symbolischen Protest anschließen. Das heißt nicht, dass wir den Kampf gegen Rassismus nicht unterstützen." Italiens Verbandspräsident Gabriele Gravina hatte bereits zuvor erklärt, es sei die freie Entscheidung der Spieler, sich an solchen Aktionen zu beteiligen oder nicht. "Wir wussten, dass die Waliser das tun würden. Einige Spieler haben sich beteiligt, andere haben applaudiert."

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!