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BVB-Boss Watzke über Stöger"Er ist ein Freund geworden"

Im Vorfeld der Stadioneröffnung von Austria Wien traf am Freitag Peter Stöger auf seinen ehemaligen Vorgesetzten bei Borussia Dortmund, Geschäftsführer Peter Watzke.

Austria Wien und den BVB verbindet eine langjährige Freundschaft © (c) GEPA pictures/ Christian Ort
 

Zwei Monate nach dem Ende seiner Tätigkeit als Chefcoach von Borussia Dortmund ist Peter Stöger wieder auf Hans-Joachim Watzke getroffen. Beim Wiedersehen kamen laut Auskunft des BVB-Geschäftsführers "sehr freundschaftliche Gefühle" auf. "Er ist ein Freund geworden", sagte Watzke anlässlich des Besuchs der Dortmunder in Wien.
Am Freitag gastierte das deutsche Fußball-Aushängeschild zur Stadion-Eröffnung der Wiener Austria im Süden Wiens. Seit zehn Jahren kooperiert Dortmund mit den Violetten. Unter Jürgen Klopp war Dortmund 2008 zuletzt Testspiel-Gegner. "Man fühlt sich unter Freunden", meinte Watzke.

"Ich bin fasziniert von der Farbkombination des Rasens mit dem Violetten. Ich bin erstmals über violetten Kunstrasen gegangen", scherzte der Dortmunder mit Verweis auf die in den Austria-Farben gehaltene Umrandung des Spielfelds.
Auf die Frage, warum bei aller Verbundenheit der Vereine denn nie ein Dortmunder Talent den Weg nach Wien gefunden habe, blieb Watzke gänzlich unromantisch. "Das Grundproblem ist, dass die wirtschaftlichen Rahmendaten der Clubs sehr weit auseinandergegangen sind. Die Austria hat 30 Millionen Umsatz, der BVB 500. Das eine oder andere Talent bekommt ein Monatsgehalt, das hier den Rahmen komplett zerschießen könnte", erklärte er.

Zur Sprache kam beim Medientalk auch das deutsche Abschneiden bei der WM-Endrunde in Russland. Der Titelverteidiger hatte sich bekanntlich als Gruppenletzter blamabel verabschiedet. Watzke betonte aber, er sorge sich nicht um einen gewissen Imageschaden für die deutsche Bundesliga.
"Der deutsche Fußball ist besser, als er aktuell rüber kommt. Dass es für deutsche Clubs schwer ist, die Champions League zu gewinnen, ist klar. In England ist das meiste Geld, die meisten Titel sind nicht dort", erinnerte Watzke. "Wir werden nie Europa dominieren, aber dabei sein. Es ist immer ein Auf und Ab."

Kritik gab es in den vergangenen Tagen immer wieder an der Krisenbewältigung im DFB. Watzke sah den Verband dabei auf verlorenem Posten. Angefangen bei der Diskussion um Mesut Özil und Ilkay Gündogan und deren Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sei die Situation nicht mehr zu kontrollieren gewesen. "In dem Moment kannst du nicht mehr gewinnen, wenn so etwas passiert. Und wenn du dann noch in dieser Gruppe Vierter wirst, hast du verloren. Egal was passiert. Da kannst du sagen, was du willst", meinte Watzke, der als Finaltipp Frankreich angab.

Seine sportliche Erkenntnis aus der WM: "Es galt immer als elementar, möglichst hohen Ballbesitz zu haben. Das dreht sich gerade um. Man hat es im Halbfinale Frankreich gegen Belgien gesehen, als die Belgier 65 Prozent Ballbesitz hatten. Das Umschaltspiel wird wieder wichtiger."

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