Österreichische Eishockeyspieler sind in der ICE-Liga rar gesät. Gerade bei heimischen Kräften sind die Vereine gut beraten, früh tätig zu werden, um bei der Kaderplanung nicht durch die Finger zu schauen. Früher als in den letzten Jahren begannen auch die Villacher Adler die Weichen für die nächste(n) Saison(en) zu stellen. Mit Alexander Rauchenwald und Marco Richter wurden sich die Verantwortlichen in den letzten Wochen bereits einig, nun konnten sie nachlegen. Kitzbühel-Leihe Niklas Wetzl, der bis jetzt an der Seite von Derek Joslin einen soliden Eindruck hinterließ, unterschrieb bei den Adlern einen Zweijahresvertrag. „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Vor einem halben Jahr hätte ich noch nie daran geglaubt, für den VSV spielen zu dürfen“, freut sich der Verteidiger über das Vertrauen.

Seit Donnerstag nicht mehr im Kader des VSV ist hingegen Kevin Moderer, der überraschend seinen Vertrag aufgelöst hatte und ausgerechnet gegen seinen Stammverein nicht mehr auflief. Vielleicht hätten sich die Adler gegen die Graz 99ers mit dem Kämpferherz auch etwas leichter getan. So mühten sich die Blau-Weißen von Anfang an, den sehr strukturiert auftretenden Gäste ihr Spiel aufzuzwingen. Schon in der fünften Minute konnte Ken Ograjensek die Gäste in Führung bringen, doch nur zwei Minuten später traf Nick Mattinen zum 1:1. Danach passierte lange nicht viel. Der VSV war bemüht, das Spiel zu machen, doch die 99ers schalteten immer wieder schnell um und brachten den VSV ein ums andere Mal in Verlegenheit.


Zur Halbzeit des Duells hatte die Mannschaft von Rob Daum schließlich mehrmals die erstmalige Führung am Schläger, brachte den Puck aber vorerst nicht im Tor unter. Arturs Kulda traf lediglich die Latte, Andrew Desjardins (zweimal) und Chris Collins vergaben aus aussichtsreicher Position. Erst zwölf Minuten vor dem Ende war es schließlich so weit. Anthony Luciani sorgte für die verdiente blau-weiße Führung, doch entschieden war das Spiel damit noch lange nicht. Auch als Collins zwei Minuten vor dem Ende ins leere 99ers-Tor traf, kamen die Grazer durch Sam Antonitsch noch einmal heran. Mit vereinten Kräften brachten die Villacher Adler aber am Ende das hart erkämpfte 3:2 über die verbleibenden letzten Sekunden.