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InterviewVSV-Trainer hält sich bei seinen Plänen noch bedeckt

Rob Daum wird mit dem VSV-Vorstand die Saison analysieren und kann sich einen Verbleib in Villach durchaus vorstellen.

© (c) GEPA pictures/ Manfred Binder
 

Herr Daum, Sie übernahmen den VSV mitten in der Zwischenrunde. Wie fällt Ihr Resümee aus?
ROB DAUM: Die Mannschaft hat in kurzer Zeit vieles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Das Play-off haben wir souverän erreicht und auch in den drei Spielen gegen Salzburg haben wir als Underdog über weite Strecken sehr gut mitgehalten. Nur schade, dass die Meisterschaft so abrupt abgebrochen wurde. Die Entscheidung erfolgte jedoch aus gutem Grund.

Was waren die Schwachstellen beim VSV bzw. an welchen Schrauben muss im Sommer gedreht werden?
Da habe ich ganz konkrete Vorstellungen, über die ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht sprechen will. Ich habe nächste Woche ein Meeting mit dem Vorstand, daher wäre es dem Verein gegenüber unfair, wenn ich bereits jetzt öffentlich darüber rede.

Welche Themen werden in diesen Gesprächen behandelt? Geht es dabei auch um eine mögliche Vertragsverlängerung mit Ihnen?
Wir werden die letzten Wochen ganz genau analysieren und unsere Standpunkte austauschen. Bis jetzt hat es noch keine Gespräche bezüglich der nächsten Saison gegeben. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, länger in Villach zu bleiben. Ich bin super aufgenommen worden, es gefällt mir sehr gut. Es gibt eigentlich überhaupt nichts Negatives zu berichten. Ob es vom VSV ein Angebot geben wird, bleibt bis nächste Woche jedoch reine Spekulation.

Gibt es auch andere Vereine, die an Ihnen für die nächste Saison interessiert sind?
Ich halte natürlich immer die Augen offen. Gespräche hat es aber mit noch niemandem gegeben. Ich hoffe dennoch, dass ich bald einen Vertrag unterschreiben kann, wenn möglich sogar bis zu meiner Rückreise nach Kanada am 24. März.

Die EBEL muss ab jetzt ohne Hauptsponsor und ServusTV auskommen. Wird sich dadurch vieles ändern?

Ich denke, dass es die Liga ohne große Änderungen geben wird. Sie wird jedes Jahr stärker, ist ein tolles Produkt. Wichtig wird es sein, dass alle Teams die gleichen Chancen erhalten und keine Lücke zwischen den Top-Teams und den hinteren Vereinen entsteht.

So wie heuer bei Dornbirn oder Innsbruck?
Die beiden Klubs hatten heuer mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass die beiden immer wieder in das Play-off einziehen konnten. Sie hatten heuer einfach viel Pech. Andererseits kamen immer wieder Vereine nicht in das Play-off, die vor der Saison als Favorit auf die Top Sechs gehandelt wurden.

Mit Bratislava steht ein möglicher zwölfter Verein vor der Tür, was halten Sie davon?
Wenn die Slowaken die finanziellen und infrastrukturellen Standards erfüllen und auch sportlich mithalten können, werden sie sicher eine Bereicherung für die Liga sein. Wenn nicht, ist es besser bei elf Teilnehmern zu bleiben und nicht alleine wegen der Anzahl einen weiteren Klub aufzunehmen.

Die Punkteregelung wird jedes Jahr heftig diskutiert. Sollte es da Änderungen geben?
Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Es gibt viele Vor- aber auch Nachteile. Da muss es eine intelligente Diskussion geben. Dabei dürfen die Vereine nicht zu sehr auf sich selbst schauen, sondern sollten hinterfragen, was das Beste für die Entwicklung der Liga aber auch des österreichischen Eishockeys im Allgemeinen ist.

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