Olympia-QualifikationWeißrussland zerstörte Österreichs letzten Strohhalm

Nach ambitioniertem Start inklusive 2:0-Führung Österreichs, montierte Weißrussland die Mannschaft von Roger Bader in 20 Minuten mit fünf Gegentreffern ab. Damit ist klar: Österreich fährt nicht zu Olympia in Peking 2022.

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ICE HOCKEY - Olympic Qualification, AUT vs BLR
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In den Drittelpausen werden meistens die besten Szenen der vorangegangenen 20 Spielminuten gezeigt. In den Video-Sequenzen des zweiten Abschnitts mutierten die Österreicher lediglich zu Statisten. Weißrussland hat beim Olympia-Qualifkationsturnier in Bratislava nach 2:0-Führung von Team Austria so richtig aufgedreht und mit 5:2 gesiegt. Besonders im Mittelabschnitt wurde die Mannschaft von Roger Bader nach allen Regeln der Kunst zerlegt. Somit endet auch die rechnerische Möglichkeit, um nach Peking 2022 zu reisen - vor dem letzten Duell gegen Polen (Sonntag).

Dieses Ende war nach einer ambitionierten Leistung gegen Slowakei und einem guten Start gegen die Weißrussen so nicht vorherzusehen. Österreich, Bernhard Starkbaum anstelle von David Kickert im Tor, zeigte sich tonangebend und ließ den Favoriten (mit 21 KHL-Spielern) nicht ins Spiel kommen. Eine schöne Kombination die von Lukas Haudum ihren Ursprung genommen hatte, schaufelte Raphael Herburger ins Tor. Nach einer Druckphase Weissrusslands gelang Team Austria ein weiterer Befreiungsschlag. Marco Rossi leitete einen blitzsauberen Angriff ein, ließ auf Dominic Zwerger abtropfen und Brian Lebler drückte den Puck über die Linie.

Der Pausentee schien beim Favoriten Wirkung zu zeigen. Weißrussland präsentierte sich konzentrierter, lauf- wie spielfreudiger, erhöhte das Tempo. Ohnehin im Größenvorteil wirkten sie noch mächtiger. Ein abgefälschter Schuss führte zum Anschlusstreffer. NHL-Spieler Yegor Sharangovich (New Jersey Devils) drehte die Partie im Alleingang auf 2:3. Österreich verkrampfte komplett und kassierte völlig von der Rolle noch zwei weitere Treffer (Drittelresultat: 0:5).

Bader erlöste Starkbaum und schickte Kickert aufs Eis. Die robusten Weißrussen, die nach der 20. Minute ihre technischen Vorteile zur Schau stellten, legten Schongang ein. Die Österreicher kamen dadurch zu mehr Puckbesitz und konnten die Niederlage in Grenzen halten. Unter dem Strich ein wenig überraschendes Resultat gegen eine langjährige A-Nation, die ihr bestes Line-up ins Rennen geworfen hatte.

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